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Lenovo IdeaPad D330 Unboxing: Das ist mein erster Eindruck

Das Lenovo IdeaPad D330 ist ein spannendes Windows-Tablet mit Tastatur Dock für ab 299 Euro. Meinen ersten Eindruck erfahrt ihr nun in meinem Unboxing-Video.

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Das Lenovo IdeaPad D330 ist ein neues 10,1 Zoll großes Windows-Tablet, das direkt gegen das Microsoft Surface Go antritt. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von ab 299 Euro ist es jedoch deutlich günstiger. Zu den Highlights gehören Intel Gemini Lake Prozessoren, bis zu 128GB Speicher, optionales LTE und ein Tastatur Dock, das standardmäßig dabei ist. Bei mir ist mein Testgerät nun eingetroffen und ich starte meinen Lenovo IdeaPad D330 Test mit einem Unboxing-Video und meinen ersten Eindrücken.

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Design und Verarbeitung

Wie bei einem Preis von ab 299 Euro üblich, besteht das Gehäuse des Lenovo IdeaPad D330 komplett aus Kunststoff. Es ist durchaus solide gebaut, fühlt sich aber nicht so hochwertig an wie das Surface Go (Test). Oben ist das Tablet recht dünn, doch wird es nach unten etwas dicker und misst dort 9,5mm. Mit 594g ist das Tablet zwar schwerer als die meisten Android-Tablets, doch ist das Gewicht für ein Windows-Gerät in Ordnung.

Um das 10,1 Zoll große Display herum sitzen ziemlich breite schwarze Rahmen. Unter dem Display sind zwei Lautsprecher eingebaut, die einen akzeptablen, aber keinen richtig guten Sound liefern. Es fehlt einfach ein ordentlicher Bass. Über dem Tablet sitzt eine 2-Megapixel Webcam und auf der Rückseite bekommen wir eine 5-Megapixel Kamera.

An der rechen Seite gibt es einen Netzteilanschluss und einen USB 3.1 Typ C Port. Über diesen kann man das Tablet auch aufladen. Darüber sitzen die Lautstärkeregler und der Einschaltknopf. Es gibt keinen Fingerabdruckleser. Links gibt es einen normalen 3,5mm Kopfhöreranschluss, sowie ganz unten einen Anschluss für das Tastatur Dock.

Ganz unten gibt es außerdem einen Kartenslot für MicroSD-Speicherkarten. Wer die LTE-Version hat, findet dort auch Platz für die SIM-Karte.

Tastatur Dock

Lenovo IdeaPad D330 Tastatur

Das Tastatur Dock des Lenovo IdeaPad D330 besteht ebenfalls aus Kunststoff, wiegt 512g und ist an der dicksten Stelle 8,5mm dünn. Schön ist, dass wir an beiden Seiten jeweils einen normalgroßen USB 2.0 Anschluss bekommen. Inklusive Dock hat das Tablet also insgesamt drei USB Ports, über die man genügend Zubehör anschließen kann.

Aufgrund des 10,1 Zoll kleinen Displays ist die Tastatur etwas kleiner als bei normalgroßen Notebooks. Ich habe mit der Tastatur bereits zwei Artikel geschrieben und nach einer kleinen Eingewöhnungsphase konnte ich ziemlich flüssig damit schreiben.

Positiv ist, dass die Pfeiltasten separiert sind. Schade ist hingegen, dass die ESC-Taste und die Entf-Taste in der gleichen Reihe wie die Zahlen liegen. Dadurch sind die Zahlen und Sonderzeichen etwas eingerückt. Wer Blind schreibt, muss sich daran erstmal gewöhnen.

Unter der Tastatur sitzt ein Touchpad, das für ein Tablet dieser Art relativ groß ist. Es funktioniert soweit einwandfrei.

Insgesamt ist das Tastatur Dock meinem ersten Eindruck nach sehr solide umgesetzt. Es wäre schön gewesen, wenn in dem Dock noch ein extra Akku eingebaut wäre, damit man die Laufzeit des IdeaPad D330 verlängern kann. Das hatten früher viele Tablets mit Tastatur Dock. In den letzten Jahren haben jedoch alle Hersteller darauf verzichtet.

Lesen: Die besten Tablets mit Tastatur Dock

HD- oder FullHD-Display

Lenovo IdeaPad D330

Das Lenovo IdeaPad D330 hat ein 10,1 Zoll großes IPS-Display, das je nach Version eine Auflösung von 1280 x 800 Pixel oder 1920 x 1200 Pixel bietet. Bei einem 10,1 Zoll großen Tablet halte ich eine FullHD-Auflösung immer für hochauflösend genug. Benutzt man es ganz normal, sehen Icons und Texte scharf aus.

Falls ihr euch jedoch für das günstigere Modell mit der HD-Auflösung entscheidet, werdet ihr insbesondere im Vergleich zu eurem Smartphone feststellen, dass die Pixeldichte recht niedrig ist. Bei 1280 x 800 Pixel auf 10 Zoll werden Texte nicht ganz so scharf aussehen.

In jedem Fall bekommen wir ein IPS-Display mit soliden Blickwinkeln. Das Testgerät, das Lenovo mir geschickt hat, hat eine FullHD-Auflösung und der Bildschirm ist meinem ersten Eindruck nach sehr solide. Farben und Kontrast sind ordentlich und es ist auch hell genug. Positiv ist auch, dass das Display komplett laminiert ist. Anders als beim iPad 2018 gibt es zwischen der Touchebene und dem IPS-Panel also keine störende Luftlücke.

Wer möchte kann auf dem Display auch mit einem aktiven Stylus schreiben, der Lenovo Active Pen 2 heißt. Das ist der gleiche Stift, den ich bereits auf dem Lenovo MIIX 520 getestet habe.

Hardware und Performance

Lenovo IdeaPad D330 ausgepackt

Wie beim Display, kann man auch bei der internen Hardware des Lenovo IdeaPad D330 zwischen verschiedenen Versionen wählen. So kann man das Tablet mit einem Intel Celeron N4000 oder Intel Pentium Silver N5000 Chipset bekommen.

Bei dem N4000 handelt es sich um einen Dual-Core Chip mit zwei Kernen, die mit 1,1GHz bis 2,6GHz takten. Der N5000 ist ein Quad-Core Prozessor mit vier 1,1GHz bis 2,7GHz Kernen.

Zur weiteren Auswahl stehen 2GB oder 4GB RAM, sowie ein interner Flash-Speicher mit einer Kapazität von 32GB, 64GB oder 128GB. Mein Testgerät hat den Intel N5000, 4GB RAM, 128GB Speicher und integriertes LTE.

Da ich das günstigste Modell mit dem N4000 und den 2GB RAM nicht habe, kann ich die Performance dieser Version nicht testen. Ich habe aber Geräte mit einer ähnlichen Ausstattung gehabt und für einfache Office-Arbeiten sollte die Leistung ausreichen. Da es nur ein Dual-Core Chip ist und 2GB RAM für Windows recht wenig sind, ist aber nicht viel Multitasking drin.

Mein Testexemplar mit dem Intel N5000 Quad-Core Prozessor und den 4GB RAM ist für einfaches Multitasking und einfache Photoshop-Arbeiten in der Regel leistungsstark genug. Aber auch dieser Chipset ist hauptsächlich für Office-Arbeiten geeignet. Wer aufwändige Spiele oder gar 4K-Videos bearbeiten möchte, muss deutlich mehr Geld investieren.

Ich muss die Performance noch weiter testen. Mein erster Geekbench 4 Benchmark-Test zeigt aber, dass die Single-Core-Leistung nur knapp unter der des Surface Pro liegt. Im Multi-Core-Test ist das IdeaPad D330 sogar stärker. Die Grafikperformance des Intel Pentium Gold 4415Y des Surface Go dürfte aber etwas besser sein.

Die Leistung des D330 mit dem N5000 liegt auch etwas über der des älteren N4200 des Acer Switch 3 (Test) und TrekStor Primetab T13B (Test).

Vorläufiges Fazit

Lenovo IdeaPad D330 Unboxing

Um das Lenovo IdeaPad D330 abschließend bewerten zu können, muss ich es noch genauer testen. Meinem ersten Eindruck nach ist aber insbesondere die Version mit dem FullHD-Display, dem Intel Pentium Silver N5000, den 128GB Speicher und den 4GB RAM sehr spannend. In Deutschland kostet dieses Modell 449 Euro inklusive Tastatur Dock. Bei ähnlicher Leistung und mehr Speicher ist das IdeaPad D330 damit gut 100 Euro günstiger als das Surface Go inklusive Type Cover. Dafür besteht das Gehäuse von Lenovo nicht aus Metall, sondern aus Kunststoff.

Die günstigste Version des Lenovo IdeaPad D330 mit dem HD-Display, dem Intel Celeron N4000 Dual-Core Chip und den 2GB RAM ist zwar nicht sehr leistungsstark, aber günstig. Es kostet nur 299 Euro und zu diesem Preis gibt es keine nennenswerte Konkurrenz, zumindest nicht in Deutschland.

In diesem Fall gibt es nur eine Alternative aus China. Das Chuwi SurBook Mini kostet inklusive Tastatur ebenfalls unter 300 Euro, hat sogar ein FullHD-Display und ein Metallgehäuse. Jedoch muss man es aus China bestellen und ggf. auf in Deutschland übliche Garantien und Gewährleistungen verzichten. Die gibt es bei Lenovo natürlich.

Lenovo IdeaPad D330

Das Lenovo IdeaPad D330 ist ein 10,1 Zoll großes Windows-Tablet. Zu den Besonderheiten gehören ein Intel Gemini Lake Prozessor, ein festes Tastatur Dock, sowie optionales LTE und ein optionaler Stift. Es ist ein direkter Surface Go Konkurrent.
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