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Microsoft Surface 3 Test: Meine ersten Eindrücke + Unboxing-Video

Im ersten Teil unseres Microsoft Surface 3 Tests packen wir das neue Windows-Tablet mit Type Cover und Stylus aus. Mein erster Eindruck ist gut, doch ist der Preis zu hoch?

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Microsoft Surface 3 mit Stylus
In Deutschland erscheint das Microsoft Surface 3 erst am 7. Mai – in Taiwan, wo ich mich gerade befinde, erst am 5. Mai. Dennoch hatte ein kleiner Händler das neue Tablet bereits vor Ort und hat es mir verkauft. Ob das alles so richtig ist und Microsoft den Shops bereits erlaubt ihr neustes Surface zu verkaufen, weiß ich nicht – ist aber auch egal. Fakt ist, dass ich das Surface 3 endlich auspacken und ich mit meinem Tablet Test anfangen kann. Beginnend mit einem Unboxing-Video und meinen ersten Eindrücken.

Kurz vorweg noch schnell zu den Preisen: Das Microsoft Surface 3 kostet in Deutschland in der günstigsten Variante 599 Euro (Link zum Angebot). Einige Shops wie Notebooksbilliger bieten das Tablet als Bundle zusammen mit dem Type Cover und Stylus für 759 Euro an (Link zum Angebot). Beides muss man normalerweise extra dazu kaufen, die Tastatur ist also anders als bei einigen anderen Windows-Tablets standardmäßig nicht dabei!

Ich habe bisher jedes Surface getestet, weshalb ich mich freue nun auch das Surface 3 ausprobieren zu können. Hierbei handelt es sich nicht um den Nachfolger des Surface Pro 3, sondern um den des Surface 2. Damals wurden die normalen Surface-Tablets noch mit Windows RT ausgeliefert. Das ist nun nicht mehr der Fall, stattdessen ist eine vollwertige Version von Windows 8.1 installiert. Später kann man es natürlich wie alle anderen Geräte dieser Art kostenlos auf Windows 10 updaten.

Nachdem man das Surface 3 ausgepackt hat, merkt man direkt, dass es sich hierbei um ein Surface handelt – logisch. Die Verarbeitung ist so gut und wertig, wie wir es von den Vorgängern kennen. Das Gehäuse besteht weiterhin aus Magnesium und ist sehr stabil. Nur oben gibt es eine kleine Leiste aus Kunststoff, hinter der sich die Antennen befinden dürften.

Ebenfalls wie bei den Vorgängern, hat Microsoft dem Tablet wieder einen auf der Rückseite fest angebrachten Kickstand spendiert. Diesen kann man in drei verschiedenen Winkeln aufstellen. Darunter sitzt ein MicroSD-Kartenslot, sowie an den Seiten ein vollwertiger USB 3.0 Anschluss, ein Mini Display Port und ein MicroUSB-Anschluss. Über diesen wird das Surface 3 aufgeladen, den magnetischen Stromanschluss der Vorgänger gibt es also nicht mehr.

Neu ist das Display, das diesmal 10,8 Zoll groß und im 3:2 Format gehalten ist. Dementsprechend ist die FullHD-Auflösung mit 1920×1280 Pixel ein wenig höher, als wir es sonst gewohnt sind. Das Display gefällt mir soweit sehr gut, es ist hell und bietet gute Blickwinkel. Außerdem kann man diesmal darauf mit einem Stylus schreiben! Das funktioniert so wie beim großen Bruder, dem Surface Pro 3. Mit einer Ausnahme: Der Stylus ist wie bereits erwähnt nicht standardmäßig dabei.

Microsoft Surface 3 Kickstand

Im Surface 1 und 2 verbaute Microsoft noch einen ARM-Prozessor, deswegen lief auf den Vorgängern Windows RT. Zusammen mit Windows 8.1 setzt Microsoft bei der dritten Generation nun auf einen Prozessor von Intel. Dabei handelt es sich um den neuen Atom x7 Z8700 QuadCore Chipset, dessen vier Kerne bei 1,6GHz takten und im Turbo-Boost auf bis zu 2,4GHz hochgehen können.

Je nach Modell gibt es 2GB Arbeitsspeicher und 64GB internen Speicher oder 4GB RAM und 128GB internen Speicher. Andere Speicheroptionen gibt es nicht. Ich habe mir das Modell mit 2GB RAM und einer 64GB SSD geholt, was für die meisten Anwendungen ausreichen dürfte. Wer tatsächlich plant auf dem Surface 3 viel mit Photoshop oder ähnlich aufwändigen Programmen zu arbeiten, sollte aber zu dem Modell mit 4GB RAM greifen. Oder gleich zum Surface Pro 3, bzw. dem vermutlich gegen Somme erscheinenden Surface Pro 4.

Das Type Cover muss man extra dazu kaufen, was ich auch gemacht habe, denn ohne Tastatur halte ich ein Windows-Tablet für wenig empfehlenswert. Schön ist, dass mit dem Surface 3 auch die Cover der Vorgänger funktionieren. Hattet ihr mal ein Tablet von Microsoft, müsst ihr also nicht noch extra Geld ausgeben.

Wie schon bei den vorherigen Versionen, ist auch das neue Type Cover ziemlich gut. Man kann auf der Tastatur ordentlich und schnell ohne große Umstellungsschwierigkeiten schreiben. Diesen Artikel konnte ich fast genauso bequem auf dem Surface 3 schreiben, wie auf meinem Ultrabook. Unterhalb der Tastatur gibt es noch ein Touchpad, das ist in Ordnung, in den meisten Fällen ziehe ich aufgrund dessen geringer Größe aber den Touchscreen vor.

Microsoft Surface 3 Type Cover

Kommen wir zum Stylus, den man ebenfalls separat erwerben muss. Dieser scheint genauso wie beim Surface Pro 3 zu funktionieren, die Handschrifterkennung ist wie gewohnt super und auch die Integration in OneNote ist gut. Die Umsetzung von Microsoft ist hier wirklich klasse, ja zum produktiven Arbeiten in meinen Augen besser als der S-Pen von Samsung. Einziger Nachteil: Man kann den Stylus an der Seite des Tablets nicht über Magneten befestigen, wie es bei den Pro-Geräten der Fall ist.

Ich denke zu Windows 8.1 muss ich nicht viel schreiben. Es ist hier genau die gleiche Version installiert, wie auf den meisten aktuellen Windows-Geräten. Microsoft Office inklusive OneDrive Speicher ist hier natürlich in einer kostenlosen Jahreslizenz ebenfalls dabei – wie bei der Konkurrenz auch.

Insgesamt gefällt mir das Microsoft Surface 3 soweit sehr gut, aber ich war auch schon ein Fan der Vorgänger. Wer ein Tablet sucht, mit dem man ordentlich und produktiv arbeiten kann, hat hier in meinen Augen eine deutlich bessere Lösung als mit einem Android- oder iOS-Tablet. Im Vergleich zu anderen Windows-Tablets stört mich nur ein wenig der Preis. Ich finde 599 Euro für ein Tablet ohne Tastatur recht viel, auch wenn die Verarbeitung und Umsetzung wirklich klasse ist.

Microsoft Surface 3 erste Eindrücke

Es gibt einige günstigere Alternativen zum Surface 3, dazu gehört das neue Acer Aspire Switch 10 für ab 449 Euro und das ASUS Transformer Book T100 Chi für ab 499 Euro. Bei den Preisen handelt es sich um die Modelle mit 32GB Speicher – wählt man wie bei der günstigsten Variante des Surface 3 64GB, nähern sich die Preise wieder. Jedoch sind bei ASUS und Acer die Tastatur Docks inklusive!

Das hier sind natürlich nur meine ersten Eindrücke, nachdem ich das Surface 3 ein paar Stunden benutzt habe. Ein vollständiger Testbericht folgt später. Was haltet ihr bisher von dem Gerät?


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