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Testberichte

Microsoft Surface Pro 13“ Test: So gut ist die 12. Edition wirklich

Das Microsoft Surface war schon immer das beste Windows-Tablet auf dem Markt. Nun haben wir die 12. Edition in 13 Zoll für euch getestet.

Veröffentlicht am

Microsoft Surface Pro 13 Zoll 12. Edition

Das Microsoft Surface Pro 13 Zoll der 12. Edition ist das erste Surface Pro mit Qualcomms
neuem Snapdragon X2. Wir haben die Version mit dem X2 Plus, 16 GB RAM und 512 GB SSD
und haben damit gearbeitet, gezockt, in Photoshop rumgespielt und ein paar Dinge
installiert, die auf einem ARM-Gerät eigentlich nicht laufen sollten.

Eins verrate ich euch gleich am Anfang: Bei der Software-Kompatibilität hat sich enorm viel getan. Bei einem Punkt waren wir dafür ziemlich enttäuscht.

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Software und Kompatibilität: Was läuft, was nicht

Fangen wir mit der Software-Kompatibilität an, weil es die Frage ist, die bei jedem Surface
mit Snapdragon zuerst kommt. Darauf läuft Windows 11 Home in der ARM-Version. ARM ist
eine andere Prozessor-Architektur x86, die Intel und AMD verwenden. Programme müssen
also entweder speziell für ARM kompiliert sein, oder Windows übersetzt sie im laufenden
Betrieb.

Genau da hat sich viel bewegt. Adobe Photoshop und Premiere Pro konnte ich ohne
Probleme installieren und nutzen. Ich erinnere mich noch an das erste Surface Pro mit
ARM-Chip, bei dem Photoshop eine Katastrophe war. Mittlerweile läuft es richtig gut, und
zwar weil es gar nicht mehr über die Emulationsschicht läuft. Schon seit einer Weile gibt es
eine echte ARM-Version und sogar von Premiere gibt es jetzt eine ARM-Version. Das gleiche
trifft auf After Effects, Audition und den Media Encoder zu, die endlich nativ laufen.

Ganz ohne Haken ist das aber nicht, Premiere Pro fehlen beispielsweise einige Funktionen.
RAW-Videoformate fehlen komplett und es gibt ein paar andere Einschränkungen. Und ich
konnte zwar Videos bearbeiten, also es geht schon, aber ganz so reibungslos wie auf einem
aktuellen MacBook Pro mit M-Chip ist es leider noch nicht. Es kann mal ins Stocken
kommen und ein Export dauert grob doppelt so lange wie bei einem M5 Pro. Aber es geht
wenigstens mittlerweile.

Bei älteren Spielen und kleinen Tools wird es auch interessant. Hotline Miami von 2012 lief
bei uns zuerst gar nicht, weil das .NET Framework 3.5 gefehlt hat. Das mussten wir selbst
herunterladen, danach lief das Spiel einwandfrei. Das ist typisch für Windows on ARM: Es
geht oft, aber ihr müsst gelegentlich selbst nachhelfen.

Hardware und Performance

Und dann kommen wir doch direkt zum ARM-Chip. Es gibt das Surface Pro in zwei
Ausführungen. Unsere Version hat den Snapdragon X2 Plus mit 10 Kernen und der Adreno
X2-45 GPU und kommt mit dem LCD-Display. Darüber sitzt die Variante mit dem X2 Elite,
12 Kernen und der stärkeren Adreno X2-85, und die gibt es dann mit OLED-Panel. Unsere
Konfiguration hat 16 GB RAM und eine 512 GB SSD, nach oben geht es beim Elite bis 64 GB
RAM und einer 1 TB SSD.

Das Surface Pro hat sich für uns meistens sehr flott angefühlt. Unser Redakteur Sandor hat
es angefangen zu testen, ich habe dann weitergemacht und in Photoshop und Premiere Pro
gearbeitet. Das funktionierte meistens echt super, aber wie gesagt, in Premiere Pro habe ich
gemerkt, dass es noch nicht auf dem Level eines MacBook Pro mit M5 Chip ist. Zum
Videoschneiden würde ich es nicht kaufen, da macht ein Windows Tablet derzeit einfach
keinen Sinn. Für Office-Arbeiten finde ich es aber hervorragend und dabei ist es immer sehr
flott.

Microsoft Surface Pro 13 Zoll 12. Edition im Geekbench 6 Benchmark-Vergleich

Schauen wir uns die Benchmarks an. Das neue Surface Pro ist in Geekbench 6 etwas
leistungsstärker als der Vorgänger. Damals hatten wir aber auch das Top-Modell, diesmal
das Einsteiger-Modell. Und es ist ein gutes Stück leistungsstärker als das Surface Pro 12
Zoll
, das parallel weiterverkauft wird. Spannend finde ich noch den Vergleich mit dem
MacBook Neo, das deutlich günstiger, aber natürlich auch kein Tablet ist. Im Single-Core ist
das flotter, im Multi-Core aber das Surface. Und die GPU ist auch stärker, aber das kann man
nur bedingt vergleichen.

Microsoft Surface Pro 13 Zoll 12. Edition im 3D Mark Benchmark-Vergleich

Im 3D-Mark Benchmark können wir sehen, wie Spiele performen werden, und von diesem
gibt es übrigens ARM-native-Versionen. In Solar Bay ist das neue Surface Pro stärker als alle
anderen Vergleichsgeräte, doch in Wild Life Extrem ist sogar der Vorgänger minimal flotter.
Wie gesagt, das war damals auch der teurere Chip.

Richtig klasse finde ich übrigens, dass die SSD auf der Rückseite steckt und sich einfach
tauschen lässt. Das ist ja schon länger so und ist zu Zeiten von hohen Speicherpreisen super.
256GB sind bei der Standardversion eher zu wenig, also wir raten zu mindestens 512GB.

Microsoft Surface Pro 13 Zoll 12. Edition mit auswechselbarer SSD

Übrigens: Das Surface Pro kann richtig warm werden und dann hört man auch die Lüfter.
Beispielsweise wenn man ein Video exportiert. Es hat also aktive Lüfter. Die meiste Zeit
über haben wir es aber eher als leise empfunden.

Gaming-Test

Und jetzt der Gaming-Teil, bei dem ich euch trotz der soliden Benchmark-Ergebnisse
enttäuschen muss. Fangen wir aber mit dem Positiven an.

Hotline Miami läuft super und erreicht das 60-Hz-Limit. Manchmal kommt es kurz zum
Ruckeln, was wahrscheinlich daran liegt, dass das Spiel von 2012 nicht nativ auf ARM läuft,
sondern eben emuliert wird.

The Elder Scrolls V: Skyrim läuft viel besser als erwartet. In nativer Auflösung und mit
maximalen Grafikeinstellungen bekommt ihr gute 24 FPS, und wenn ihr auf Full HD und
niedrige Einstellungen runtergeht, bekommt ihr stabile 60 FPS. Mehr geht nicht, weil das
Spiel selbst bei 60 dicht macht und keinen 120-FPS-Modus hat.

Counter Strike 2 ist dann leider ziemlich enttäuschend. In nativer Auflösung war es kaum
spielbar, und sogar in Full HD mit den niedrigsten Grafikeinstellungen kamen wir auf
höchstens 50 FPS. Auf dem Papier wäre das noch spielbar, aber es ruckelt, laggt und stottert
ständig. In einem so kompetitiven Spiel ist das einfach nicht akzeptabel. Das Surface Pro 11
hatte genau dasselbe Problem, hier hat sich also nichts getan.

Für Gamer ist das Surface Pro nichts. Holt euch lieber ein iPad, Gaming Laptop oder ein
Handheld.

Display und Lautsprecher

Unser Modell hat den 13-Zoll-PixelSense-LCD mit 2880 x 1920 Pixeln, also 267 ppi, im 3:2-
Format. Die Bildwiederholrate ist dynamisch und geht bis 120 Hz, nach unten bis 24 Hz,
was Strom spart. Die Helligkeit liegt bei 600 Nits.

Microsoft Surface Pro 13 Zoll 12. Edition mit Tastatur-Cover

Es sieht scharf aus, die Farben sind schön, aber super hell wird es nicht. Ein iPad Pro wird
heller. Für ein Windows-Tablet ist es aber echt hell, und ich habe damit draußen in einem
Café gearbeitet, das hat super funktioniert. Spiegeln tut es allerdings, so wie eben nahezu
jedes LCD.

Letztes Jahr haben wir die OLED-Version getestet und die ist natürlich besser, vor allem bei
den Schwarzwerten, und in HDR schafft sie 900 Nits Spitzenhelligkeit. Wir finden aber, dass
hier ein wirklich guter LCD verbaut wurde. Ihr braucht nicht unbedingt die OLED-Version.

Kommen wir zu den Lautsprechern. Wir sagen es eigentlich in jedem Surface-Pro-Test: Die
Qualität ist erstaunlich gut. Es sind Stereolautsprecher mit Dolby Atmos, und es macht echt
Spaß, damit einen Film oder YouTube zu schauen und Musik zu hören. Klar, ein Windows-
Tablet ist eher zum Arbeiten gedacht. Aber wenn ihr auf Geschäftsreise seid und abends
noch einen Film schauen möchtet, ist das Surface dafür klasse geeignet.

Design, Verarbeitung und Anschlüsse

Die Verarbeitung ist hervorragend, richtig hochwertig. Das Gehäuse besteht aus Aluminium,
und das Design ist quasi das gleiche wie den letzten paar Generationen.

Es gibt drei Farben: Platin, Schwarz und Sand. Sand ist die neue goldene Variante und die
finde ich richtig schick. Unser Kameramann meinte allerdings, dass das Tastatur-Cover in
Sand für ihn eher wie Pappe aussieht. Ich fand das eigentlich nicht, aber wenn man den
Vergleich mal im Kopf hat, stimmt das schon irgendwie. Aber auch da ist die Verarbeitung
klasse.

Microsoft Surface Pro 13 Zoll 12. Edition Rückseite

Das Tablet wiegt 895 Gramm, ist 9,3 Millimeter dick. Wie immer gibt es den Surface-
typischen Klappständer, der ebenfalls hochwertig wirkt und sich weit ausfahren lässt.

Bei den Anschlüssen bekommt ihr zwei USB-C-Ports mit USB4 und DisplayPort mit
Unterstützung für bis zu drei 4K-Monitore. Den Surface Connect Port gibt es auch noch. Was
fehlt, ist allerdings eine Menge: kein USB-A, kein 3,5-mm-Klinkenanschluss, kein microSD-
Slot. Sehr schade. Dafür könnt ihr eben die SSD auf der Rückseite austauschen.

Zum Entsperren gibt es einen IR-Scanner für die Gesichtserkennung und der funktioniert
hervorragend. Die Frontkamera nimmt in 1440p auf und ist auch gut. Ich finde aber, die
Farben sehen manchmal ein bisschen ausgewaschen aus. Aber gut, das ist mir immer noch
lieber als zu starkes Nachschärfen.

Tastatur und Stift

Für das Surface Pro 13 Zoll gibt es drei Tastaturen. Es gibt die 13-Zoll-Tastatur mit
Stiftaufbewahrung, die gleiche Tastatur ohne die Ladeschale für den Stift, und das Flex
Keyboard, das ihr auch abgenommen vom Tablet nutzen könnt.

Die ganz normale Surface-Tastatur ist wirklich super, und im Vergleich zum iPad Pro nicht
mal zu teuer. Die Tasten haben einen geringeren Hubweg als bei den meisten Laptops, aber
das Tippgefühl ist überraschend gut. Wir alle hier in der Redaktion finden, dass die Tastatur
richtig gut ist. Auch das Touchpad ist klasse. Und seit dem Surface Pro 9 sind alle Tastaturen
kompatibel, ihr könnt also auch eine gebrauchte kaufen. Das gleiche gilt übrigens für den
Stift.

Microsoft Surface Pro 13 Zoll 12. Edition mit Tastatur-Cover und Stylus

Beim Stift bekommt ihr den Slim Pen 2. Am meisten Sinn macht das Bundle mit dem
Tastatur-Cover, weil der Stift darüber auch geladen wird. Alternativ bekommt ihr eine
Ladeschale. Das flache Design des Slim Pen 2 finden wir nicht ganz so gut, er ist nicht so
bequem wie andere Stifte. Technisch funktioniert er aber super, und zwar sowohl in Apps
wie Photoshop als auch in OneNote. Für OneNote ist der Stift klasse und wirkt wie dafür
gemacht.

Alternativ könnt ihr übrigens auch noch den Microsoft Surface Pen benutzen. Wir
bevorzugen den, aber der Slim Pen 2 ist auch okay. Schön ist, dass die Microsoft-Stifte so
lange von Gerät zu Gerät kompatibel bleiben. Wer sich schon vor vielen Jahren ein Surface
geholt hat, muss sich keinen neuen Stift kaufen, sondern kann den alten einfach
weiterbenutzen.

Akkulaufzeit

Wir haben dieses Jahr die LCD-Version getestet und die kam auf eine Laufzeit von 7,15
Stunden. Für unseren Test lassen wir immer ein HD-YouTube-Video bei maximaler
Helligkeit in einer Endlosschleife
laufen, damit die Ergebnisse über alle Geräte vergleichbar
bleiben.

Microsoft Surface Pro 13 Zoll 12. Edition im Akkulaufzeit-Vergleich

Geladen wird das Surface mit mindestens 60 Watt, entweder über Surface Connect oder
über USB-C. Wir haben es immer per USB C geladen, funktioniert super.

Microsoft Surface Pro 13 Zoll Test: Unser Fazit

Solltet ihr also das Surface Pro 13 Zoll der 12. Edition kaufen?

Wir finden es hervorragend, wenn ihr ein hochwertiges Windows-Tablet für Office-Arbeiten
sucht. Die Verarbeitung, das Display, die Tastatur und der Stift sind richtig gut. Und
mittlerweile könnt ihr auf Windows on ARM auch ordentlich arbeiten. Sogar Photoshop
läuft sehr gut und Premiere ist brauchbar. Ideal ist es dafür nicht, sondern wirklich eher für
Leute, die ein Premium-Office-Gerät haben wollen.

Microsoft Surface Pro 13 Zoll 12. Edition Rückseite

Der große Nachteil ist der Preis, ab 1569 Euro ohne Zubehör – interessant ist es echt nur,
wenn euch der Preis nicht stört. Schade ist auch, dass es immer mal sein kann, dass eine
App nicht läuft oder dass euch in Premiere ein Format fehlt, das ihr braucht. Und für Gamer
ist es nichts. Die greifen besser zu einem iPad oder zu einem Windows-Handheld.

Und wenn ihr ein hochwertiges Tablet sucht, lohnt sich auch ein Blick aufs iPad Pro M5. Mit dem Apple Tablet könnt ihr sogar einen Laptop und Desktop PC ersetzen. Funktioniert noch nicht perfekt, aber erstaunlich gut.


9

Microsoft Surface Pro 13 Zoll 12. Edition
Test: Das Microsoft Surface Pro 13” 12. Edition ist das beste Windows-Tablet, das ihr kaufen könnt. Windows on ARM ist endlich erwachsen, sogar Photoshop und Premiere laufen nativ. Teuer bleibt es trotzdem, und für Gamer ist es die falsche Wahl.
Positiv

✅Hervorragende Verarbeitung
✅Scharfes und helles Display mit 120 Hz
✅Klasse Tastatur und Stift
✅Gute Lautsprecher
✅Solide Leistung

Negativ

❌Teuer
❌Für Gaming ungeeignet
❌Kein MicroSD und USB A


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