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Testberichte

Apple iPad Pro M2 Test: Wirklich besser?

Ist das Apple iPad Pro mit dem M2 Chipset wirklich besser als der Vorgänger? Genau das klären wir in diesem Tablet Test.

Veröffentlicht am

Apple iPad Pro M2

Zusammen mit dem iPad 10 hat Apple auch eine Neuauflage der iPad Pro Serie auf den Markt gebracht. Die wichtigste Neuheit ist der Apple M2 Chipset, der ein gutes Stück leistungsstärker als der M1 der Vorgänger sein soll. Ein paar weitere neue Features gibt es noch – aber viel nicht. Ist das neue iPad Pro wirklich so langweilig wie es erscheint? In diesem iPad Pro M2 Test schauen wir uns die Tablets mal ganz genau an.

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Überhaupt nicht langweilig sind die Preise. Das günstigste 11 Zoll iPad Pro startet nun bei stolzen 1049 Euro. Für das 12,9 Zoll Modell müsst ihr mindestens 1449 Euro auf den Tisch legen. Die Vorgänger waren fast 200 Euro günstiger.

Hardware und Performance

Apple iPad Pro M2 Geekbench

Anstelle des M1 Chipsets sitzt in den neuen iPad Pro Modellen nun der Apple M2 Prozessor. Das ist genau der gleiche Chipset, der auch in einigen MacBooks zu finden ist. Dazu bekommen wir 8GB RAM und 128GB bis zu 2TB internen Speicher. Die Modelle mit 1TB und 2TB haben sogar 16GB Arbeitsspeicher. Alle Versionen könnt ihr auch mit 5G bekommen.

Apple iPad Pro M2 3D Mark Wild Life

Der M2 ist nicht nur in Apples Werbevideos leistungsstärker als der M1, sondern auch in Benchmarks. Sowohl in Geekbench 5, als auch im 3D Mark Wild Life Extreme Test schneiden die Neuauflagen besser ab. Und somit bleibt es dabei, dass das iPad Pro stärker ist als jedes Android-Tablet und auch stärker als das Microsoft Surface Pro 9.

Im realen Einsatz habe ich jedoch keinen Unterschied festgestellt. Ich habe die Vorgänger sehr intensiv genutzt und damit hunderte Fotos in Adobe Lightroom und Photoshop bearbeitet. Mit der neuen Version auch schon – aber ich habe überhaupt keinen Unterschied gemerkt. Auch in meinem Adobe Premiere Rush Rendertest konnte ich keine verbesserte Performance feststellen.

Apple iPad Pro M2 Gaming

Genau das gleiche in meinem Spiele Test. Egal ob PUBG Mobile, Asphalt 9 oder Apex Legend, wie zuvor kann man auch auf den Neuen sämtliche Spiele mit den höchsten Grafikeinstellungen flüssig spielen. Auch intensives Multitasking mit dem Stage Manager ist ohne Ruckler möglich. Und zwar genauso wie bei den Modellen des letzten Jahres.

Warum ist das M2 iPad Pro real nicht schneller als das M1 iPad Pro? Die Antwort darauf ist schnell gefunden. Schon das M1 iPad Pro war so leistungsstark, dass fast keine App und fast kein Spiel die Leistung wirklich komplett ausgenutzt hat. Wenn man Videos bearbeitet, kann man so langsam an die Grenzen kommen – vor allem beim Rendern. Aber ich denke bis DaVinci Resolve fürs iPad erscheint, wird man außerhalb von Benchmarks keinen Unterschied zwischen dem M1 und M2 feststellen können.

Apple iPad Pro M2 Premiere Rush

Übrigens: Wie alle Premium-Tablets kann auch das iPad Pro ziemlich warm werden, beispielsweise wenn ihr Fotos und Videos bearbeitet oder anspruchsvolle Spiele spielt.

Display: Mit Blooming Effekt

Die Displays sind genau die gleichen wir beim Vorgänger. Das 11 Zoll große Modell hat einen normalen LCD mit einer Auflösung von 2388 x 1668 Pixel. Es ist ein richtig guter Bildschirm, der vollständig laminiert ist, True Tone unterstützt, und mit 600 Nits heller als jeder LCD eines Android-Tablets ist. Es ist der beste LCD, den ich bisher gesehen habe.

Apple iPad Pro M2 Display

Beim 12,9 Zoll iPad Pro bekommen wir ein Liquid Retina XDR Display, das ist Apples Markenname für die Mini LED Technologie. Hier liegt die Auflösung bei 2732 x 2048 Pixel und mit 264ppi sind beide gleich scharf. Das Retina XDR Display hat einen stärkeren Kontrast als ein herkömmlicher LCD und besonders Schwarz sieht wie echtes, tiefes Schwarz aus. Außerdem haben wir hier bei HDR-Inhalten eine Spitzenhelligkeit von 1600 Nits.

Lesen: Die besten Tablets mit großem Display

Das Liquid Retina XDR Display ist ein richtig schicker Bildschirm, vor allem wenn ihr Fotos bearbeitet oder Filme schaut. Insbesondere HDR-Filme schauen klasse aus. Genauso wie beim Vorgänger gibt es aber auch hier ein Blooming-Effekt. Schaut ihr im dunkeln einen Film insbesondere bei hoher Helligkeit, dann kann man eine Art Leuchten bei Inhalten mit hohem Kontrast sehen. Beispielsweise wenn ihr einen Abspann seht, wo weißer Text auf schwarzem Hintergrund zu sehen ist.

Apple iPad Pro M2 Blooming Effekt

Ist das ein großes Problem? Nein. Aber innerhalb des letzten Jahres ist mir dieses Leuchten öfters aufgefallen, wenn ich Abends einen Film geschaut habe. Es ist also nicht nur ein theoretisches Problem, sondern tritt auch real auf.

Beide Modelle unterstützen weiterhin 120Hz was Apple ProMotion nennt.

Da das Display so gut ausschaut und auch die vier Lautsprecher großartig sind, habe ich trotzdem sowohl mit dem Vorgänger, als auch mit dem 12,9 Zoll M2 iPad Pro gerne und oft Filme und YouTube geschaut. Und das tue ich auch weiterhin.

Apple iPad Pro M2 Lautsprecher

Apple Pencil 2: Jetzt mit Hover

Eine weitere Neuheit gibt es beim Apple Pencil 2. Das ist genau der gleiche Stift, der auch weiterhin per Induktion an den Tablets aufgeladen wird. Ich finde es ist eindeutig einer der besten Stifte für ein Tablet, echt hervorragend zum Zeichnen, aber auch wenn man viel handschriftlich schreibt.

Apple iPad Pro M2 mit Pencil 2

Die neue Funktion ist ein Hover Feature, das bisher nur mit den neuen iPad Pro Tablets funktioniert. Schwebt die Spitze des Apple Pencil 2 mit maximal 12mm Entfernung über dem Display, wird das erkannt und je nach Feature und App wird ein Effekt angezeigt. Schwebt ihr über einem Icon, wird dieses beispielsweise hervorgehoben. Und in Zeichen-Apps könnt ihr eine Vorschau sehen, wo ihr mit dem Stift landet oder wie gemischte Farben ausschauen.

Abgesehen davon bleibt alles beim Alten. Softwareseitig wird der Stylus weiterhin sehr gut unterstützt. Ihr könnt jederzeit schnell eine neue Notiz starten, das Krizeln Feature funktioniert weiterhin wunderbar, und auch Apple Notes ist eine erstaunlich gute App, obwohl sie so einfach ausschaut.

Lesen: Die besten Tablets mit Stift im Vergleich

Design und Verarbeitung

Apple iPad Pro M2 Design

Beim Design hat sich nichts geändert. Das iPad Pro M2 schaut genauso aus wie die Vorgänger. Es ist sehr hochwertig verarbeitet, besteht komplett aus Aluminium und ist mit genau dem gleichen Zubehör kompatibel. Die 11 Zoll Version ist 5,9mm dünn und das größere 6,4mm. Sie wiegen 466g und 682g.

An den Seiten gibt es jeweils einen Einschaltknopf, die Lautstärkeregler und einen USB C 4 Port mit Unterstützung für Thunderbolt. Vorne sitzt eine 12-Megapixel Webcam mit dem Face ID Sensor. Die Tablets werden per Gesichtserkennung entsperrt und das funktioniert auch im Dunkeln wunderbar.

Apple iPad Pro M2 USB C

Auf der Rückseite sitzt eine weitere 12-Megapixel Kamera und dazu bekommen wir eine 10-Megapixel Ultra-Weitwinkelkamera und den bekannten LiDAR Sensor. Hier hat sich nichts geändert.

Neu ist, dass man nun auch 4K ProRes Videoaufnahmen machen kann. Anscheinend wird das aber nur von Drittapps unterstützt, die es noch nicht gibt. Das ist sowieso nur Marketing von Apple – ich denke kaum jemand wird ernsthaft so professionelle Videoaufnahmen mit dem iPad Pro machen, dass er oder sie ProRes braucht.

Apple Magic Keyboard

Apple iPad Pro M2 mit Magic Keyboard

Da sich am Design nichts geändert hat, sind die neuen M2 iPad Pro Tablets mit genau den gleichen Tastaturen der Vorgänger kompatibel. Neue gibt es nicht. Ihr könnt zwischen einer Tastaturhülle und dem Apple Magic Keyboard wählen, das mehr ein Tastatur Dock ist. Die Tastaturhülle ist für gelegentliche Arbeiten gut geeignet. Mit dem Magic Keyboard bekommen wir hingegen eine richtig gute Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung, eingebautem TouchPad und zusätzlichem USB C Port.

iPadOS 16 und Stage Manager

Apple iPad Pro M2 Stage Manager

So wie auf allen iPad Pros läuft auch auf der Neuauflage iPadOS 16. Klasse finde ich bei iPads immer, dass es viel mehr speziell für Tablets optimierte Apps gibt als für Android oder Windows. Und seit einer Weile sogar richtig professionelle, die richtig gut funktionieren. So halte ich das iPad Pro beispielsweise für Fotografen deutlich besser geeignet als jedes Android- oder Windows-Tablet, da Adobe Lightroom wunderbar funktioniert. Richtig schnell. Und wer Adobe nicht mag, findet zahlreiche Alternativen.

Lesen: Die besten iPad Alternativen im Vergleich

Apple iPad Pro M2 mit Monitor

Neu ist mit iPadOS 16 hauptsächlich der Stage Manager. Das ist verbessertes Multitasking für iPads mit dem M1 oder M2 Chipset. Hier könnt ihr bis zu vier Fenster gleichzeitig öffnen und die Fenster lassen sich übereinander legen und so abspeichern. Ich finde das funktioniert ziemlich gut, macht aber am meisten mit dem 12,9 Zoll iPad Pro Sinn oder wenn ihr es an einen Monitor anschließt.

Akkulaufzeit

Apple iPad Pro M2 Akkulaufzeit

In meinem Akku-Test kamen beide Versionen auf eine Laufzeit von gerade so 6 Stunden. Ich lasse für diesen Test immer ein HD-YouTube-Video bei maximaler Helligkeit in einer Endlosschleife laufen. Bedenkt man wie hell die Displays sind, ist das ein gutes Ergebnis.

Apple iPad Pro M2 Test: Mein Fazit

Apple iPad Pro M2 Test

Also, sind die beiden Apple iPad Pro Tablets mit dem M2 Chipset etwas für euch? Wenn ihr bereits die Vorgänger habt, dann nicht. Klar, die Leistung ist in Benchmarks ein gutes Stück besser, aber real sind die Neuheiten so geringfügig, dass sich ein Upgrade nicht lohnt. Und das kann man sich auch nicht schönreden.

Habt ihr aber innerhalb der letzten zwei bis drei Jahre kein iPad Pro gekauft, dann ist es natürlich eine gute Wahl. Ich halte die neue Generation für die besten Tablets, die es derzeit zu kaufen gibt. Sie sind deutlich leistungsstärker als alle Konkurrenten, die Verarbeitung, Displays und Software sind klasse und auch das Zubehör ist gut umgesetzt. Sie sind nur richtig teuer.

Schauen wir uns die möglichen Alternativen an.

Apple iPad Pro M2 Photoshop

Aus dem Hause Samsung gibt es das Galaxy Tab S8 und Galaxy Tab S8+. Zwar ist die Prozessorleistung ein gutes Stück schwächer, doch abgesehen davon haben diese beiden Android-Tablets fast genau die gleichen Features wie das iPad Pro. Sie sind aber deutlich günstiger, vor allem wenn man die Stifte mit einberechnet. Auch hier bekommen wir schicke Displays mit 120Hz, der S Pen ist inklusive, die Verarbeitung sehr hochwertig und die Akkulaufzeit ist sogar länger.

Sucht ihr ein Tablet zum Arbeiten, ist auch das Microsoft Surface Pro 9 eine spannende Alternative. Es ist sogar ein gutes Stück günstiger als das 12,9 Zoll iPad Pro. Hier bekommen wir ein 13 Zoll 120Hz Display mit Slim Pen 2 Unterstützung, neuste Intel Prozessoren, eine hochwertige Verarbeitung und ein hervorragendes Tastatur Cover. Das Betriebssystem ist jedoch Windows 11.


10

Apple iPad Pro M2
Test: Das Apple iPad Pro M2 ist meiner Meinung nach das derzeit beste Tablet auf dem Markt. Es ist leistungsstärker als alle Konkurrenten, wir bekommen zwei schicke 11 Zoll und 12,9 Zoll Displays und die Verarbeitung ist sehr hochwertig. Wir bekommen hervorragende Premium-Features wie den guten Apple Pencil 2, klasse aber teure Tastatur Cover, sowie Gesichtserkennung und gute Lautsprecher. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich allerdings fast nichts geändert.
Positiv
  • Sehr leistungsstark
  • Schicke Displays
  • Hochwertiges Design
  • Apple Pencil 2
  • Gute Tastaturen
  • Gesichtserkennung
  • Gute Lautsprecher
  • Aktuelle Software
Negativ
  • Sehr hohe Preise

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