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Testberichte

Jumper EZBook X1 Kurztest: Günstiges 2-in-1 mit Intel Gemini Lake CPU

Das Jumper EZBook X1 ist ein preiswertes 2-in-1 Convertible mit einem Intel Gemini Lake Prozessor und einem 11,6 Zoll Touchscreen. Hier ist mein erster Eindruck.

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Jumper EZBook X1

Der chinesische Hersteller Jumper hat auf der Computex 2018 in Taiwan ein neues Convertible Notebook gezeigt, das mit einem Intel Gemini Lake SoC ausgestattet ist. Bei dem Jumper EZBook X1 handelt es sich um ein 11,6 Zoll Notebook mit drehbarem Touchscreen und einem Intel Celeron N4100 Quad-Core Prozessor. Ich habe mir das 2-in-1 auf der Computermesse genauer angeschaut. Hier ist mein erster Eindruck.

Übrigens: Das Jumper EZBook X1 wird bei den gängigen China-Shops wie GearBest verfügbar sein, teilweise auch unter dem Namen Jumper Yogabook. Dort ist es auch für unter 300 Euro gelistet, jedoch noch mit einem älteren Prozessor (Link zum Angebot*). Es könnte unter einem anderen Markennamen aber auch direkt in Deutschland erscheinen, beispielsweise bei einem Discounter. Jumper war nämlich auf der Computex, um solche Kunden zu finden.

Laut einem Mitarbeiter von Jumper sind Preise von ab 190 US Dollar möglich. Doch das ist der Einkaufspreis ohne jede Steuer, wenn man sehr große Mengen bestellt. Also 1000 Stück oder mehr. Für Endkunden ist ein UVP von 300 bis 400 Euro wahrscheinlicher.

Design und Verarbeitung

Jumper EZBook X1 Anschlüsse

Das Jumper EZBook X1 ist ein 11,6 Zoll Convertible Notebook. Wie bei 2-in-1 Geräten dieser Art üblich, kann man das Display drehen und auf die Rückseite klappen. Dadurch wird aus dem Notebook ein Tablet. Soweit ich auf der Messe sehen konnte, ist das Scharnier stabil genug. Wie gut es wirklich ist, kann man aber nur mit der Zeit herausfinden.

Obwohl das EZBook X1 sehr günstig sein wird, besteht die Rückseite tatsächlich aus Metall. Doch sowohl der Rahmen um das Display, als auch die Tastatur und die Handauflage sind aus Kunststoff gefertigt. Die Verarbeitung erschien mir auf der Messe als ausreichend. Richtig hochwertig fühlt es sich aber auch nicht an.

Schön ist, dass im Tablet-Modus die Tastatur deaktiviert wird. So soll es sein. Die Tastatur selbst ist in Ordnung. Ich konnte auf ihr durchaus solide schreiben, doch ist die Tastatur eines teureren Notebooks natürlich besser. Es ist ein US-Layout, wer deutsche Umlaute schreiben möchte, muss die Tastatur softwareseitig auf Deutsch stellen.

Jumper EZBook X1 Tastatur

Lesen: Die besten Windows Tablets mit Tastatur

Unter dem Display sitzt ein kapazitiver Windows-Button und an der rechten Seite sitzt unter dem Display eine VGA Webcam. Die Position ist ungewöhnlich, da sie direkt in die Nasenlöcher schaut. Aber gut, dadurch sollen die Rahmen oben kleiner sein. Auch das beliebte Dell XPS 13 hat seit Jahren ein ähnliches Design.

An den Seiten gibt es zwei Lautsprecher, einen Einschaltknopf und die Lautstärkeregler. Dadurch kann man das Convertible auch im Tablet-Modus ein- und ausschalten und die Lautstärke anpassen. Es gibt einen USB C Anschluss, einen micro USB Port, einen Kopfhöreranschluss und einen HDMI-Ausgang.

Display und Hardware

Jumper EZBook X1 Tablet

Das Display des Jumper EZBook X1 ist 11,6 Zoll groß – und verglichen mit anderen China-Notebooks ist es tatsächlich ziemlich gut. Ab Werk klebt auf dem Display eine Schutzfolie, die man abziehen kann. Doch das Display selbst ist laminiert. Es gibt also keinen Abstand zwischen Touchscreen und IPS-Panel, das ist super. Dadurch ist es besser als das Teclast F6 Pro, einem sehr ähnlich Konkurrenten. Dieses hat einen sehr großen Abstand.

Es ist ein IPS-Panel mit guten Blickwinkeln und einer FullHD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixel. Die Helligkeit erschien mir als ausreichend, doch gibt es deutlich hellere Bildschirme. Eine Beschichtung, die Fingerabdrücke minimiert, gibt es nicht.

Im Jumper EZBook X1 sitzt ein Intel Celeron N4100 Quad-Core Prozessor mit 4GB RAM und einem 64GB eMMC Flash-Speicher. Auf der Rückseite kann man eine kleine Klappe öffnen, um eine eigene M.2 SSD einzubauen. Ein solches Design kennen wir bereits von den TrekStor Primebook Convertibles. Wer einen schnelleren Speicher oder mehr Kapazität benötigt, kann es also selbst aufrüsten.

Der Intel Celeron N4100 ist ein SoC der neuen Gemini Lake Generation. Wir können ihn als Nachfolger des N3450 sehen, den wir vom Chuwi SurBook Mini (Test) kennen. Es ist ein Quad-Core Chip, dessen vier Kerne mit 1,1GHz bis 2,5GHz takten. In Benchmarks dürfte er ähnlich abschneiden wie der N4200 des Acer Switch 3 (Test).

Für Office-Arbeiten und leichtes Multitasking müsste die Leistung des N4100 ausreichen. Aber ein Spiele-Notebook ist es selbstverständlich nicht. Programme wie Photoshop können zwar auch laufen, doch wenn ihr mit großen Dateien und komplexen Ebenen arbeitet, ist natürlich leistungsstärkere Hardware sinnvoll.

Jumper EZBook X1: Vorläufiges Fazit

Jumper EZBook X1 Convertible

Ich habe zwar recht viel Zeit am Stand von Jumper mit dem EZBook X1 verbracht, doch ein richtiger Test ist das hier natürlich nicht. Mein erster Eindruck ist gut, sofern der finale Preis nicht allzu hoch ist. Schön ist, dass es keine große Luftlücke im Display gibt und wir aktuelle Hardware bekommen. Bei China-Geräten wie dem hier bekommen wir oft ordentliche Hardware zu einem sehr günstigen Preis. Dafür muss man eventuell auf Garantien und Support verzichten.

Ein sehr ähnliches Convertible ist das TrekStor Primebook C11, das direkt in Deutschland angeboten wird. In diesem steckt zwar der ältere N3350, doch ist es mit einem Preis von rund 260 Euro sehr preiswert (Link zum Angebot*). Eine merkbar bessere Performance bekommen wir hingegen mit dem Teclast F6 Pro, das jedoch kein ganz so schickes Display hat.


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