Testberichte
iPad Pro M5 Test: Die Wahrheit nach 4 Wochen
Ist Apples neues Flaggschiff mit M5-Chipsatz das beste Tablet aller Zeiten? Wir verraten es euch in unserem Test!
Ja, das neue iPad Pro sieht fast genauso aus wie das des letzten Jahres. Aber nachdem wir es jetzt ein paar Wochen getestet haben, sind wir echt überrascht, wie viel sich im Inneren tatsächlich getan hat. Dank zweier neuer Features ist dieses iPad Pro deutlich besser als alle Android Tablets und kann sogar Windows Geräte erstaunlich gut ersetzen.
Hardware & Performance: Wie schnell ist der M5?
Dieses iPad mit dem neuen M5-Prozessor ist mit Abstand das leistungsstärkste Tablet, das es auf dem Markt gibt. Der Arbeitsspeicher ist von 8GB auf 12GB gewachsen und der interne Speicher startet bei 256 GB und geht hoch bis auf 2 Terabyte. Modelle mit 1 Terabyte oder mehr bekommen sogar 16 GB RAM und eine 10-Core-CPU, statt der normalen 9 Kerne.
Dieser M5-Prozessor ist übrigens genau der gleiche, der auch im neuen MacBook Pro steckt.

Es ist echt schwer Apps zu finden, die dieses Gerät irgendwie herausfordern. Selbst 4K-Videos kann man in DaVinci Resolve wunderbar bearbeiten. Und grafisch aufwändige Spiele wie Fortnite laufen mit höchsten Einstellungen flüssig, ohne dass es überhaupt warm wird.

Synthetische Benchmarks wie Geekbench und 3DMark lassen es uns gut mit der Konkurrenz vergleichen: Im Geekbench „Single Core“-Test ist das iPad Pro 35 % schneller als das OnePlus Pad 3, welches aktuell das schnellste Android-Tablet ist.

Der „Wildlife Extreme“-Test von 3DMark prüft, wie gut das Tablet mit anspruchsvollen 3D-Szenen klarkommt, etwa beim Gaming oder Rendern. Hier ist das iPad Pro M5 25 % schneller als sein Vorgänger. Und es ist satte 70 % schneller als das OnePlus Pad 3. Das iPad Pro schlägt also jedes andere Tablet haushoch.
Gaming-Performance
Somit ist es auch das leistungsstärkste Gaming-Tablet auf dem Markt. Fortnite läuft wunderbar. Bei maximalen Einstellungen ist die Framerate zwar auf 60 FPS begrenzt, aber wenn ihr das Preset auf „Niedrig“ stellt, könnt ihr die 120-FPS-Option wählen. Das iPad schafft das FPS-Limit in beiden Einstellungen problemlos, und ehrlich: Wir hatten noch nie ein besseres Fortnite-Erlebnis auf einem Tablet. Es gibt fast kein Ruckeln und keine Frame-Einbrüche. Wer Fortnite auf mobilen Geräten kennt weiß, dass das echt selten ist.

„Wuthering Waves“ ist ein weiterer anspruchsvoller Titel, der allerdings durch die Game-Engine limitiert wird. Die Framerate ist hier bei 60 FPS gedeckelt, womit das iPad selbst auf höchsten Einstellungen überhaupt keine Mühe hat. Auch andere Schwergewichte wie „Genshin Impact“ oder „Zenless Zone Zero“ laufen genauso flüssig.
Genau das gilt auch für Assassin’s Creed Mirage. Für den M5 ist das keine Herausforderung und läuft wunderbar. Es gibt derzeit einfach keine Spiele fürs iPad, die für den M5 wirklich anspruchsvoll sind.
Sehr helles OLED-Display
Das iPad Pro hat nach wie vor eines der besten Displays auf dem Markt, auch wenn Samsungs Galaxy Tab S11-Serie verdammt nah drankommt. Das diesjährige 11-Zoll-Pro hat wieder das helle Tandem-OLED-Display mit einer Auflösung von 1668 x 2420 Pixeln. Es hat natürlich Apples „ProMotion“-Technologie, was bedeutet, dass Animationen und Spiele sehr flüssig mit 120 Hertz laufen. Wir hätten uns allerdings gewünscht, dass die Ränder ein kleines bisschen schmaler wären.
Auch das fast quadratische 3-zu-4-Seitenverhältnis kann manchmal nerven, da die meisten Videos im Vollbildmodus schwarze Balken an den Seiten haben. Aber zum Arbeiten ist dieses Format tatsächlich besser.
Wenn ihr Netflix oder YouTube schaut oder Spiele spielt, ist dieses Display wirklich schön. Dunkle Szenen wirken dank des OLEDs und der Spitzen Helligkeit von 1.600 Nits richtig gut. Auch mit der 1000 Nits Standard Helligkeit kann man wunderbar draußen arbeiten.

Es gibt auch eine Option für ein weniger spiegelndes „Nanotextur“-Glas gegen Aufpreis, das gibt es aber nur für Modelle ab 1 Terabyte Speicher.
Wir haben das iPad direkt mit dem Samsung Galaxy Tab S11 verglichen. Die Displays sind auf dem Papier gleich hell, aber das iPad ist real minimal heller und hat realistischere Farben. Insbesondere wenn ihr Fotos und Videos bearbeitet, ist das iPad Pro also deutlich besser geeignet.
Übrigens: Das 13-Zoll iPad Pro hat genau den gleichen Bildschirm mit denselben Features, er ist einfach nur größer.
Lautsprecher
Wir sind ziemlich beeindruckt von den vier Stereo-Lautsprechern des iPad Pro. Sie klingen sehr klar und sind ausgewogen abgestimmt. Im direkten Vergleich mit Samsungs Tab S11 klingt das iPad bei Musikwiedergabe etwas detaillierter und weniger verzerrt. Dafür wird das S11 ein bisschen lauter, beide haben also ihre Stärken.
Akkulaufzeit
In unserem standardisierten YouTube-HD-Streaming-Test schafft das iPad Pro 12 Stunden und 51 Minuten durchgehende Videowiedergabe. Das ist ein exzellenter Wert und es schlägt dabei sogar das S11 um 6 Minuten.

Im echten Alltag fühlt sich die Akkulaufzeit allerdings etwas schwächer an. Wir haben meistens nur einen vollen Tag aus dem iPad Pro herausgeholt und vor allem wenn man es intensiv nutzt, muss man es häufig aufladen. Das liegt aber auch daran, dass der Prozessor so stark und das Display so hell ist. Man kann eben viel mehr damit machen als mit anderen Tablets.
Design & Verarbeitung
Apples iPad-Design hat sich in den letzten Jahren kaum verändert und so ist es auch diesmal. Wir haben hier das 11-Zoll-Modell und es besteht komplett aus Aluminium und fühlt sich sehr hochwertig an. Ach ja: Es gibt keinen physischen SIM-Slot bei der 5G Version, und auch keinen Micro-SD-Kartenslot. Schade.

Der Power-Button und die Lautstärketasten sitzen oben links, und rechts findet ihr den magnetischen Streifen, an dem der Apple Pencil Pro aufgeladen wird.
Der Thunderbolt-3 USB-C-Anschluss sitzt auf der rechten Seite und unterstützt natürlich Video-Output. Da es Thunderbolt 3 ist, bekommt ihr Datenübertragungsraten von bis zu 40 Gigabit pro Sekunde und das ist doppelt so schnell wie bei jedem aktuellen Android-Flaggschiff-Tablet.
Apple gibt die Ladegeschwindigkeit nicht genau an, behauptet aber, dass das iPad Pro in einer halben Stunde von 0 auf 50% lädt, was in unserem Test auch so war.

Die Selfie-Kamera und der FaceID-Sensor sitzen am oberen Bildschirmrand. Apples FaceID ist im Grunde die sicherste und schnellste Gesichtsentsperrung auf irgendeinem Tablet, Windows-Tablets mal ausgenommen. Und das ist ein riesiger Vorteil. Selbst die besten Samsung-Tablets nutzen langsamere und weniger komfortable optische Fingerabdruckscanner, und deren Gesichtsentsperrung ist nicht sicher genug für wichtige Apps wie Banking. Das macht das iPad Pro deutlich besser.
Kameras
Bei der Qualität der Kameras hätte Apple allerdings wirklich nachbessern können. Die 12-Megapixel-Frontkamera hat einen sehr weiten Winkel und unterstützt Center Stage, folgt euch bei Zoom und Co. also automatisch. Dadurch sehen Selfies aber entweder verzerrt aus oder haben reingezoomt eine schlechtere Qualität.
Die Hauptkamera hat ebenfalls 12 Megapixel und kann Videos bis zu 4K bei 60 FPS aufnehmen. Sie ist klasse, um PDFs zu scannen und man kann durchaus auch normale Fotos ordentlich damit aufnehmen. Videos sehen tatsächlich überraschend gut aus.
iPadOS 26: Multitasking wie am Mac
Das M5 iPad Pro ist das erste iPad, das direkt mit iPadOS 26 und seinen neuen, schicken „Liquid Glass“-Effekten ausgeliefert wird. Auch wenn nicht jeder ein Fan des neuen Design-Stils ist, gibt es ein anderes, viel wichtigeres Upgrade: Die Multitasking-Features im macOS-Stil.

Für uns sind die Highlights die herunterziehbare Menüleiste in jeder App wie bei macOS, die typischen „Ampel-Icons“ für Vollbild, Minimieren und Schließen von Apps und natürlich die Split-Screen-Funktionen.
Das iPad fühlt sich jetzt tatsächlich fast wie ein Desktop-Rechner an. Ihr könnt schwebende Fenster einfach in eine Bildschirmecke werfen, um sie in den Split-Screen-Modus zu bringen. Echt klasse, vor allem wenn man eine Tastatur und Maus benutzt.

Im Vergleich zu einem Android-Desktop-Modus wie Samsung DeX finden wir das neue iPadOS viel besser. Ihr könnt Safari im Desktop-Modus genauso bedienen wie Chrome bei Samsung DeX, aber iPadOS hat an externen Monitoren weniger Bugs, wirkt besser abgestimmt und funktioniert einfach zuverlässiger.
Wir wünschen uns allerdings immer noch, dass man mehrere Audiospuren gleichzeitig abspielen kann, ohne dass eine davon pausiert.
Software-Support ist bei Apple-Produkten auch kein Thema. Es gibt zwar keine offizielle Update-Garantie, aber iPads bekommen in der Regel 7 Jahre Support, wenn nicht sogar länger. Bei Android ist das ja öfters ein Problem.
Apple Pencil
Das iPad Pro unterstützt sowohl den Apple Pencil mit USB-C als auch den Pencil Pro. Während der USB-C-Pencil ein einfacher Stift ohne Druckempfindlichkeit ist, hat der Pencil Pro alle Features, die man sich wünschen kann.
Es ist immer noch der beste Tablet-Stylus da draußen, besonders wenn ihr gerne zeichnet. Er ist präzise, die Druck- und Neigungserkennung sind makellos und das eingebaute Gyroskop ist einzigartig auch im Vergleich zum S Pen. Dank des Gyroskops erkennt das iPad, wenn ihr den Stift dreht.

Der Apple Pencil Pro hat auch das „Squeeze“-Feature, also eine Druckgeste, mit der ihr eine Werkzeugleiste aufrufen oder schnell den Pinsel wechseln könnt, das variiert je nach App.
Für Notizen ist der Pencil hervorragend. Und Apple hat noch ein Ass im Ärmel: iPads unterstützen einige der besten Apps für Notizen, zum Zeichnen und zur Fotobearbeitung. „Affinity Photo“ und „Procreate“ gibt es zum Beispiel exklusiv auf dem iPad.
Tastatur-Cover
Das Magic Keyboard ist im Grunde eine Mini-MacBook-Tastatur mit einem winzigen haptischen Trackpad, für die Apple ziemlich viel Geld verlangt. Aber es ist trotzdem ein Zubehör, das wir empfehlen.

Die Tasten fühlen sich sehr gut an, auch wenn der Tastenhub etwas größer sein könnte. Das Tippgefühl ist sehr konsistent und nichts wackelt. Und das Trackpad funktioniert ebenfalls ordentlich.

Der einzige große Nachteil ist, dass man das Display nicht weiter als 45 Grad neigen kann, und das schwebende Design macht es schwer, es auf dem Schoß zu benutzen, da der Schwerpunkt ganz hinten liegt.
iPad Pro Test Fazit: Das beste Tablet
Apples iPad Pro mit M5 ist ohne Zweifel das beste Tablet für Designer, zum Gaming und zum Arbeiten. Die Leistung ist ungeschlagen, Display und Lautsprecher könnten kaum besser sein und das Zubehör ist ebenfalls klasse, wenn auch sehr teuer.

Günstigere Alternativen wie das iPad Air und das OnePlus Pad 3 sind eine gute Wahl, wenn ihr nur den Apple Pencil Pro oder nur gute Gaming-Performance braucht. Und Samsungs S11 und S11 Ultra sind besser, um Filme oder Serien zu schauen. Aber all diese Tablets haben die eine oder andere Schwäche.
Wenn ihr es rechtfertigen könnt, mehr als 1000 Euro für ein Tablet auszugeben, ist das iPad Pro unsere Top-Empfehlung.
Und wenn ihr darüber nachdenkt, euch das iPad Pro zu holen, müsst ihr euch unbedingt unser Video zum perfekten iPad-Schreibtisch-Setup ansehen. Ich habe meinen Windows-Laptop durch das iPad ersetzt und nutze es jetzt als meinen Desktop-Computer. Das macht viel Spaß.

Leistungsstarker M5-Chip
Klasses OLED Display
Großartiges Zubehör
Gute Multitasking-Funktionen
Kameras könnten besser sein
Teuer
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