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Alldocube KBook Test: Großartiges Display mit schwacher Hardware

Das Surface Book Display des Alldocube KBook schneidet in meinem Test richtig gut ab. Ist es trotz der schwachen internen Hardware trotzdem brauchbar?

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Alldocube KBook Test

Das Alldocube KBook ist ein 13,5 Zoll großes Notebook, das offenbar das gleiche hochauflösende Display des Microsoft Surface Book hat. Außerdem bietet es einen Intel Core m3 Prozessor, 8GB RAM und eine 512GB SSD. Nun, man kann das Alldocube KBook aus China importieren und im Angebot kostet es rund 400 Euro. Ist es das wert? Das erfahrt ihr in diesem Alldocube KBook Test.

Alldocube KBook bei* GearBest

Übrigens, mein Testexemplar habe ich von dem Importshop GearBest bekommen. Zum Launch gibt es dort gerade einen Deal – mit dem Couponcode GBADBK19 bekommt ihr einen kleinen Rabatt.

Design und Verarbeitung

Alldocube KBook Design

Obwohl das Alldocube KBook ein recht preiswertes Notebook ist, schaut es nicht so aus. Tatsächlich bekommen wir ein Aluminiumgehäuse, das schick ausschaut und minimalistisch gehalten ist. Es schaut hochwertig aus und fühlt sich auch so an. Ich glaube niemand würde denken, dass dies ein günstiger Laptop ist. Mit 1,5kg ist es zwar nicht besonders leicht, aber das Gewicht ist in Ordnung. Mir gefällt sehr, dass man das Display um rund 180 Grad aufklappen kann. Das Scharnier erscheint mir als gut gebaut und lässt sich flüssig bewegen.

Schauen wir uns einige Anschlüsse an. Rechts bekommen wir einen USB 3.0 Port und einen normalen Kopfhöreranschluss. Links sitzen ein weitere USB 3.0 Port und – ja, leider – einer dieser runden Anschlüsse für ein Netzteil. Das beiliegende Netzteil hat also kein USB C Kabel. Nun, schön ist wenigstens, dass das Notebook einen USB C Anschluss hat. Und schön ist auch, dass man darüber nicht nur Daten übertragen, sondern auch einen Monitor anschließen und das Notebook darüber auch aufladen kann. Ein SD Kartenslot fehlt jedoch.

Alldocube KBook Displaywinkel

Tastatur, Lautsprecher, Webcam

Das Alldocube KBook hat eine normalgroße Tastatur. Zwar sind die Tasten nicht großartig, doch ist die Tastatur insgesamt solide umgesetzt. Nichts besonderes, aber auch nichts Schlechtes. Ihr solltet jedoch bedenken, dass die Tastatur ein US-Layout hat. Softwareseitig kann man die Tastatur in Windows natürlich auf Deutsch stellen. Wer blind schreiben kann, wird damit gut zurechtkommen. Andernfalls müsstet ihr euch Sticker für die Umlaute kaufen.

Brauchbar ist auch das Touchpad. Es könnte zwar etwas größer sein, doch ist es groß genug. Die Windows 10 Multitouch-Gesten werden unterstützt.

Alldocube KBook Tastatur

Wie bei einem günstigen Laptop üblich, sind die Lautsprecher ziemlich schwach. Sie sitzen im Scharnier und die Tonqualität ist nur ausreichend. Es gibt keinen Bass und der Ton hört sich flach an. Klar, für YouTube ist es in Ordnung, aber erwartet keine gute Soundqualität.

Genau das kann ich auch über die 2 Megapixel Webcam sagen. Fotos und Videos sehen nicht besonders und erst recht nicht gut aus. Aber für Videochats ist die Qualität okay.

Lesen: Dies sind die besten Windows Tablets

Display: Surface Book Bildschirm

Alldocube KBook mit Chrome

Das größte Highlight des Alldocube KBook ist das Display. Laut Alldocube handelt es sich dabei um das gleiche Panel, das Microsoft im Surface Book verwendet. Einen Touchscreen gibt es jedoch nicht. Nun, es ist ein 13,5 Zoll großes Display mit einem 3:2 Seitenverhältnis und einer sehr hohen Auflösung von 3000 x 2000 Pixel.

Aufgrund der hohen Auflösung schaut natürlich alles schön scharf aus. Ja, sogar wenn man mit der Nase direkt davor hockt. Die Blickwinkel sind schön weit und der Bildschirm ist ziemlich hell. Schön ist außerdem, dass das Display vollständig laminiert ist und Farben gut wiedergegeben werden.

Ich habe also nichts Negatives zum Display zu sagen. Es ist eines der besten Bildschirme, die ihr bekommen könnt – ganz unabhängig vom Preis.

Hardware und Leistung

Alldocube KBook Geekbench

Gut, schauen wir uns die interne Hardware und Leistung an. Leider ist dieser Punkt nicht ganz so großartig wie das Display. Stattdessen setzt Alldocube auf ältere Hardware. Im Inneren sitzt ein Intel Core m3 Prozessor – nicht aber ein aktueller der 8. Generation, sondern einer der 6. Generation. Dazu bekommen wir 8GB RAM und eine 512GB SSD. Wenn man das Gehäuse öffnet, kann man die SSD auswechseln.

In meinem Geekbench Benchmark-Vergleich könnt ihr sehen, dass die 6. Generation des Intel Core m3 schneller als aktuelle Intel Pentium Chips ist, die wir oft in günstigen Tablets und Notebooks sehen. Es ist auch flotter als das Microsoft Surface Go. Im Multicore-Test schneidet allerdings der Pentium Silver N5000 besser ab, da er vier Kerne hat. Der Core m3 ist ein Dual-Core Prozessor.

Auch die Cinebench-Ergebnisse zeigen, dass es leistungsstärker als viele günstige Tablets und Notebooks ist. Interessant ist aber, dass die Grafikperformance des Surface Go besser ist. Und ein Core m3 der 7. Generation hat ebenfalls einen deutlich flotteren Grafikchip.

Alldocube KBook Cinebench

Im realen Leben ist die Performance für normale Office Arbeiten und zum Surfen im Internet auf jeden Fall gut genug. Chrome und Microsoft Word laufen gut. Dank den 8GB RAM kann man auch viele Tabs offen haben.

YouTube ist ebenfalls gut brauchbar. Ab und zu kann es aber etwas ins Stottern kommen. Vor allem dann, wenn man versucht Videos in 4K zu schauen. Die sehen auf dem schicken Display wunderbar aus. Aber sobald man mit einem Video startet, springt die CPU-Auslastung auf 100% und die Wiedergabe ist stockend. Nach ein paar Sekunden pendelt es sich meist ein. Trotzdem, wenn ihr Full HD Videos schaut, ist das Wiedergaberlebniss deutlich angenehmer.

Etwas anspruchsvollere Programme wie Adobe Photoshop laufen gut genug. Ich habe ein 24-Megapixel Foto bearbeitet und das funktionierte einwandfrei. Das ändert sich erst, wenn ihr mit vielen Ebenen und Effekten arbeitet.

Alldocube KBook mit Photoshop

Ihr habt es euch sicherlich schon gedacht: Das Alldocube KBook ist kein Spiele-Notebook. Es ist nichts für euch, wenn ihr ein Gerät für Fortnite sucht. Trotzdem kann man natürlich einfachere Spiele spielen. Ich habe Cuphead ausprobiert und das läuft super. Genau das gilt auch für Asphalt 9. Aber anspruchsvolle PC-Titel sind natürlich nicht drin.

Nunja, wie ihr gesehen habt, ist die Leistung des Alldocube KBook nicht großartig. Aber es ist ein günstiges Notebook und bei dem Preis ist das noch in Ordnung und auch Standard. Vor allem wenn ein so hochauflösendes Display dabei ist. Und die Leistung reicht allemal für normale Office-Arbeiten.

Akkulaufzeit

Alldocube KBook Akkulaufzeit

In meinem Akku-Test kam das Alldocube KBook auf eine Laufzeit von gerade so 5 Stunden. Dafür läuft immer ein HD-Video bei 50% Helligkeit in einer Endlosschleife.

Nun, günstige Notebooks haben oft einen schwachen Akku und das seht ihr ja auch hier. Die kurze Akkulaufzeit liegt natürlich auch an dem hochauflösenden Display, das mehr Energie benötigt. Real könnt ihr mehr von einer Laufzeit von 4 Stunden ausgehen, wenn ihr im Internet surft und etwas YouTube schaut. Positiv ist wenigstens, dass das Display bei mittlerer Helligkeit noch sehr hell ist.

Lesen: Dies sind die besten China Tablets

Alldocube KBook Test: Mein Fazit

Alldocube KBook Review

Das ist mein Alldocube KBook Test. Ist es ein gutes Notebook? Das hängt natürlich davon ab, was ihr sucht. Wenn ihr ein Laptop mit einem großartigen Display und einem günstigen Preis sucht, ist es eine ziemlich gute Wahl. Nochmal, das Display ist richtig gut. Mir gefallen auch die Verarbeitung, das einfache Design, und dass wir eine 512GB SSD bekommen. Die meisten habe nur 256GB.

Abgesehen vom Display ist es aber nichts Besonderes. Ich wünschte wir würden einen neueren Prozessor bekommen. Wenn euch das Display nicht so wichtig ist und einfach nur eine flotte Performance benötigt, fahrt ihr mit einem Core i5 Gerät und einer einfachen FullHD-Auflösung besser. Dann müsstet ihr auch eines mit einer besseren Akkulaufzeit bekommen können. Und selbst wenn ihr einen alten Core i5 der 6. Generation bekommt, wird dieser Chip merkbar schneller sein. Beachtet aber auch, dass das Alldocube KBook trotzdem flotter als all die Intel N3350 und N4000 Notebooks ist.


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