Testberichte
Xiaomi Redmi Pad 2 Pro Test: Preis-Leistungs-Sieger mit einer Schwäche
Lest in unserem Test, warum wir das Redmi Pad 2 Pro von Xiaomi guten Gewissens zum Preis-Leistungs-Sieger ernennen können.
Wir haben das neue Xiaomi Redmi Pad 2 Pro in den letzten Wochen intensiv getestet und mit direkten Konkurrenten wie dem Lenovo Idea Tab Plus, dem Honor Pad 10 sowie dem eigenen Vorgänger, dem Redmi Pad Pro, verglichen.
Letzteres war im vergangenen Jahr unser Preis-Leistungs-Sieger. Ob das auch dieses Jahr wieder gilt? Tatsächlich ist uns ein großer Schwachpunkt aufgefallen, der es für manche unbrauchbar macht.
Hardware und Performance
Wir beginnen mit der großen Stärke, nämlich der Hardware und Performance. Im Inneren des Redmi Pad 2 Pro arbeitet ein Qualcomm Snapdragon 7s Gen 4 Prozessor. Es gibt zwei Speichervarianten: 6GB RAM mit 128GB Speicher und 8GB RAM mit 256GB Speicher. Per MicroSD Karte kann man den noch erweitern.
Im Geekbench-Vergleich zeigt sich: Die CPU-Leistung ist rund 20% besser als beim Redmi Pad Pro, während die GPU-Leistung sich sogar mehr als verdoppelt hat. Damit liegt die Performance etwa auf dem Niveau des Honor Pad 10. Und deutlich, deutlich über dem Lenovo Idea Tab Plus, welches ein direkter und ebenfalls sehr neuer Konkurrent ist.

Die Performance ist für alltägliche Aufgaben sehr gut. Surfen im Internet, bisschen Multitasking, all das läuft wunderbar.
Für unseren Gaming-Test haben wir natürlich Fortnite installiert. Bei niedrigsten Grafikeinstellungen kann man 120FPS auswählen und das Spiel läuft sehr flüssig. Allerdings geht es nur auf 60FPS hoch, da scheint es ein künstliches Limit zu geben. Mit epischen Grafikeinstellungen kann man nämlich auch schön flüssig mit 60FPS spielen.

Mit maximalen Einstellungen bringt Minecraft das Tablet ins Stottern. Aber sobald man die Grafik ein bisschen runterschraubt, läuft es natürlich flüssig.
Und das gleiche gilt für fast jedes andere Spiel. Wir haben auch Crossout gespielt und das läuft mit maximalen Einstellungen mit zwischen 70 und 100 FPS, also echt gut.
Insbesondere wenn man den Preis bedenkt, ist die Performance also sehr gut und in diesem Punkt ist es unser Preis-Leistungssieger.
Design und Verarbeitung
Mit seinen 12,1 Zoll gehört das Redmi Pad 2 Pro zu den größeren Tablets und bringt dabei ein recht hohes Gewicht von 610g auf die Waage. Es hat uns überrascht, wie schwer es ist, denn das gleichgroße Idea Tab Plus wiegt nur 530g. Aber das Redmi hat auch einen sehr großen Akku. Und mit 7,5mm ist es zudem vergleichsweise dick.

Die Verarbeitung ist insgesamt solide, aber nicht überragend. Zwar besteht es größtenteils aus Aluminium, doch der Übergang vom Display zum Gehäuse ist nicht so hochwertig. Schön ist dafür, dass es neben einem USB C Port auch einen Kopfhöreranschluss gibt. Der USB C Port ist leider nur USB 2.0.

Ein Fingerabdruckleser fehlt, aber das ist erst bei über 400 Euro üblich.
Vorne und hinten sitzt jeweils eine 8-Megapixel Kamera, mit denen man FullHD-Videos aufnehmen kann. Die Qualität ist für Videochats okay. Aber für viel mehr auch nicht.
Display und Lautsprecher
Das 12,1 Zoll große LCD-Panel bietet eine Auflösung von 2560 x 1600 Pixeln und eine Bildwiederholrate von 120Hz. Die Standardhelligkeit liegt bei 500 Nits, die Spitzenhelligkeit bei 600 Nits.
Das Display ist gerade drauf betrachtet angenehm hell – sogar etwas heller als beim Vorgänger und es ist schön scharf. Allerdings zeigen sich bei schrägen Blickwinkeln deutliche Schwächen: Es wirkt im Winkel deutlich dunkler als die Konkurrenz. Auch dunkler als der Vorgänger.

Und die große Schwachstelle sind nicht nur die schlechten Blickwinkel, sondern auch HDR-Inhalte. Die wirken auf dem Redmi Pad 2 Pro sehr dunkel, Farben sehen flach aus und leuchten überhaupt nicht. In diesem Punkt war der Vorgänger deutlich besser und auch die anderen Konkurrenten haben mit HDR keine Probleme.

Nun, das ganze lässt sich bisschen relativieren, denn wie häufig schaut ihr euch HDR-Inhalte an. Ich z.B. fast nie, auch weil mein Netflix Abo gar nicht HDR beinhaltet. Es ist mir eben nur aufgefallen, weil wir diesen HDR-Test standardmäßig durchführen. Aber klar, wenn ihr Netflix mit HDR abonniert habt, sind das Honor Pad 10 und Lenovo Idea Tab Plus für euch deutlich besser geeignet.
Abgesehen vom HDR kann man auf dem Redmi Pad 2 Pro sehr gut Netflix schauen. Und die Lautsprecher sind für diesen Preis tatsächlich ein Highlight. Sie werden lauter als alle Konkurrenten und hören sich mit aktiviertem Dolby Atmos gut an.
Stift und Tastatur Cover
Xiaomi bietet für das Redmi Pad 2 Pro sowohl ein offizielles Tastatur-Cover als auch den Redmi Smart Pen an – beide müssen allerdings separat erworben werden. Und übrigens auch separat geladen werden, nämlich per USB C.

Das Tastatur-Cover verbindet sich per Bluetooth und da das Display so groß ist, kann auch die Tastatur groß sein, sodass man damit längere Texte durchaus angenehm schreiben kann. Allerdings ist die Tastatur komplett aus Plastik gefertigt und wirkt nicht sehr hochwertig. Uns fehlt auch ein Touchpad, wobei alle Konkurrenten leider ebenfalls keines bieten. Und klar ist, dass so ein offizielles Cover fast immer besser ist als die von Drittanbietern.

Der Redmi Smart Pen funktioniert überraschend gut. In der Notizen-App „Noteshelf 3“ reagiert der Stift schnell und präzise und liegt dabei angenehm in der Hand. Man kann damit durchaus gut Notizen aufschreiben und ein bisschen zeichnen. Wenn für euch der Stift das allerwichtigste Feature ist, empfehlen wir trotzdem eher das Samsung Galaxy Tab S10 Lite mit S Pen.
Software
Ausgeliefert wird das Tablet mit HyperOS 2 auf Basis von Android 15. Laut Xiaomi Security Center sind bis November 2029 Sicherheitsupdates garantiert – also vier Jahre. Das ist für ein Gerät dieser Preisklasse solide.

HyperOS 2 ist angenehm aufgeräumt, reagiert flott und bietet schöne Animationen. Bloatware ist keine vorinstalliert, das ist klasse. Zwar fehlt ein Desktopmodus, aber man kann das Display sowieso nicht an externe Monitore anschließen.
Akkulaufzeit
Der Akku ist mit 12000mAh außergewöhnlich groß und lädt mit 33 Watt auf. In unserem Akku-Test, bei dem wir ein HD-YouTube-Video in einer Endlosschleife bei maximaler Helligkeit laufen lassen, erreicht das Redmi Pad 2 Pro eine Laufzeit von 8,68 Stunden. Das ist ein ordentlicher Wert, aber nicht Spitzenklasse.

Redmi Pad 2 Pro Test: Unser Fazit
Das Xiaomi Redmi Pad 2 Pro hat also ein paar Schwächen. Die Blickwinkel können besser sein, HDR-Inhalte werden nicht gut wiedergegeben, und es ist recht schwer. Aber dafür ist die Prozessorleistung für diese Preisklasse hervorragend, die Lautsprecher sind schön laut, und Stift und Tastatur sind solide Zubehöre.

Insgesamt halten wir das Preis-Leistungsverhältnis für hervorragend. Und das liegt vor allem an dem Preis. Der UVP liegt zwar bei 299 Euro, doch kann man es schon für unter 250 Euro bekommen. Und wir gehen stark davon aus, dass es schnell mehr in Richtung 230 Euro, an Prime Day und Co. vermutlich sogar Richtung 200 Euro gehen wird. Und zu dem Preis ist es echt klasse.
Das Honor Pad 10 ist ein guter Konkurrent, doch fallen die Preise hier leider nicht so schnell. Doch bevor ihr irgendeine Entscheidung fällt, müsst ihr euch unbedingt unseren Test vom Xiaomi Pad 7 anschauen. Das Tablet ist nämlich deutlich besser als das Redmi Pad 2 Pro und die Preise fallen bereits in Richtung 300 Euro – also in Richtung UVP vom Redmi.

Sehr leistungsstark
Gute Lautsprecher
Solides Zubehör
Sehr günstig
Probleme mit HDR-Inhalten
Schwache Blickwinkel
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