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Testberichte

Lenovo Tab M10 & M10 Plus 3. Gen Test: Lohnt es sich?

Im neusten Tablet Test zeigen das Lenovo Tab M10 und M10 Plus der dritten Generation, was sie im Vergleich zur Konkurrenz draufhaben.

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Lenovo Tab M10 und Lenovo Tab M10 Plus 3. Gen

Wenn ihr ein preiswertes 10 Zoll Tablet sucht, dann hat Lenovo mit dem Tab M10 und Tab M10 Plus der dritten Generation gleich zwei Geräte für 179 Euro und 229 Euro im Angebot. Damit treten sie gegen Konkurrenten wie dem Samsung Galaxy Tab A8 und Xiaomi Redmi Pad an. Wie sich Lenovo schlägt und welches der beiden für wen besser ist, erfahrt ihr in diesem Test.

Lenovo Tab M10 3. Gen bei* Amazon

Hardware und Performance

Wir beginnen direkt mit der Hardware. Im Lenovo Tab M10 Gen 3 sitzt ein Unisoc T610 Chipset, den wir schon vom alten Nokia T20 kennen. Dazu gibt es 3GB oder 4GB RAM und 32GB oder 64GB Speicher und optional LTE.

Lenovo Tab M10 Plus 3. Gen Geekbench

Lenovo Tab M10 Plus 3. Gen bei* Amazon

Beim Lenovo Tab M10 Plus Gen 3 bekommen wir hingegen einen MediaTek Helio G80 Prozessor mit 3GB, 4GB oder 6GB RAM und 32GB, 64GB oder 128GB Speicher. Auch hier bietet Lenovo eine Version mit LTE an, doch hat die einen anderen Prozessor, nämlich den Qualcomm Snapdragon SDM680.

Interessant ist im Geekbench 5 Benchmark, dass die Prozessorleistung der beiden nahezu identisch und bei beiden fast gleichauf mit dem Samsung Galaxy Tab A8 ist. Bei der Grafikleistung ist das M10 Plus aber ein gutes Stück stärker.

Lenovo Tab M10 Plus 3. Gen 3D Mark

Die Grafikleistung im 3D Mark Wild Life Test liegt bei beiden deutlich unter Tablets wie dem Samsung Galaxy Tab S6 Lite und Xiaomi Redmi Pad. Das M10 ist genauso schwach wie das Nokia T20, während das M10 Plus etwas leistungsstärker und fast mit dem Samsung A8 gleichauf liegt.

Auf beiden Tablets kann man Apex Legends nicht mit hohen Grafikeinstellungen spielen, sondern nur die Grafik nur auf „Normal“ setzen. Damit ist das Game auf beiden mit 30 FPS gut spielbar. Klar ist aber auch, dass die Grafik im Vergleich zu leistungsstärkeren Tablets wie dem iPad 9 ziemlich schwach ausschaut.

Lenovo Tab M10 Plus 3. Gen Spiele

Man kann also auf beiden auch anspruchsvollere Spiele spielen, aber eben nur mit schwächeren Grafikeinstellungen. Auch für andere Anwendungen ist die Leistung gut genug – insbesondere für Chrome und YouTube. Hin und wieder sind mir mal Stotterer aufgefallen, doch ist das in dieser Preisklasse normal.

Zwar ist Multitasking durchaus möglich, doch gilt hier natürlich, dass das umso besser funktioniert, je mehr Arbeitsspeicher ihr habt. Aber ihr seht schon, die Leistung ist insgesamt zwar ausreichend, aber insbesondere vom M10 Plus im Vergleich zum Redmi Pad und Samsung S6 Lite eher schwach.

Display: Zwei 10 Zoller

Das Lenovo Tab M10 der 3. Generation hat ein 10,1 Zoll großes IPS-Display mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Pixel und es ist 320 Nits hell. Beim Lenovo Tab M10 Plus der 3. Generation bekommen wir ein minimal größeres 10,6 Zoll Display mit einer Auflösung von 2000 x 1200 Pixel. Es ist etwas heller mit 400 Nits.

Für ihre Preisklassen sind beide Displays sehr solide. Sie sind vollständig laminiert, haben weite Blickwinkel und schauen gut aus. Das Display des M10 Plus ist nicht nur etwas heller, sondern hat auch einen höheren Kontrast und bessere Farben. Es ist also allgemein etwas schicker.

Lesen: Die besten Tablets für Netflix im Vergleich

Beide unterstützen nur 60Hz. Schade, denn das nur unwesentlich teurere Xiaomi Redmi Pad hat 90Hz.

Klasse ist hingegen, dass sie jeweils ein Widevine Level von L1 haben und somit kann man Netflix mit HD-Auflösung schauen. Das ist nicht bei allen Tablets so. Vor allem die vier Lautsprecher des M10 Plus sind auch gut für Netflix, die zwei des einfachen M10 sind hingegen etwas schwächer.

Lenovo Precision Pen 2: Nur M10 Plus

Lenovo Tab M10 Plus 3. Gen mit Precision PEN 3

Das Tab M10 unterstützt keinen aktiven Stift. Auf dem Tab M10 Plus könnt ihr hingegen mit dem Lenovo Precision Pen 2 schreiben. Das ist ein aktiver Stift, den ihr separat dazukaufen könnt. Der fühlt sich wertig an und wird per USB C aufgeladen – also mit dem gleichen Ladekabel wie das Tablet.

Ich würde sagen der Precision Pen 2 ist okay, aber nicht gut. Im direkten Vergleich zum Samsung Galaxy Tab S6 Lite liegt er zwar besser in der Hand, da er größer ist, doch sieht Handschrift nicht so schön aus. Der Stylus scheint einfach nicht so präzise zu sein. Außerdem laggt das Geschriebene dem Stift hinterher. Samsungs S Pen ist da merkbar besser.

Lenovo Precision PEN 3

Trotzdem funktioniert der Stift. Aber ich finde ihn eher für Zeichnungen und Malereien ausreichend, die nicht sehr präzise sein müssen. Es ist ein cooles, zusätzliches Feature. Aber speziell wegen dem Stift kann ich das Tablet nicht empfehlen.

Software: Android 11, 12 und weiter?

Ab Werk läuft auf dem M10 Android 11, während auf dem M10 Plus Android 12 vorinstalliert ist. Beide dürften recht bald ein Versionsupdate bekommen – also auf Android 12 und Android 13. Ich gehe jedoch davon aus, dass es danach keine großen Updates mehr gibt. Das ist in dieser Preisklasse eher untypisch für Lenovo.

Lenovo Tab M10 Plus 3. Gen Android 12

Dafür versprechen sie aber für beide Geräte Sicherheitsupdates bis Anfang 2025. Das ist super.

Klasse finde ich bei Lenovo immer, dass wir nahezu reines Android bekommen. Es sind ein paar Apps von Microsoft, Amazon und Netflix installiert, aber sonst nur die von Google. Dazu gehören auch der Google Kids Space und Entertainment Space, die man beliebig ein- oder ausschalten kann.

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Mit Instant Memo hat Lenovo ein paar Features für den Precision Pen 2 des Tab M10 Plus vorinstalliert. Sonst bekommen wir aber keine spezielle Software. Und auch keinen Produktivitätsmodus, den beispielsweise das Lenovo Tab P11 Pro hat.

Design und Verarbeitung

Lenovo Tab M10 Plus 3. Gen Verarbeitung

Auf den ersten Blick schauen das Lenovo Tab M10 und M10 Plus zwar gleich aus, doch gibt es feine Unterschiede. Bei beiden besteht das Gehäuse zu einem großen Teil aus Metall und etwa einem drittel aus Kunststoff. Das ist das typische Lenovo-Design seit ein paar Jahren. Mit 8,5mm ist das M10 etwas dicker als die 7,45mm des M10 Plus und vor allem deswegen fühlt sich das Plus hochwertiger an. Beide wiegen rund 460g.

Wir bekommen leider keinen Fingerabdrucksensor. Dafür kann man die Tablets jeweils per Gesichtserkennung entsperren. Sehr sicher ist das nicht, da dafür nur die Webcam benutzt wird, doch funktioniert es insbesondere bei gutem Licht reibungslos.

Bei günstigen Tablets ist ein 3,5mm Kopfhöreranschluss noch üblich und so auch hier. Außerdem bekommen wir jeweils einen MicroSD-Kartenslot und je einen USB C 2.0 Anschluss. Darüber werden die Geräte aufgeladen und ihr könnt zahlreiches Zubehör anschließen – nicht aber externe Monitore.

Die Kameras beim M10 Plus sind etwas besser, die lösen beide mit 8 Megapixel auf. Beim M10 bekommen wir eine 8-Megapixel Hauptkamera und eine 5-Megapixel Webcam.

Akkulaufzeit

Große Unterschiede gibt es bei der Akkulaufzeit. In meinem Test kam das M10 auf eine Laufzeit von gerade so 5 Stunden und das M10 Plus auf 8,5 Stunden. Für diesen Test lasse ich immer ein HD-YouTube Video in einer Endlosschleife laufen.

Lenovo Tab M10 Plus Test: Mein Fazit

Lenovo Tab M10 Plus 3. Gen Test

Also, sind das Lenovo Tab M10 und M10 Plus der 3. Generation empfehlenswerte Tablets? Das kommt ganz auf die Preise an und natürlich was ihr haben möchtet. Ich finde die Verarbeitung jeweils gut, die Displays sind solide, wir bekommen fast reines Android und cool ist, dass beim M10 Plus ein aktiver Stift unterstützt wird. Die Prozessorleistung ist hingegen nur ausreichend.

Zur unverbindlichen Preisempfehlung würde ich zum M10 Plus nicht raten, denn mit dem Xiaomi Redmi Pad und Samsung Galaxy Tab S6 Lite gibt es zwei Alternativen, die zwar minimal teurer, in meinen Augen aber spannender sind.

Richtig interessant sind die Lenovo Tablets, wenn es Angebote gibt. Und meiner Erfahrung nach sind die Tablets von Lenovo häufig im Rahmen von Black Fridays und ähnlichen Aktionen deutlich günstiger. Und wenn die Preise um etwa 20% sinken, gibt es von mir eine Empfehlung.

Wie gesagt, eine richtig spannende Alternative zum M10 Plus ist das Xiaomi Redmi Pad, das ich bereits getestet habe. Das ist in der Regel ein klein wenig teurer, hat dafür aber eine deutlich bessere Prozessorleistung und ein schickes 90Hz Display, sodass Animationen flüssiger ausschauen. Einen aktiven Stift unterstützt es allerdings nicht.


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Lenovo Tab M10 und Lenovo Tab M10 Plus 3. Gen
Test: Das Lenovo Tab M10 und M10 Plus der dritten Generation bietet eine solide Verarbeitung, gute Displays und nahezu reines Android. Allzu besonders sind sie aufgrund der relativ schwache Prozessoren jedoch nicht. Vor allem die Akkulaufzeit des M10 enttäuscht. Spannend sind sie aber, wenn Preise im Rahmen von Deal-Aktionen fallen.
Positiv
  • Solide Verarbeitung
  • Gute Displays
  • Reines Android
  • Optionaler Stift
Negativ
  • Schwacher Akku beim M10
  • Vermutlich nur ein Versionsupdate
  • Relativ schwache CPUs

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