Testberichte
Samsung Galaxy Tab A11 Test: Bestes Billig-Tablet?
Lohnt sich der Kauf von Samsungs neuem Einsteiger-Tablet Galaxy Tab A11? Wir verraten es euch in unserem ausführlichen Praxistest.
Das Galaxy Tab A11 ist Samsungs neuestes und günstigstes Tablet. Der UVP startet bei 149 Euro, doch denken wir, dass der Preis schnell in Richtung 100 Euro fallen wird. Dennoch versprechen sie ganze sieben Jahre lang Updates, jetzt auch für ihre preiswerten Geräte.
Wir haben das Galaxy Tab A11 die letzten Wochen über ausführlich getestet, es mit der Konkurrenz wie dem Lenovo Tab One verglichen, und dabei sind uns zwei Probleme aufgefallen.
Design & Verarbeitung
Wir beginnen erst mit dem Design und der Verarbeitung. Das Galaxy Tab A11 sieht genauso aus wie der Vorgänger, das Galaxy Tab A9. So ziemlich alles ist gleich. Aber das Tab A9 von 2023 hat schon ein ziemlich schickes Design, besteht größtenteils aus Metall, und deshalb ist es nicht schlimm, dass Samsung hier nichts ändert. Nur die Displayränder könnten vielleicht bisschen dünner sein.
Mit 8,7 Zoll ist es deutlich kleiner als die meisten Tablets auf dem Markt und deswegen hat es nicht ganz so viel Konkurrenz. Gerade weil es so klein ist, fühlt es sich mit 8 Millimetern aber überraschend dick an. Trotzdem liegt es gut in der Hand und wiegt nur 337 Gramm. Die Verarbeitung ist definitiv eines der Highlights, vor allem bei dem Preis.

Was kein Highlight ist, ist der fehlende Support für den S-Pen oder ein offizielles Tastatur-Cover von Samsung. Klar, ihr könnt jede andere Tastatur anschließen und für Unterschriften oder so kann man einen kapazitiven Stift benutzen. Wer aber ernsthaft Notizen aufschreiben oder zeichnen möchte, sollte nicht zum A11 greifen.
Es gibt keinen Fingerabdruckleser und auch wenn Gesichtserkennung über die Webcam unterstützt wird, ist das nicht sonderlich sicher. Für Banking-Apps muss man eine PIN oder ein Passwort verwenden.

Mit der 5-Megapixel Frontkamera kann man durchaus ordentlich Videochats über Zoom und Co. führen und die 8 Megapixel Hauptkamera ist zum Scannen für PDFs ausreichend. Aber klar, keine der beiden Kameras ist richtig gut.
An den Seiten findet ihr einen MicroSD-Kartenslot und einen SIM-Slot, falls ihr das LTE-Modell kauft. Es gibt einen USB-C 2.0 Anschluss, der natürlich keine externen Monitore unterstützt, aber das ist in dieser Preisklasse immer so.
Klasse ist hingegen, dass ein 3,5mm Audioanschluss eingebaut ist. Falls ihr kabelgebundene Kopfhörer benutzt, braucht ihr also keinen Adapter und die Ausgabequalität ist gut.
Display & Lautsprecher
Beim Display hat Samsung im Vergleich zum Galaxy Tab A9 tatsächlich etwas verbessert. Statt eines 60Hz-Bildschirms gibt es jetzt bis zu 90Hz Bildwiederholrate, wodurch sich Animationen und Spiele flüssiger anfühlen.

Sonst ist es aber genau das gleiche wie beim A9. Das Panel ist 8,7 Zoll groß und mit 500 Nits hell genug. Es gibt aber einen großen Nachteil: Es hat nur eine Auflösung von 1340 x 800 Pixeln. Das heißt, wenn man nah dran ist, sieht man einzelne Pixel, und das Bild ist insgesamt nicht so scharf wie bei anderen Tablets. Das ist natürlich nicht so schön, vor allem wenn man scharfe Displays gewohnt ist. Und selbst sehr billige Handys haben heutzutage schärfere Displays.
Wir haben das Display des A11 beim YouTube-Schauen mit dem Lenovo Tab One verglichen, das unter 100 Euro kostet. Beide Tablets haben die gleiche Auflösung und ähnliche Helligkeit, deshalb waren wir echt überrascht, dass das Lenovo Tab One in dunklen Szenen viel dunkler wird und allgemein natürlichere Farben hat. Das Tab One hat also ein etwas besseres Display.

Die Lautsprecher klingen für YouTube okay, aber Filme schauen oder Musik hören ist kein wirklich schönes Erlebnis. Der Ton ist klar, hat aber quasi keinen Bass und besonders laut werden die Lautsprecher auch nicht. Aber für den Preis ist das schon okay.
Hardware und Performance
Kommen wir zur Leistung.
Unser erster Eindruck vom Tab A11 war: Das Tablet ist viel zu langsam, absolut inakzeptabel. Anfangs froren Apps ein oder stürzten ab, und das ganze System war wegen der Lags kaum bedienbar.
Das wurde besser, nachdem das Tablet die anfänglichen Updates installiert hatte. Wir haben außerdem in den Bedienungshilfen die Animationen ausgeschaltet, wodurch es besser reagiert. Das macht zwar die 90-Hz-Bildwiederholrate ziemlich nutzlos, da ihr sie kaum sehen werdet, aber immerhin ist es dann flüssig.
Das Galaxy Tab A11 ist also benutzbar. Aber wir sind wirklich enttäuscht vom Mediatek Helio G99 Prozessor. Das ist derselbe Chip wie im Galaxy Tab A9 von vor zwei Jahren. Der Arbeitsspeicher ist mit 4 GB ebenfalls gleich geblieben, und der Speicher startet immer noch bei mickrigen 64 GB. Das reicht kaum aus. Wenigstens gibt es Platz für eine MicroSD-Karte.

Mit dem Geekbench 6 Benchmark testen wir, wie schnell Tablets im Vergleich zu anderen sind. Im Single-Core-Test ist das Tab A11 tatsächlich 5 % langsamer als das Tab A9. Der Multi-Core-Score ist sogar 7 % schlechter. Schon schade, dass es langsamer ist als der Vorgänger, wenn auch nur minimal. Das wird an der Software liegen.

Der Wildlife-Benchmark von 3D Mark zeigt, wie gut die GPU abschneidet, was wichtig für die Gaming-Leistung ist. Hier erzielt das Tab A11 das gleiche Ergebnis wie das Tab A9. Zum Vergleich: Das iPad Mini 7 ist im selben Test 1100 % schneller.
Schwaches Gaming Tablet
Wer ein Gaming-Tablet sucht, der kann das A11 vergessen. Einfache Spiele wie Clash Royale und Roblox laufen gut, sogar auf hohen Einstellungen, aber selbst da reagiert der Touchscreen schlechter als bei günstigeren Smartphones.

Genshin Impact ließ sich gar nicht erst vollständig installieren. Das System meldete „Speicher voll“, während das Spiel herunterlud, und stürzte ab. Und das bei einem brandneuen Tablet, auf dem fast nichts anderes installiert war. Wir haben versucht, so viel Software wie möglich zu entfernen, haben Genshin Impact aber trotzdem nicht zum Laufen bekommen. Wir konnten es auch nicht auf einer SD-Karte installieren.

Übrigens: Wir testen Tablets seit 2008 und sind dabei zu 100% unabhängig. Das heißt, kein Tablet-Hersteller kann bei uns Tests sponsoren. Deshalb abonniert auch gerne unseren Youtube-Kanal, wenn ihr unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen möchtet.
Software: 7 Jahre Android-Updates
Das Tab A11 hat ein großes Highlight, den das Datenblatt nicht sofort verrät: 7 Jahre Software-Support. Für ein Tablet, das bald vermutlich nur knapp über 100 Euro kosten wird, ist das richtig, richtig gut. Konkurrenten wie Xiaomi oder Lenovo bieten in dieser Preisklasse maximal 3 Jahre Updates und oft gar keine. Das verleiht dem Tab A11 theoretisch eine ziemlich lange Lebensdauer – solange zukünftige Android-Versionen das Tablet nicht so sehr belasten, dass es zu langsam wird.

Abgesehen von den Updates ist die Software okay. Apps wie „Block Blast“, „Monopoly GO“ und Temu sind vorinstalliert. Ihr könnt sie aber sehr einfach deinstallieren, was ihr auch tun solltet, um Speicherplatz frei zu bekommen.
Akkulaufzeit
Das Tab A11 hat einen relativ kleinen 5100-mAh-Akku, der mit 15 Watt lädt.

In unserem YouTube-HD-Videostreaming-Test schafft es ordentliche 8 Stunden Wiedergabe bei maximaler Helligkeit. Das Lenovo Tab One hält nur 45 Minuten länger durch, und Apples iPad Mini liegt mit 5,5 Stunden weit zurück. Mit diesem Ergebnis sind wir zufrieden.
Was KÖNNT ihr mit dem Tab A11 machen?
Also: Das Galaxy Tab A11 taugt nicht wirklich zum Spielen, es unterstützt kein Tastatur-Cover zum Schreiben und keinen aktiven Stift zum Zeichnen. Das Display und die Lautsprecher sind auch nicht besonders toll. Wofür ist es also gut?
Unser Redakteur Sandor hat es nach einer Weile hauptsächlich anstelle seines Amazon Kindle als E-Reader benutzt. Der kleine Speicher ist für E-Books natürlich kein Problem, und mit dem A11 habt ihr vollwertiges Android und einen richtigen Browser.

Ihr könnt also PDFs und Lehrbücher aus Online-Bibliotheken herunterladen, anstatt Dateien umständlich an euren Kindle schicken zu müssen. Und wenn ihr nicht nur lesen wollt, könnt ihr immer noch super damit Musik hören und YouTube schauen. Dafür reicht auch die Leistung aus.
Galaxy Tab A11 Test: Unser Fazit
Letztendlich ist das Galaxy Tab A11 schon brauchbar, wenn ihr möglichst wenig Geld ausgeben möchtet und ein Tablet nur zum Surfen, Streamen und Lesen sucht. Wir sind von der schwachen Leistung etwas enttäuscht, aber wenn der Preis auf rund 100 Euro fällt, ist das schon okay, vor allem weil es 7 Jahre lang Updates gibt. Und ich weiß, dass viele einfach ein sehr günstiges Tablet für einfache Zwecke suchen und da gibt es kaum bessere Alternativen.

Wenn ihr schon ein Galaxy Tab A9 habt, macht es natürlich keinen Sinn zum A11 zu greifen, denn die beiden sind fast gleich.
Aber bevor ihr irgendwas kauft, schaut euch unbedingt unsere Empfehlungen für die besten Tablets für unter 200 Euro an. Unsere dortigen Empfehlungen sind deutlich, deutlich, deutlich besser als das Galaxy Tab A11.

7 Jahre Updates
Günstige Preise
Gute Verarbeitung und Design
Schlechte Leistung
Niedrige Bildschirmauflösung
Geringer Speicherplatz
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