Testberichte
Xiaomi Pad 8 (Pro) Test: Besser als Samsung & OnePlus?
Das Pad 8 und Pad 8 Pro von Xiaomi sind zwei starke Android-Tablets, aber bestehen sie im Test gegen die Konkurrenz von Samsung und OnePlus?
Das Xiaomi Pad 8 und das Pad 8 Pro sind aktuell zwei der stärksten Tablets, die ihr auf dem Markt finden könnt. Wir haben sie fast einen Monat lang intensiv getestet, darauf gearbeitet und jede Menge Spiele gespielt. Dabei haben wir sie auch mit der Konkurrenz von OnePlus, Samsung und den eigenen Vorgängern verglichen. Und Spoiler: Uns ist ein massives Downgrade aufgefallen.
Specs, Performance und Benchmarks
Fangen wir direkt mit der größten Stärke an: der Performance.
Das normale Pad 8 läuft mit dem Snapdragon 8s Gen 4 Prozessor, während im Pad 8 Pro der Flaggschiff-Chip Snapdragon 8 Elite steckt. Der ist zwar mittlerweile ein Jahr alt, aber immer noch einer der schnellsten Android-Chips auf dem Markt.
Beide Tablets starten mit 8 GB RAM und 128 GB Speicherplatz, aber ihr könnt sie auf bis zu 16 GB RAM und 512 GB Speicher upgraden. Ob wirklich alle Speicheroptionen in Deutschland erscheinen werden, wissen wir aber noch nicht.
Im Alltag laufen beide Geräte absolut flüssig, also beim Scrollen durch Social Media oder beim Surfen im Netz. Und auch schnelles und intensives Multitasking ist drin. Einen echten Leistungsunterschied zwischen den beiden Modellen merkt ihr eigentlich nur bei anspruchsvollen Games und in Benchmarks. Schauen wir uns die mal an.

Bei Geekbench 6, mit dem wir die CPU-Geschwindigkeit messen, liegt das Xiaomi Pad 8 Pro im Single- und Multi-Core-Test exakt Kopf an Kopf mit dem OnePlus Pad 3. Und das Samsung Galaxy Tab S11 ist im Single-Core 10 % langsamer.
Das Standard-Pad 8 ordnet sich eher in der gehobenen Mittelklasse ein. Es ist 33 % langsamer als die Pro-Version, sowohl im Single- als auch im Multi-Core, und 20 % langsamer als das iPad 11 im Single-Core. Aber es liegt trotzdem weit über dem Galaxy Tab S10 FE von Samsung. Es ist im CPU-Single-Core-Test 55 % schneller.

Für die Gaming-Leistung ist die GPU wichtig, die wir mit 3DMark testen. Im „Wildlife Extreme“-Test zieht das Pad 8 Pro mit dem Galaxy Tab S11 gleich und lässt damit jedes andere Android-Tablet hinter sich. Aber auch das normale Pad 8 schlägt sich gut: Es ist 45 % schneller als das Xiaomi Pad 7 Pro aus dem letzten Jahr und 55 % schneller als das iPad 11.
Gaming Performance
Beim Gaming ist das Pro besser als das einfache Modell.
Bei Delta Force sieht man den Unterschied extrem: Das Pad 8 schafft die 120 FPS nur auf der Grafikeinstellung „Standard“. Das Pro-Modell hingegen ballert die 120 FPS auf HD-Einstellungen raus.
Wir haben beide Tablets mal eine Stunde lang mit anspruchsvollen Spielen getestet, um zu schauen, ob sie überhitzen und die Leistung drosseln. Das Ergebnis: Selbst nach einer Stunde kam das Pad 8 nie über 44 Grad. Das Pro-Modell wird bei den härtesten Spielen sogar kaum warm.
Lesen: Die 12 besten kostenlosen Android-Spiele: Alle Genres
Bei Fortnite ändert sich das Bild allerdings ein bisschen. Es ist ja schon länger so, dass Xiaomi-Geräte bei Fortnite von der Software auf 60 FPS limitiert werden, völlig egal, wie viel Leistung sie eigentlich haben. Das ist hier leider auch der Fall. Beide Tablets packen zwar super flüssige 60 FPS auf „Epic“-Einstellungen, aber ohne diese Software-Bremse ginge da noch viel mehr. Echt schade, denn das Galaxy Tab S11 schafft Fortnite mit 120 FPS auf den höchsten Einstellungen.
Weiter geht’s mit Roblox. Die Leistung reicht bei beiden dicke für richtig anspruchsvolle Minigames wie „Twisted“. Selbst nach 20 intensiven Minuten kleben beide Tablets stabil an der 60-FPS-Grenze, was bei Roblox ja ohnehin das Limit ist.
Ganz klar: Es gibt aktuell kaum Android-Games, die diese Tablets wirklich ans Limit bringen. Mit dem Pad 8 Pro könnt ihr die Grafik eben noch ein Stückchen höher drehen. Aber unterm Strich sind beide klasse fürs Gaming.
Display: Nicht schlecht, aber eben kein OLED
Die Xiaomi Pads kommen mit scharfen und hellen 11,2-Zoll-LCD-Displays. Sie bieten eine 3,2K-Auflösung und werden bis zu 800 Nits hell. Das reicht, um sie in hellen Räumen oder auch mal draußen zu nutzen.

Dank 144 Hz Bildwiederholrate sehen Animationen butterweich aus, was natürlich auch beim Spielen Spaß macht. Der einzige kleine Haken ist für einige das 3:2-Format. Wenn ihr einen normalen Film schaut, habt ihr oben und unten dicke schwarze Balken.
Wenn ihr wie ich fast nur alte Star Trek Serien schaut, ist das hingegen ein Feature und kein Bug, da die ja in 4:3 gedreht wurden.
Aber ja, sonst sehen Serie und Filme auf dem Samsung Galaxy Tab S11 mit seinem AMOLED-Panel und dem 16:10-Format viel besser aus. Schwarz ist dort echtes schwarz, der Kontrast stärker und HDR wird heller. Aber für LCD-Bildschirme sind die von Xiaomi wirklich fast so gut, wie es technisch überhaupt möglich ist. Die Blickwinkel sind stabil, der Kontrast passt und HDR-Videos sehen ebenfalls gut aus.
Lautsprecher: Ein massives Downgrade
Kommen wir zum Sound und hier gibt es leider schlechte Neuigkeiten. Unser erster Eindruck vom Quad-Speaker-Setup war echt enttäuschend. Wenn man das Xiaomi Pad 7 daneben legt, klingt das ältere Modell tatsächlich klarer und hat den besseren Bass. Es wird sogar einen Tick lauter!
Es scheint so, als hätte Xiaomi die Lautsprecher heimlich downgegradet. Wenn euch Sound wichtig ist, können wir diese Tablets im Vergleich zu Samsung oder Lenovo leider nicht empfehlen. Sehr schade und das ist auch das Downgrade, von dem ich am Anfang gesprochen habe.
Design und Verarbeitung
Optisch sind die Tablets hübsch und minimalistisch gehalten. Das Gehäuse besteht komplett aus Aluminium, hat flache Kanten und abgerundete Ecken. Das Material fühlt sich sehr hochwertig an und sie sind mit 5,75mm schön flach und wiegen gerade mal 485 Gramm.
Ihr bekommt beide Modelle in einem dezenten Grün, einem Grau oder einem Hellblau. Sieht schick aus.

An der rechten Seite gibt es einen USB-C 3.2 Anschluss. Das heißt, ihr könnt Daten mit bis zu 5 Gbit/s übertragen und sogar einen externen Monitor oder Beamer anschließen. Einen Micro-SD-Slot für mehr Speicher oder einen Kopfhöreranschluss sucht ihr allerdings vergebens. Das wird bei den meisten Marken ja leider langsam zum Standard.

Wenn ihr genau hinsieht: Im Power-Button des Pad 8 Pro ist ein Fingerabdrucksensor integriert. Der reagiert schnell, sehr zuverlässig und die Position ist gut, um das Tablet sofort zu entsperren. Das geht deutlich flotter als beim normalen Pad 8 Fingerabdruckleser.
Dort und auch beim Pro könnt ihr alternativ den Standard-Face-Unlock nutzen. Der ist aber natürlich nicht so sicher wie ein Fingerabdruck und funktioniert auch nicht in Banking-Apps.
Akkulaufzeit
Die Akkukapazität liegt bei beiden Modellen bei 9200 mAh. Das Pro lädt mit flotten 67 Watt, das normale Pad 8 mit etwas gemütlicheren 45 Watt.

Für unseren Alltags-Akkutest lassen wir ein HD-YouTube-Video auf voller Helligkeit in Dauerschleife laufen. Das Xiaomi Pad 8 macht hier nach 6 Stunden und 55 Minuten schlapp, das ist sogar ein schlechterer Wert als beim Pad 7 vom letzten Jahr. Das Pad 8 Pro hält immerhin 7,5 Stunden durch, bevor der Bildschirm schwarz wird.
Die Werte sind absolut okay, aber das OnePlus Pad 3 schafft trotz größerem und hellerem Display über 9,5 Stunden. Und klar: Jedes Tablet mit OLED-Display hält beim Video-Streaming ohnehin länger durch.
Stylus: Der Xiaomi Focus Pen Pro
Der neue Xiaomi Focus Pen Pro bringt ein paar Upgrades mit. Wir haben jetzt über 16.000 Druckstufen, ein neues Gyroskop, haptisches Feedback und eine „Squeeze“-Funktion, ihr könnt ihr also drücken. Erinnert stark an den Apple Pencil Pro, klar, aber das ist ja nichts Schlechtes, schließlich ist das einer der besten Stifte auf dem Markt.
Es macht übrigens keinen Unterschied, ob ihr auf dem Pad 8 oder dem Pro zeichnet und schreibt. Gleicher Stift, gleiche Software, gleiche Probleme.

Das Zeichnen fühlt sich mit dem neuen Pen definitiv besser an. Gewicht und Größe passen, die Druckempfindlichkeit funktioniert in jeder von uns getesteten App tadellos und es gibt überhaupt keine spürbare Verzögerung. Selbst wenn man in der Sketchbook-App mit unzähligen Ebenen arbeitet. Mit einem Doppeltipp an der Seite wechselt ihr zum letzten Tool. Die neue Squeeze-Funktion fanden wir aber eher „nice to have“. Die öffnet nur ein paar Shortcuts für Screenshots und zwei andere Apps.
Uns ist aber etwas aufgefallen: Wenn ihr beim Malen etwas fester aufdrückt, seht ihr auf dem Display weiße Schlieren um die Stiftspitze herum. Genau der Effekt, den man hat, wenn man mit dem Finger fest auf einen PC-Monitor drückt. Das ist kein Weltuntergang und macht nichts kaputt, aber bei Samsung-Tablets passiert das nicht.
Wo Xiaomi dringend nachbessern muss, ist die Software. Die eigenen Notizen- und Zeichen-Apps können Samsung oder Huawei einfach nicht das Wasser reichen. Wer es ernst meint, muss auf Drittanbieter-Apps wie Sketchbook fürs Zeichnen oder Noteshelf 3 für Notizen ausweichen.
Lesen: Die 10 besten Notizen Apps für Android Tablets
Tastatur-Hüllen (Keyboard Cover)
Für beide Tablets gibt es zwei verschiedene Tastatur-Optionen.
Die erste ist das günstigere und leichtere „Folio Keyboard“. Hier stellt ihr das Tablet in einem festen Winkel auf. Wenn ihr nur ab und zu mal eine Mail tippen wollt, ist das völlig ausreichend, aber es hat eben kein Trackpad. Wenn ihr das wollt, müsst ihr mehr Geld für das „Focus Keyboard“ auf den Tisch legen.

Das Focus Keyboard fühlt sich hochwertiger an, ist aber auch schwerer. Die Idee dahinter: Das Tablet wird zur mobilen Workstation, inklusive großem Trackpad. Es nutzt das gleiche „schwebende“ Design, das wir vom Apple Magic Keyboard kennen.

Und auch wenn das Schweben optisch was hermacht, hat es einen großen Nachteil: Das ganze Gewicht des Tablets liegt beim Tippen sehr weit hinten. Damit auf dem Schoß zu arbeiten, ist fast unmöglich, weil das Ganze ständig nach hinten wegkippen will. Den Blickwinkel könnt ihr wegen des Designs auch nicht weiter als etwa 100 Grad nach hinten klappen. Die Apple Tastatur hat das gleiche Problem.
Beide Tastaturen haben also ihre Tücken. Wenn euch die Tastatur besonders wichtig ist, empfehlen wir euch eher das größere Samsung Galaxy Tab S10 FE+, denn das hat eine klasse Tastatur.
Lesen: Die besten Tablets mit Tastatur im Test
Software und Updates
Die Tablets laufen mit dem neuen HyperOS 3, das auf Android 16 basiert. Derzeit wissen wir noch nicht, wie lange es Updates erhalten wird – aber einige Jahre werden es auf jeden Fall sein, das muss es ja wegen der EU-Regulierung.
Ziemlich erfrischend: Abgesehen von Booking.com gibt es auf den Tablets fast keine nervigen vorinstallierten Apps, also kaum Bloatware. Verglichen mit den günstigen Redmi-Tablets ist das ein richtig schön aufgeräumtes Android.

Wie Samsung und Apple bietet auch Xiaomi einen Desktop-Modus namens „Workstation“ für besseres Multitasking. Apps öffnen sich dann in Fenstern statt im Vollbild, ihr könnt sie in der Größe verändern und bis zu vier gleichzeitig offen haben. Ganz ehrlich? Wir haben im Alltag trotzdem meistens den normalen Tablet-Modus genutzt. Der Workstation-Modus hat noch Bugs und macht nicht so viel Spaß.
Der Workstation-Modus wäre auf einem externen Monitor sicherlich besser, aber beide Pad 8 Modelle können ihren Bildschirm leider nur spiegeln. Einen eigenständigen zweiten Desktop gibt es nicht. Das können Apple und Samsung besser.
Kameras: Fotos, Videos und Selfies
Das Pad 8 hat hinten eine 13-Megapixel-Kamera und vorne 8 Megapixel für Selfies. Das Pro-Modell rüstet ordentlich auf: 50 MP hinten und 32 MP vorne. Klingt auf dem Papier erstmal richtig gut.

Und auch in der Realität schießen beide Tablets erstaunlich gute Fotos und Videos. Bei der Hauptkamera hinten merkt man dank des 50-MP-Sensors beim Pro definitiv mehr Schärfe und Details. Aber selbst der 13-MP-Sensor des Standard-Modells macht ziemlich scharfe Bilder. Das Gleiche gilt für Videos.

Die Selfie-Kameras auf der Vorderseite sind ebenfalls top, doch trotz der unterschiedlichen Megapixel Anzahl haben wir kaum einen Unterschied zwischen den beiden festgestellt.
Xiaomi Pad 8 (Pro) Test: Unser Fazit
Wir finden, dass das normale Xiaomi Pad 8 eine richtig gute Leistung, ein tolles Display und eine hochwertige Verarbeitung bietet. Besonders dann, wenn der Preis noch ein bisschen sinkt. Wenn ihr ein richtig gutes Tablet zum Spielen sucht oder abends einfach Netflix und YouTube auf dem Sofa streamen wollt, können wir es empfehlen.
Wenn ihr nicht zwingend den Fingerabdrucksensor und das allerletzte bisschen Leistung braucht, gibt es auch kaum einen Grund, mehr Geld für die Pro-Version auszugeben.

Das Pad 8 Pro steckt nämlich in einer etwas seltsamen Position. Ja, es ist eines der schnellsten Android-Tablets überhaupt. Aber wir würden es euch nur empfehlen, wenn ihr unbedingt im 11-Zoll-Bereich bleiben wollt, oder wenn es deutlich günstiger im Angebot ist als das OnePlus Pad 3. Das OnePlus bietet euch nämlich grob dieselbe Gaming-Power, aber mit einem viel größeren Display.
Egal wie ihr euch entscheidet: Schaut euch unbedingt unsere Liste mit den aktuell besten Android-Tablets an. Wir testen nahezu jedes Tablet auf dem Markt, und in diesem Artikel könnt ihr lesen, was Konkurrenten wie Samsung oder Lenovo zu bieten haben!

Elite-Performance
Gute Kameras
Helles und scharfes Display
Sehr hochwertige Verarbeitung
Unterdurchschnittliche Lautsprecher
Teurer, aber nur durchschnittlicher Stylus und Tastatur
Wenig Speicher und RAM in der Basisversion
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