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Testberichte

Galaxy A36 Test: Das BESTE Samsung Handy unter 300€?

Gibt es mit dem Samsung Galaxy A36 endlich wieder ein neues Top-Smartphone zum Sparpreis? Erfahrt es in unserem Test!

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Samsung Galaxy A36 5G

In den letzten Wochen haben wir das neue Samsung Galaxy A36 5G ausführlich getestet – und zwar nicht nur im Studio, sondern auch im Alltag. Wir haben ein SIM-Karte eingelegt und es als Hauptgerät genutzt, Fotos im direkten Vergleich mit ähnlich-teuren Konkurrenten geschossen, Musik gestreamt, Benchmarks laufen lassen und stundenlang gespielt. Dabei haben wir auch einen seltsamen Fehler entdeckt, der uns immer wieder genervt hat – dazu später mehr.

Kurz zum Preis: Der UVP liegt zwar bei 350 Euro, doch kann man es schon für rund 260 Euro bekommen. Wir haben es deswegen mit dem CMF Phone 2 Pro von Nothing und Poco M7 Pro verglichen, die wir zum gleichen Zeitpunkt für ähnlich viel gekauft haben.

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Design & Verarbeitung: Plastik, das sich hochwertig anfühlt

Mit einer Dicke von 7,4 mm und einem Gewicht von 195 Gramm liegt das Galaxy A36 durchaus angenehm in der Hand – zumindest solange man beide Hände benutzt. Da es so breit ist, kann man es schwer mit nur einer Hand bedienen.

Samsung Galaxy A36 5G Vorderseite

Optisch gefällt uns das Design gut. Die flachen Seiten erinnern ein wenig an Apples iPhones, wirken aber eigenständig genug durch die abgerundete Partie rund um die Tasten für Power und Lautstärke. Diese befinden sich auf der rechten Seite. Der Rahmen besteht aus Kunststoff, fühlt sich aber überraschend hochwertig an und lässt fast einen metallischen Eindruck entstehen. Die Rück- und Frontseite bestehen aus Gorilla Glass Victus+, die gut vor Kratzern und Stürzen schützen sollen. Allerdings ist die Rückseite recht rutschig. Wir empfehlen unbedingt, eine Schutzhülle zu verwenden.

Samsung Galaxy A36 5G Rückseite

Unten finden wir einen USB-C-2.0-Anschluss, zwei SIM-Slots aber keinen microSD-Kartenslot, sowie Lautsprecher- und Mikrofonöffnungen. Weitere Mikrofone sitzen an der Oberseite. Die Selfie-Kamera ist unauffällig als Punch-Hole ins Display integriert, der zweite Lautsprecher sitzt clever versteckt in der Ohrmuschel.

Display: Helles 120Hz-AMOLED als Highlight

Das 6,7 Zoll große AMOLED-Display des Galaxy A36 ist ohne Zweifel eine der Stärken des Smartphones. Es bietet eine Auflösung von 1080 x 2340 Pixeln, eine Bildwiederholrate von 120Hz sowie eine maximale Helligkeit von 1200 Nits. Inhalte sehen dadurch gestochen scharf und sehr flüssig aus.

Samsung Galaxy A36 5G Display

Im Alltag punktet das Panel durch gute Lesbarkeit, auch im Freien. HDR-Inhalte werden unterstützt. Doch im direkten Vergleich mit dem CMF Phone 2 Pro, das in derselben Preisklasse liegt, zeigt sich: Das bietet ein helleres Display und mehr Kontrast. 

Lautsprecher: Gut für die Preisklasse

Samsung Galaxy A36 5G Lautsprecher

Samsung verbaut im A36 ein Stereo-Lautsprechersystem. Dabei dient die Ohrmuschel als zweiter Lautsprecher, was tatsächlich einen gut wahrnehmbaren Stereo-Effekt erzeugt. Die Klangqualität ist ordentlich: Stimmen klingen klar, Musik wird ausreichend laut und Verzerrungen halten sich in Grenzen. Bass fehlt wie so oft ein wenig, aber insgesamt ist der Sound deutlich besser als beim Phone 2 Pro.

Kamera: Gute Hauptkamera, schwache Ultraweitwinkel-Performance

Samsung setzt beim Galaxy A36 auf ein Triple-Kamera-Setup: Die Hauptkamera bietet 50 Megapixel bei f/1.8, dazu kommen eine 8MP-Ultrawide- und eine 5MP-Makrokamera. 

Samsung Galaxy A36 5G Kamera

Die Hauptkamera des A36 nimmt standardmäßig Fotos mit 12 MP auf. Im 12-MP-Modus wirken die Bilder bereits ziemlich scharf, mit hohem Dynamikumfang und schönen – wenn auch teilweise durch die Bildverarbeitung etwas übertriebenen – Farben. Im direkten Vergleich ist das CMF Phone 2 Pro minimal schärfer.

Das ändert sich im 50 Megapixel-Modus. Hier ist das Samsung deutlich schärfer als das Phone 2 Pro und auch deutlich schärfer als das Poco M7 Pro, die beide ebenfalls 50 Megapixel Modi haben. Schade, dass sich 50 MP nicht als Standard einstellen lassen.

Testbild mit der Samsung Galaxy A36 5G Hauptkamera im 50-Megapixel-Modus
Testbild mit der Samsung Galaxy A36 5G Hauptkamera im 50-Megapixel-Modus

Da ein Teleobjektiv fehlt, wirken Aufnahmen von weit entfernten Objekten unscharf. Klar, man kann es schon für 260 Euro bekommen, aber für einen 350 Euro UVP hätten sie auch eine Telekamera verbauen können.

Die Ultrawide-Kamera liefert durchwachsene Ergebnisse. Fotos sind zwar brauchbar, verlieren aber viele Details und wirken teils matschig. Die Makrokamera ist zwar vorhanden, liefert jedoch nur mittelprächtige Resultate und ist in der Praxis kaum relevant.

Testbild mit der Samsung Galaxy A36 5G Weitwinkelkamera
Testbild mit der Samsung Galaxy A36 5G Weitwinkelkamera

RAW-Aufnahmen sind mit dem A36 nicht möglich, dadurch kann man Fotos nicht so gut nachbearbeiten. Das ist sehr schade.

Videos sind nicht die Stärke des A36. Für ein Budget-Gerät zwar solide, aber deutlich schwächer als bei Flagschiffen. Die Hauptkamera kann in FHD mit 30 oder 60 FPS oder in 4K mit 30 FPS aufnehmen. Wir empfehlen, lieber in 4K zu filmen, denn auf großen Bildschirmen sehen die FullHD-Videos unscharf aus.

Schwächen zeigen sich auch bei Aufnahmen mit der Ultraweitwinkelkamera. Wie bereits erwähnt, sind Fotos damit nicht sonderlich scharf. Bei Videos wird es noch schlimmer. Die Aufnahmen wirken, als wären sie mit einer billigen Digitalkamera aus den frühen 2000ern entstanden. Das Bild ist unscharf, feine Details verschwimmen komplett, und sogar die Farben wirken seltsam. Echt schade.

Testbild mit der Samsung Galaxy A36 5G Frontkamera
Testbild mit der Samsung Galaxy A36 5G Frontkamera

Ordentlich punkten kann Samsung mit der Selfie-Kamera, die mit 12 Megapixel auflöst. Fotos und Videos sind hiermit deutlich schärfer als beim CMF Phone 2 Pro und POCO M7 Pro.

Lesen: Die besten Tablets fürs Studium im Test

Performance & Alltag: RAM-Limitierungen bremsen aus

Im Inneren des A36 arbeitet ein Snapdragon 6 Gen 3. Unser Testgerät verfügte über 6GB RAM und 128GB UFS 2.2 Speicher. Wer mehr will, bekommt für 80 Euro Aufpreis 8GB RAM und 256GB Speicher. Und dieser Aufpreis könnte sich lohnen, denn gerade das RAM-Limit von 6GB macht sich im Alltag deutlich bemerkbar.

Samsung Galaxy A36 5G Geekbench 6 Benchmark-Vergleich

Im Geekbench-Test erzielt das A36 solide Punkte. In CPU-Geschwindigkeitstests ist das A36 ähnlich schnell wie andere Budget-Handys, etwa das Motorola Edge 50 und das CMF Phone 2 Pro von Nothing. Der GPU-Score ist sogar etwas besser als bei den beiden anderen erwähnten Geräten. Das ist für die Einstiegsklasse durchaus respektabel.

In der Praxis bedeutet das: Wer viele Apps parallel nutzt, stößt schnell an Grenzen. Spotify, mehrere Chrome-Tabs und TikTok gleichzeitig bringen das System ins Schwitzen. Animationen ruckeln, Apps müssen häufig neu geladen werden und die Reaktionszeit leidet. Multitasking ist möglich, aber eingeschränkt. Mit geöffnetem Spiel im Hintergrund wird es noch enger.

Gaming: Nur für Leichtgewichte geeignet

Das A36 eignet sich vor allem für Casual Games und weniger anspruchsvolle Titel. 

Genshin Impact läuft auf höchsten Einstellungen mit rund 35 bis 45 FPS relativ stabil, verbraucht dabei jedoch sehr viel Strom und entleert den Akku zügig. Warzone Mobile ist ebenfalls spielbar, allerdings nur mit niedrigsten Grafikeinstellungen. In den ersten Minuten stottert das Spiel deutlich, stabilisiert sich aber im weiteren Verlauf bei etwa 35 FPS. 

Gaming auf dem Samsung Galaxy A36 5G mit Genshin Impact

Bei Fortnite sieht die Lage deutlich besser aus: Mit 100 Prozent 3D-Auflösung auf den niedrigsten Einstellungen erreicht das A36 durchgängig 60-70 FPS. Das 120Hz-Display und der Snapdragon Chipsatz sorgen für ein überraschend flüssiges Spielerlebnis. Hier performt das A36 deutlich besser als das CMF Phone 2 Pro und auf dem Poco M7 Pro ist es gar nicht spielbar.

Gaming auf dem Samsung Galaxy A36 5G mit Fortnite

Wer nur Indie-Spiele wie Vampire Survivors spielt, wird mit konstanten 60 FPS und kaum spürbarer Erwärmung belohnt. Der Akku hält hier auch deutlich länger durch.

Insgesamt sehen wir das A36 als alltagstaugliches Smartphone für Gelegenheitsspieler. Anspruchsvollere Titel laufen, wenn auch mit Einschränkungen.

Akku & Laden: Ziemlich Gut

Mit einem 5000mAh-Akku bringt das Galaxy A36 genug Power für einen klassischen Tag. Bei etwa 3,5 Stunden Bildschirmzeit pro Tag blieb abends meist noch rund 40 Prozent Rest-Akku übrig. Zwei volle Tage erreicht man nur, wenn man sehr sparsam ist…

Samsung Galaxy A36 5G Akkulaufzeit

In unserem YouTube-Akkutest, bei dem ein HD-Video bei maximaler Helligkeit in Dauerschleife lief, kam das A36 auf starke 22,75 Stunden. Damit liegt es nur rund 10 bis 20 Prozent hinter teureren Modellen wie dem Xiaomi 15 oder Galaxy S25 Ultra, die aber auch hellere Displays besitzen. Bei Spielen leert sich der Akku allerdings schnell, und beim Laden wird das Gerät spürbar warm.

Das A36 lädt per USB-C mit bis zu 45 Watt, unterstützt jedoch nur USB 2.0. Das schränkt die Datenübertragungsgeschwindigkeit spürbar ein. Eine volle Aufladung dauert ein bisschen über eine Stunde. 

Entsperr-Optionen: Unterdurchschnittlich

Samsung verbaut einen Fingerabdrucksensor unter dem Display sowie Gesichtserkennung. Leider überzeugen beide Methoden nicht. Der Fingerabdrucksensor liegt zu tief, deutlich angenehmer wäre er etwas weiter oben. Zudem arbeitet er nicht besonders schnell oder zuverlässig. Er ist deutlich langsamer als beim CMF Phone.

Die Gesichtserkennung reagiert manchmal langsam, hat Probleme bei Brillenträgern und scheitert oft. Andere Modelle, etwa das Galaxy A26 und A16, bieten hier mit einem Fingerabdruckleser im Power-Button eine bessere Lösung.

Software: Umfangreich, aber bloating

Samsung Galaxy A36 5G mit Android 15

Das A36 läuft mit Android 15 und One UI 7. Samsung verspricht 6 Jahre Sicherheitsupdates, was für diese Preisklasse beachtlich ist. One UI zeigt sich gewohnt intuitiv und funktionsreich, doch die Vielzahl an vorinstallierter Bloatware stört. Facebook, Microsoft-Apps, Spiele und doppelte Samsung-Apps sind mit an Bord, einige davon lassen sich nicht entfernen. Positiv: Trotz allem bleibt das System stabil und übersichtlich.

Der seltsame Fehler: Der träge Gyrosensor

Schon in den ersten Tagen fiel uns auf: Das Gerät erkennt Drehungen viel zu spät. Wenn wir es vom Hoch- ins Querformat drehen, reagiert der Gyrosensor erst mit deutlicher Verzögerung, teilweise mehrere Sekunden.

Wir mussten das Smartphone teilweise leicht schütteln, damit es endlich reagiert. Ob ein Software-Bug oder ein Hardwareproblem vorliegt, wissen wir nicht – klar ist nur: Das darf bei keinem neuen Gerät passieren, egal wie günstig es ist.

Lesen: Die besten Tablets bis 300 Euro im Test

Fazit: Viel Smartphone fürs Geld

Für aktuell rund 260 Euro finden wir das Samsung Galaxy A36 sehr spannend . Es bietet ein schickes Display, gute Lautsprecher, eine überraschend starke und scharfe Hauptkamera und eine für den Preis gute Verarbeitung. Die sechs Jahre Sicherheitsupdates sind für die Langlebigkeit klasse. Und in unserem Spiele-Test schneidet es besser ab als unsere beiden Vergleichsgeräte.

Samsung Galaxy A36 5G Seitenansicht

Schwachpunkte gibt es aber: Die Gesichtserkennung und der Fingerabdrucksensor sind recht schlecht, der Gyrosensor ist langsam, und mit nur 6GB RAM gerät das System schnell an seine Grenzen. Wer mehr Multitasking braucht, sollte zur 8GB-Version greifen oder gleich zum Samsung A56.

Wer aber ein gutes Alltags-Smartphone mit starker Medienausstattung und guter Update-Politik sucht, macht mit dem Galaxy A36 wenig falsch. Für rund 250 Euro ist das Gesamtpaket klasse.

Spielt ihr nicht so viele Spiele, könnt ihr euch als Alternative unseren Test vom CMF Phone 2 Pro anschauen. Dort finden wir die Kameras insgesamt gesehen ein bisschen besser, weil es auch eine Telekamera hat und Fotos im RAW-Format aufnehmen kann.


7.5

Samsung Galaxy A36 5G
Test: Das Samsung Galaxy A36 5G bietet für seinen Preis ein hervorragendes Display, gute Lautsprecher, eine starke Hauptkamera und hochwertige Verarbeitung. Sechs Jahre Sicherheitsupdates sorgen für Langlebigkeit. Schwachpunkte sind die schwache Gesichtserkennung, der unzuverlässige Fingerabdrucksensor, der träge Gyrosensor und nur 6 GB RAM. Wer mehr Leistung will, sollte zur 8GB-Version oder gleich zum A56 greifen.
Positiv

✅Lange Akkulaufzeit
✅Viele Jahre Updates
✅Überdurchschnittliches Display und Lautsprecher
✅Starke Hauptkamera

Negativ

❌Nur 6GB RAM
❌Gyrosensor-Probleme
❌Bloatware
❌Ungenauer Fingerabdruckleser


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