Pixel C: Das ist Googles erstes Pro-Tablet mit Tastatur Dock

Das Google Pixel C ist ein neues HighEnd-Tablet, das mit Android 6.0 Marshmallow und einem Tastatur Dock erscheint. Es tritt direkt gegen das iPad Pro an. | Von Andrzej Tokarski am 29. September 2015

Google Pixel C

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Hut ab an Google. Innerhalb der letzten Wochen wurde jedes kleine Detail der neuen Nexus-Smartphones geleakt, doch selbst von der Existenz eines Pixel C Tablets wussten wir bis heute Mittag nichts. Doch dieses gibt es wirklich. Neben den neuen Handys hat Google heute auf einem Presseevent in San Francisco auch ein neues Tablet vorgestellt, das nicht von einem anderen Hersteller unter der Nexus-Marke, sondern als Pixel C direkt von Google erscheint.

Google vermarktet das Pixel C als ein produktives Tablet. Damit ist es eine direkte Konkurrenz zum Microsoft Surface 3 und natürlich auch eine Alternative zum iPad Pro von Apple. Einen aktiven Stylus gibt es hier nicht, doch stattdessen bietet Google optional ein Tastatur Dock an. Doch werfen wir erstmal einen Blick auf das Tablet selbst.

Wie wir heute Mittag bereits gehört haben, ist das Display des Pixel C 10,2 Zoll groß und bietet eine Pixeldichte von 308ppi. Das bedeutet, dass auf dem Panel 2560×1800 Pixel sitzen. Gleichzeitig ist es mit 500nits ausgesprochen hell und dürfte dadurch auch draußen in der Sonne gut nutzbar sein. Zumindest besser als die meisten Tablets, die in der Regel deutlich dunklere Displays haben.

Auch von dem NIVIDIA X1 Chipset wussten wir bereits, der in dem neuen Tablet von Google steckt. Hierbei handelt es sich um einen QuadCore-Prozessor, der durch eine leistungsstarke Maxwell GPU unterstützt wird. Außerdem gibt es einen 3GB großen Arbeitsspeicher und je nach Modell hat der interne Speicher eine Kapazität von 32GB oder 64GB. Eine Option mit 16GB gibt es (glücklicherweise) nicht.

Google Pixel C mit Tastatur Dock

Zur weiteren Ausstattung gehört ein USB Type C Anschluss, den wir bereits von dem letzten Pixel Chromebook, sowie dem Nexus 6P und Nexus 5X kennen. Außerdem sind oben gleich vier Mikrofone angebracht, damit man das Tablet auch von der Couch aus per Spracheingabe bedienen kann, wenn das Pixel C gerade auf dem Esstisch liegt.

Kommen wir zum Tastatur Dock, auf dem man laut Google besonders gut schreiben kann. Das liegt daran, dass die Tastenabstände fast so groß wie bei einer normalen Tastatur sind. Woran liegt das? Google hat einfach wenig genutzte Tasten auf die Bildschirmtastatur verlegt – welche das vor allem bei dem deutschen Layout sind, wissen wir noch nicht.

Schön ist, dass das Pixel C magnetisch an das Tastatur Dock gesteckt wird und die Verbindung so stark ist, dass man die Kombination auch an dem Dock hochheben kann. Die Daten zwischen Dock und Tablet werden per Bluetooth übertragen. Dennoch muss man das Tastatur Dock nicht separat aufladen, denn das geschieht per Wireless Charging durch das Tablet!

Google Pixel C Tastatur

Auf dem Pixel C läuft Android 6.0 Marshmallow, also kein Chrome OS, was man aufgrund des Namens vermuten könnte. Hierbei handelt es sich natürlich um ganz normales Android, auf dem keine extra Oberfläche wie bei den meisten Herstellern liegt. Schön ist, dass Google für das Tablet alle 6 Wochen ein Update herausbringen möchte.

Noch zum Weihnachtsfest soll das Google Pixel C für ab 499 US Dollar erscheinen. Dieser Preis ist für das Modell mit einem 32GB großen Speicher, wer 64GB haben möchte, muss 599 US Dollar auf den Tisch legen. Leider ist das Tastatur Dock nicht inklusive, für dieses werden 149 US Dollar extra verlangt. Über einen Start in Deutschland ist noch nichts bekannt.

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  • disqus_KXn8NxK3TB

    Zunächst mal sehr begrüßenswert, dass Google so was macht. Allerdings – wenn man das Gerät wirklich produktiv(er) nutzen soll – muss Google von einigen Dogmen abrücken. Zumindest in unseren Breiten. Z.B. muss Google dann lokale Speicherweiterungen unterstützen. D.h. im Idelfall ein Steckplatz für eine Speicherkarte – ist dies nicht vorhanden muss der interne Speicher (oder ein großer Teil davon) als echter Massenspeicher mountbar sein und externe Speichermedien müssen anschließbar sein. Und zwar so, dass man auch ohne verrenkungen darauf schreibend zugreifen kann. Es braucht als einen uneingeschränkten USB-Host Modus.

    MIr ist natürlich klar, dass Google diese Features bei den Nexus-Geräten nicht haben will, weil es deren Cloud-Strategie widerspricht. Das Problem ist nur – bei den Preisen, die z.B. in Deutschland für mobile Daten aufgerufen werden, ist Cloud-Speicher nicht wirklich nutztbar. Vom Ausland will ich hier gar nicht mal reden. Produktiv arbeiten heisst mit Daten arbeiten. Wenn ich auf die keinen Zugriff habe ist nix mit produktiv arbeiten.