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Testberichte

Samsung Galaxy Tab A 10.5 Unboxing: Das ist mein erster Eindruck

Wie gut ist das Samsung Galaxy Tab A 10.5? Ich starte meinen neusten Tablet Test mit einem Unboxing-Video und meinen ersten Eindrücken.

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Das Samsung Galaxy Tab A 10.5 ist ein neues Mittelklasse-Tablet, das zu einem UVP-Preis von 329 Euro mittlerweile in Deutschland verfügbar ist. Zu den Besonderheiten gehören ein 10,5 Zoll großes FullHD-Display, ein Snapdragon 450 Octa-Core Prozessor und Android 8.1 Oreo. Außerdem hat es Premium-Features wie vier Lautsprecher und eingebaute Gesichtserkennung. Bei mir ist das Tablet nun eingetroffen und ich starte meinen Test mit einem Unboxing-Video und meinen ersten Eindrücken.

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Design und Verarbeitung

Das Design des Samsung Galaxy Tab A 10.5 ähnelt sehr dem mehr als doppelt so teurem Galaxy Tab S4 (Test). So gibt es auch hier keine physischen Buttons unter dem Display mehr – dadurch schrumpft der Rahmen um das Display herum im Vergleich zum Vorgänger. Mit 8mm ist es vergleichsweise dick und als leicht kann man es mit 529g auch nicht mehr bezeichnen.

Wie schon beim Vorgänger, dem Galaxy Tab A 10.1 (Test), besteht auch hier das Gehäuse komplett aus Kunststoff. Billig fühlt sich das Tablet aber nicht an. Ich denke das liegt an der „sanften“ und leicht gummierten Oberfläche. Mir persönlich gefällt ein Metallgehäuse besser, doch schlecht ist das Kunststoffgehäuse nicht.

Samsung Galaxy Tab A 10.5 Design

An den kurzen Seiten des Tablets gibt es jeweils zwei Lautsprecher. Insgesamt hat es also vier. Außerdem gibt es einen USB Typ C Anschluss, einen Kopfhöreranschluss und sogar einen PIN-Connector. Ich schätze das ist für ein optionales Tastatur Cover gedacht, das jedoch noch nicht vorgestellt wurde. Per MicroSD-Kartenslot kann man den Speicher außerdem erweitern.

Hinten gibt es eine 8-Megapixel Kamera und die Frontkamera bietet eine Auflösung von 5 Megapixel. Letztere kann man nutzen, um das Galaxy Tab A 10.5 per Gesichtserkennung zu entsperren. Anders als beim Tab S4 gibt es keinen eingebauten Iris-Scanner. Dadurch funktioniert die Gesichtserkennung nicht ganz so zuverlässig.

Ich persönlich bevorzuge weiterhin Fingerabdruckleser. Diese verwendet Samsung bei ihren Tablets leider nicht mehr. Schade.

Display und Hardware

Das Display des Samsung Galaxy Tab A 10.5 ist 10,5 Zoll groß und hat ein Seitenverhältnis von 16:10. Es ist ein IPS-Panel mit einer FullHD-Auflösung von 1920 x 1200 Pixel. Dadurch sehen Texte und Icons bei normaler Nutzung schön scharf aus. Hält man es direkt vor die Nase, kann man aber Unschärfen erkennen. In dieser Preisklasse ist eine FullHD-Auflösung aber Standard.

Andere Eigenschaften wie Kontrast, Blickwinkel und Helligkeit kann ich soweit als gut beschreiben. Mir ist jedoch aufgefallen, dass das Display nicht so hell wie das iPad 2018 (Test) ist. Ein Vergleich ist hier durchaus gerechtfertigt, denn die beiden kostet momentan fast gleichviel.

Eine Version mit S Pen Stift gibt es bisher nicht.

Samsung Galaxy Tab A 10.5 Ersteindruck

Im Herzen des Galaxy Tab A 10.5 werkelt ein Qualcomm Snapdragon 450 Octa-Core Prozessor. Dazu bekommen wir 3GB RAM und 32GB internen Speicher. Außerdem unterstützt es WLAN ac und Bluetooth 4.2. Optional kann man es auch mit eingebautem LTE bekommen. Bei dieser Version wird dann auch GPS unterstützt.

Zwar veröffentliche ich jetzt erst mein Unboxing-Video und diesen Artikel, doch nutze ich es tatsächlich schon seit gut einer Woche. Soweit ich bisher beurteilen kann, ist die Leistung sehr ordentlich. Gängige Apps wie Chrome, YouTube und auch Lightroom laufen ohne Probleme. Auch einfache Spiele wie Asphalt 8 laufen gut. Für einen ausführlichen Spiele-Test hatte ich jedoch noch keine Zeit.

Meine ersten Benchmark-Tests zeigen, dass die Performance deutlich besser als beim Vorgänger ist. Gleichzeitig ist die Leistung aber auch schwächer als beim Huawei MediaPad M5 Lite 10. Und schwächer als das iPad 2018 ist der Snapdragon 450 sowieso.

Android 8.1 Oreo und Software

Richtig punkten kann das Samsung Galaxy Tab A 10.5 in meinen Augen bei der Software. Das Tablet wird mit Android 8.1 Oreo und der aktuellen Version der Samsung Experience UI ausgeliefert. Mir gefällt die Oberfläche von Samsung ziemlich gut. Reines Android wäre zwar schön, aber ich finde die UI übersichtlicher und moderner als bei Huawei.

Die Software ist letztendlich genau die gleiche wie bei anderen aktuellen Tablets von Samsung. Anders als beim Galaxy Tab S4 fehlt jedoch der Samsung Dex Desktop-Modus. Außerdem gibt es keine Features für einen Stylus. Wie gesagt, ein S Pen wird bisher nicht unterstützt.

Nun, wieso kann das Galaxy Tab A 10.5 in meinen Augen bei der Software punkten? Weil Samsung in der Vergangenheit mit Updates vorbildlicher war als andere Hersteller. Selbst die günstige Galaxy Tab A Serie hat bisher mindestens ein großes Versionsupdate bekommen. Bei anderen Herstellern in dieser Preisklasse – wie Lenovo, Huawei oder Acer – ist das in der Regel nicht der Fall.

Ich spreche nicht für Samsung und habe keine Insiderinfos. Von daher kann es natürlich sein, dass sie uns beim Galaxy Tab A 10.5 mit Updates im Stich lassen. Aber, gemessen an der Vergangenheit, sind sie vergleichsweise vorbildlich.

Ein negativer Punkt ist mir bei der Software allerdings aufgefallen. Videos in Netflix kann man nicht in HD oder höhe abspielen. Es scheint als würde das Tablet nicht die nötigen DRM-Standards unterstützten. Vielleicht wird das mit einem Update behoben. Für meinen finalen Test werde ich das auf jeden Fall im Auge behalten.

Vorläufiges Fazit

Samsung Galaxy Tab A 10.5 ausgepackt

Also, ist das Samsung Galaxy Tab A 10.5 ein gutes Tablet? Um das endgültig beurteilen zu können, muss ich es noch weiter testen. Mein erster Eindruck ist bisher gut, aber nicht sehr gut. Bedenkt man den Preis, sind das Display und die Software ziemlich gut. Doch die Performance könnte besser sein. Mir fehlt ein Fingerabdruckleser, denn die Gesichtserkennung ist nicht verlässlich genug.

Meinem ersten Eindruck nach halte ich das Huawei MediaPad M5 Lite 10 für ein deutlich besseres Tablet, das teste ich gerade ebenfalls. Das hat nämlich ein Metallgehäuse, etwas bessere Lautsprecher und eine bessere Performance. Außerdem kann man es optional mit einem aktiven Stift bedienen. Schade ist hier nur, dass das M5 Lite 10 vermutlich nie ein großes Update bekommen wird.

Eine überlegenswerte Alternative ist auch das Apple iPad 2018, das mit einem UVP von 349 Euro nur unwesentlich teurer ist. Dort bekommen wir ebenfalls einen optionalen Stylus, einen Fingerabdruckleser und ein Metallgehäuse. Obwohl das Display dort nicht laminiert ist, ist es heller als bei Samsung.

Auf der anderen Seite ist es aber nicht ganz fair das Samsung Galaxy Tab A 10.5 zum UVP-Preis von 329 Euro zu bewerten. In der Regel fallen die Preise für die Galaxy Tab A Serie nämlich sehr schnell. So kostete das Galaxy Tab A 10.1 am Anfang 289 Euro, kostete einige Monate später jedoch nur knapp über 200 Euro und wurde teilweise für nur 149 Euro im Rahmen von Deals verkauft.

Spannend ist das Galaxy Tab A 10.5 meiner Meinung nach nur, wenn euch Updates wichtig sind, ihr unbedingt ein Tablet von Samsung haben möchtet, oder aber der Preis auf unter 270 Euro fällt. Ich schätze spätestens zu den Weihnachts-Deals wird es soweit sein.

Samsung Galaxy Tab A 10.5

Das Samsung Galaxy Tab A 10.5 ist ein Mittelklasse-Tablet mit einem 10,5 Zoll FullHD-Display und einem Qualcomm Snapdragon 450 Octa-Core Prozessor. Zu den Besonderheiten gehören vier eingebaute Lautsprecher, Android 8.1 Oreo mit der Samsung Experience UI und ein Kindermodus. Optional kann man das Tablet auch mit LTE bekommen.
Samsung Galaxy Tab A 10.5

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