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Testberichte

Teclast M20 Unboxing und Kurztest: So gut ist das 150 Euro Tablet

Das Teclast M20 ist ein spannendes China-Tablet mit einem 10,1 Zoll Display, das nur 150 Euro kostet. Hier ist mein erster Eindruck in einem Unboxing-Video.

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Das Teclast M20 ist ein neues China-Tablet, das ein sehr hochauflösendes 10,1 Zoll Display, einen Helio X23 Deca-Core Prozessor und reines Android 8.0 Oreo bietet. Trotzdem kostet es im Angebot knapp unter 150 Euro, ist also ziemlich günstig. Bei mir ist das Teclast M20 nun eingetroffen und ich starte meinen Test mit einem Unboxing-Video und meinen ersten Eindrücken.

Teclast M20 bei* GearBest

Übrigens: Mein Testexemplar habe ich von GearBest bekommen, die Tablets wie diese von China in die ganze Welt exportieren. Dort kostet es im Angebot gerade knapp unter 150 Euro.

Design und Verarbeitung

Teclast M20 ausgepackt

Obwohl das Teclast M20 so günstig ist, besteht das Gehäuse tatsächlich größtenteils aus Metall. So bekommen wir eine Metallrückseite und einen schmalen Kunststoffrahmen, der um das Display herumsitzt. Richtig hochwertig fühlt es sich trotzdem nicht an. Das liegt auch daran, dass es mit 10mm relativ dick ist. Auch das Gewicht von 594,6g ist für ein Gerät dieser Größe recht schwer.

An den Seiten bekommen wir einen microUSB-Anschluss, einen normalen Kopfhöreranschluss und zwei Lautsprecher. Oben kann man außerdem eine Kunststoffklappe öffnen, um eine MicroSD-Karte und bis zu zwei SIM-Karten einzulegen. Tatsächlich erscheint das Teclast M20 standardmäßig mit LTE. Das für Deutschland wichtige Band 20 wird jedoch nicht unterstützt.

Die Kameras bieten eine Auflösung von 5 und 2 Megapixel. Einen Fingerabdruckscanner gibt es nicht.

Display und Hardware

Das Display des Teclast M20 ist 10,1 Zoll groß und hat eine Auflösung von 2560 x 1600 Pixel. Tatsächlich ist die Auflösung damit so hoch wie bei Konkurrenten bekannterer Hersteller, die mindestens das Doppelte kosten. Dadurch sehen insbesondere Texte und Icons schön scharf aus. Auch dann, wenn man das Tablet direkt vor die Nase hält.

Auch die restlichen Eigenschaften sind ziemlich gut. So bietet es weite Blickwinkel, es ist noch ausreichend hell und auch die Farbwiedergabe ist in Ordnung. Richtig schade ist jedoch, dass das Display nicht laminiert ist. Das bedeutet, dass es zwischen dem Touchscreen und IPS-Panel eine kleine Luftlücke gibt. Dadurch spiegelt der Bildschirm einfacher und in der direkten Sonne kann man fast nichts erkennen.

Zwar haben Geräte bekannterer Hersteller auch immer mal wieder nicht laminierte Displays, wie beispielsweise das iPad 2018 (Test), doch ist das trotzdem nicht schön. In dieser Preisklasse gibt es mit dem Amazon Fire HD 10 (Testbericht) einen starken Konkurrenten. Dieses hat nämlich ein laminiertes Display.

Teclast M20 Kurztest

Im Teclast M20 sitzt ein MediaTek Helio X23 Deca-Core Prozessor. Es gibt insgesamt zehn Kerne, von denen zwei mit bis zu 2,3GHz laufen. Zusätzlich bekommen wir 3GB RAM und einen 64GB eMMC Flash-Speicher. Neben WLAN und LTE unterstützt es auch GPS.

Bedenkt man den Preis, ist die Performance des Helio X23 relativ gut. Tatsächlich sind die Benchmark-Ergebnisse richtig gut. So kommt es in AnTuTu auf ein Ergebnis von über 97600 Punkte und in Geekbench 4 erreicht es rund 1580 und 4620 Punkte. Damit ist es stärker als die meisten Tablets in dieser Preisklasse.

Das sind allerdings Benchmarks. Im realen Einsatz ist die Leistung zwar auch für alle gängigen Anwendungen ausreichend, doch ist es kein perfektes Spiele-Tablet. Viele Games wird man nur mit niedrigen bis mittleren Grafikeinstellungen flüssig spielen können. Ich habe PUBG Mobile ausprobiert und das läuft mit niedrigen und mittleren (balanced) Grafikeinstellungen. Es gibt aber immer mal wieder deutliche Ruckler.

Software: Android 8.0 Oreo

Richtig schön ist, dass auf dem Teclast M20 ab Werk Android 8.0 Oreo läuft. Ich gehe jedoch nicht davon aus, dass es je ein Update auf Android 9.0 Pie geben wird. Das bekommt allerdings so gut wie kein Tablet, das unter 200 Euro kostet.

Schön ist außerdem, dass die Oberfläche von Android 8.0 Oreo nicht großartig angepasst wurde. Wir bekommen hier ziemlich reines Android und es sind nur wenige Apps vorinstalliert. Das ist super.

Wie gesagt, ein direkter Konkurrent ist das Amazon Fire HD 10, das sehr stark angepasst ist. In diesem Punkt gefällt mir das Teclast M20 besser.

Teclast M20 Unboxing

Vorläufiges Fazit

Um das Teclast M20 abschließend bewerten zu können, muss ich es noch richtig testen. Das wird einige Wochen dauern. Schön ist, dass wir ein sehr hochauflösendes Display bekommen, die Performance gut genug ist und Features wie GPS unterstützt werden. Richtig schade ist hingegen, dass das Display nicht laminiert ist. Klar, beim iPad ist das auch so, aber trotzdem ist das nicht schön.

Dadurch ist mein erster Eindruck vom Teclast M20 nicht ganz so gut wie beim Teclast T20, das vieles richtig macht. Da man bei Tablets aus China ggf. auch auf Garantien und Support verzichten muss, dürfte das Amazon Fire HD 10 für viele besser geeignet sein. Und wer mehr Geld ausgeben kann, sollte sich auch das Teclast M20 anschauen.


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