Connect with us

Testberichte

iPad Air M4 Test: Die goldene Mitte zwischen iPad 11 und Pro?

Ihr wollt wissen, wie sich das neue iPad Air mit M4-Chipsatz in der Praxis schlägt? Erfahrt es in unserem Test!

Veröffentlicht am

Apple iPad Air M4

Ist das neue iPad Air wirklich ein Upgrade gegenüber dem iPad Air M3, und lohnt es sich überhaupt im Vergleich zum normalen iPad oder zum iPad Pro? Um das herauszufinden, haben wir die letzten Wochen sowohl das 11-Zoll- als auch das 13-Zoll-Modell fast täglich benutzt. Wir haben damit zu Hause Videos und Serien gestreamt, Spiele gespielt, Videos geschnitten und sogar diesen Test auf dem neuen iPad Air geschrieben.

Apple iPad Air M4 bei* Amazon

Apple Pencil Pro: Stift-Test

Fangen wir mit dem größten Kaufargument des iPad Air gegenüber dem einfachen iPad an: Die Unterstützung für den Apple Pencil Pro. Das ist derselbe Stift wie beim iPad Pro und beim letztjährigen iPad Air M3. Er verbindet sich oben am Tablet und lädt magnetisch auf.

Apple iPad Air M4 11" und 13" Rückseite

Es ist klar, warum so viele Künstler zu einem iPad greifen. Der Apple Pencil fühlt sich beim Schreiben und Zeichnen richtig gut an und unterstützt intuitive Funktionen wie Doppeltippen oder Zusammendrücken, um schnell Einstellungen zu ändern. Es gibt kein Lag und der Stift funktioniert einfach richtig gut. Besonders das 13-Zoll-Modell macht hier richtig Spaß, weil ihr auf dem größeren Display eine viel größere Leinwand zum Zeichnen habt. 

Schreiben auf dem Apple iPad Air M4 mit Apple Pencil Pro

Wir haben den Stift in Sketchbook zum Zeichnen und in Goodnotes, OneNote und CollaNote für Notizen getestet. In keiner der Apps gab es Probleme. Es wäre allerdings schön, wenn Apple eine weichere Stiftspitze anbieten würde, damit es beim Schreiben nicht so laut klackt.

Alternativ könnt ihr auch den günstigeren Apple Pencil USB-C nehmen, der zwar keine Druckempfindlichkeit hat, sich aber trotzdem solide zum Schreiben anfühlt. Zeichen-Apps unterstützen trotzdem Neigungserkennung, was für Schattierungen klasse ist.

Lesen: Top 23 Tipps und Tricks für den Apple Pencil fürs iPad

Display: 11 und 13 Zoll LCD

Das Display des neuen iPad Air ist exakt dasselbe wie letztes Jahr. Das heißt: immer noch ein LCD-Panel mit nur 60 Hz. Selbst günstige Android-Tablets haben heutzutage normalerweise 90 oder 120 Hz. Die maximale Helligkeit beim 11-Zoll-Modell liegt bei nur 500 Nits. Für drinnen reicht das locker, aber draußen in der Sonne wird es knapp. Das 13-Zoll-Modell schafft übrigens 600 Nits, was einen spürbaren Unterschied macht.

Apple iPad Air M4 11" und 13" Vorderseite

Kleine Randnotiz: Das 11-Zoll iPad Air hat eigentlich ein 10,9-Zoll-Display. Echte 11 Zoll bekommt ihr nur beim iPad Pro.

Auf der positiven Seite hat das iPad Air aber immer noch eines der besten LCD-Displays und die Farbwiedergabe ist ausgezeichnet, richtig gut für Grafikdesign oder für Filme und Serien. Der Kontrast ist deutlich besser als bei einem typischen LCD. Auch wenn es natürlich nicht an das iPad Pro mit seinem 1000 Nits hellen OLED-Display rankommt.

Apple iPad Air M4 11" und 13" im Display-Test

Die Farben sind kräftig und die Blickwinkel stabil. Unser Redakteur Sandor hat Neon Genesis: Evangelion auf dem Tablet geschaut und es dafür geliebt.

Außerdem ist das Display laminiert. Es gibt also keinen sichtbaren Luftspalt zwischen Glas und Panel, was bedeutet, dass es beim Schreiben so aussieht, als würdet ihr direkt auf dem Display schreiben. Das iPad 11 hat leider kein laminiertes Display.

Lautsprecher

Lasst euch nicht von den vier Lautsprecheröffnungen täuschen: Das iPad Air M4 hat immer noch nur ein Dual-Stereo-Setup. Aber die Lautsprecher sind richtig gut. Der Bass ist kräftig, der Klang insgesamt ausgewogen und es gibt kaum Verzerrungen bei höherer Lautstärke.

Lautsprecher des Apple iPad Air M4

Klar, das iPad Pro mit vier Stereo-Lautsprechern wird lauter und klingt noch besser, aber der Unterschied ist nicht riesig. Für YouTube beim Frühstück oder Musik zwischendurch reichen die Lautsprecher allemal.

Akkulaufzeit

Die größte Schwäche des iPad Air ist die Akkulaufzeit. Für unseren Test lassen wir immer ein HD-YouTube-Video bei maximaler Helligkeit in einer Endlosschleife laufen. In diesem Test hält das iPad Air 13 Zoll nur 5 Stunden und 33 Minuten durch. Das 11-Zoll-Modell ist sogar noch schwächer und gibt schon nach 4 Stunden und 30 Minuten auf.

Apple iPad Air M4 11" und 13" im Akkulaufzeit-Vergleich

Zum Vergleich: Das iPad Pro 11 Zoll schafft in demselben Test satte 12 Stunden und 50 Minuten, obwohl es ein helleres Display hat. Das liegt an der OLED-Technologie, die deutlich energieeffizienter ist. Die Akkulaufzeit ist also definitiv ein Punkt, bei dem das iPad Air enttäuscht.

Performance und Benchmarks

Es gibt also ein paar Schwächen, aber die reine Leistung gehört definitiv nicht dazu. Das neue iPad Air wechselt vom M3 auf den M4 Prozessor und bringt 50 Prozent mehr RAM mit. Der Arbeitsspeicher startet jetzt also bei 12 GB statt 8 GB.

Obwohl der Basis-RAM höher ist, startet der Speicher leider immer noch bei mageren 128 GB. Bei einem günstigeren Tablet finden wir das akzeptabel, aber wenn ihr die Power des iPad Air für Videoschnitt, Fotobearbeitung oder Gaming nutzen wollt, sind die 128 GB ziemlich schnell voll. 256 GB sollten unserer Meinung nach das Minimum sein, so wie beim iPad Pro.

Apple iPad Air M4 11" und 13" im Geekbench 6 Benchmark-Vergleich

Der M4 Prozessor ist schnell genug für quasi alles. Es ist schließlich ein Laptop-Chip. Für Surfen, leichte Bearbeitung und Gaming reicht euch eigentlich schon das normale iPad 11. Das iPad Air ist für solche Aufgaben totaler Overkill. Wenn ihr aber Videos auf dem iPad schneiden wollt, erwartet euch eine überraschend gute Erfahrung. Wir haben DaVinci Resolve mit einem 10-minütigen 4K-Clip getestet. Effekte und Farbkorrekturen anwenden geht quasi sofort. Erst als wir ein 200-Megapixel-Foto über das Video gelegt haben, fing die Wiedergabe an zu ruckeln. Abgestürzt ist die App trotzdem nicht.

Videoschnitt in DaVinci Resolve auf dem Apple iPad Air M4

Übrigens habe ich auf dem M4 iPad Air eine ganze Reihe an 4K Videos vom Mobile World Congress bearbeitet und das ging besser als auf meinem 2700 Euro Windows-Laptop.

In den Benchmarks ist das iPad Air M4 das zweitschnellste Tablet, das wir je getestet haben. Nur das iPad Pro mit M5 ist knapp schneller. Im Vergleich zum letztjährigen Air M3 ist die CPU-Single-Core-Geschwindigkeit rund 20 Prozent schneller und die Multi-Core-Leistung etwa 10 Prozent besser.

Apple iPad Air M4 11" und 13" im 3D Mark Wildlife Extreme Benchmark-Vergleich

Bei der Grafikleistung in 3DMark Wildlife Extreme verbessert sich das neue iPad Air um 20 Prozent gegenüber dem Vorgänger. Es ist zwar etwa 25 Prozent langsamer als das M5 iPad Pro, liegt damit aber über jedem Android-Tablet. Schade nur, dass ihr die ganze Power wegen der 60-Hz-Beschränkung des Displays in Spielen selten voll ausnutzen könnt.

Gaming

Das iPad Air ist ideal für Leute, die Singleplayer-RPGs und Strategiespiele unterwegs spielen wollen. Für kompetitive Shooter ist es wegen der 60 Hz eher nicht gemacht. Wir bevorzugen da schon 120.

Apple iPad Air M4 im Spieletest mit Fortnite

Fangen wir mit Fortnite an. Wie erwartet könnt ihr das Spiel nur mit 60 Bildern pro Sekunde spielen, egal wie hoch ihr die Grafik dreht. Das Spiel sieht gut aus und ruckelt nicht. Wir finden das Erlebnis in Ordnung, auch wenn eine höhere Bildwiederholrate natürlich wünschenswert wäre.

Apple iPad Air M4 im Spieletest mit Resident Evil: Village

Resident Evil: Village passt besser zu diesem Tablet. Mit etwas Upscaling und einer niedrigeren Auflösung läuft das Spiel mit 30 bis 45 Bildern pro Sekunde bei sonst maximalen Einstellungen. Es ist wahrscheinlich das am besten aussehende Spiel, das wir je auf einem Tablet gesehen haben, und die niedrigeren FPS stören bei dem langsameren Spieltempo nicht.

Apple iPad Air M4 im Spieletest mit Civilization VI

Wenn Horror nichts für euch ist, was wir völlig verstehen, dann ist Civilization VI vielleicht eher euer Ding. Das Spiel ist berüchtigt für lange Ladezeiten, besonders spät im Spiel auf großen Karten. Aber die CPU des iPad Air knackt es ohne Probleme. Das Spiel ist auch klasse für lange Flug- oder Zugfahrten, es verbraucht nicht viel Akku und ihr bekommt ein Spielerlebnis fast auf PC-Niveau direkt auf dem Tablet.

Lesen: Die besten Gaming Tablets zum Spielen im Test

Kameras

Das iPad Air hat zwei Kameras, eine 12-Megapixel-Hauptkamera auf der Rückseite und eine 12-Megapixel-Center-Stage-Frontkamera. Die Frontkamera hat einen sehr weiten Blickwinkel, was sie klasse für Videoanrufe und Gruppenfotos macht. Selfies sehen wegen des Weitwinkels allerdings nicht besonders scharf aus.

Apple iPad Air M4 11" und 13" Rückseite

Fotos bei Tageslicht sehen gut aus, aber richtig glänzen tut das iPad bei der Videoaufnahme. Die Rückkamera kann 4K mit 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen, und das in exzellenter Qualität. Das ist selten für ein Tablet. Die Frontkamera ist beim Video eher durchschnittlich mit maximal Full-HD, reicht aber für Zoom oder FaceTime locker aus.

Apple Magic Keyboard

Das Apple Magic Keyboard ist fast dasselbe wie beim iPad Pro, mit nur ein paar kleinen Unterschieden. Beim Pro bekommt ihr beleuchtete Tasten und ein haptisches Trackpad zum fast gleichen Preis.

Apple iPad Air M4 mit Stift und Tastatur

Die 11-Zoll-Tastatur ist natürlich kleiner und ihr müsst euch erst daran gewöhnen, aber die 13-Zoll-Version hat eine perfekte Größe zum Tippen wie auf einem Laptop. Das Trackpad reagiert super. Allerdings ist ist das Cover ziemlich schwer und ihr könnt das Display nur um etwa 45 Grad neigen. Auf dem Schoß ist es quasi nicht nutzbar, weil alles nach hinten kippt.

Und mal ehrlich: 329 Euro für die Air-Tastatur und 349 Euro für die Pro-Version, das ist schon ein ziemlich heftiger Preis für eine Tastatur. Wenn ihr zum 11-Zoll iPad Air noch den Pencil Pro und das Keyboard dazukauft, wird das Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich schlechter. In dem Fall könntet ihr für ein paar hundert Euro mehr auch gleich zum 11-Zoll iPad Pro greifen und bekommt das bessere Gesamtpaket.

Falls ihr ein bisschen sparen möchtet, könnt ihr aber auch zu den Tastatur Covern von Logitech greifen, die ziemlich gut sind.

Design

Das Design und die Farben sind identisch zum iPad Air vom letzten Jahr. Der einzige Unterschied zwischen dem 11- und dem 13-Zoll-Modell ist die Größe und das Gewicht: 464 Gramm beim 11-Zöller gegenüber 616 Gramm beim 13-Zöller. Beide Tablets sind mit 6,1 mm sehr dünn.

Auf der Rückseite sitzt das Apple-Logo in der Mitte und ein einzelner Kameraring oben rechts. Klassisch, schlicht und sieht gut aus. Selbst beim 5G-Modell gibt es keinen SIM-Slot, das iPad Air funktioniert nur mit eSIM. Stellt also sicher, dass ihr Zugang zu einer habt, wenn ihr einen Datentarif nutzen wollt.

Apple iPad Air M4 11" und 13" im Größenvergleich

Der Einschaltknopf sitzt oben links und hat einen integrierten Fingerabdrucksensor für Touch ID. Funktioniert super zum Entsperren und für Passwörter beim Surfen. Auf der rechten Seite findet ihr den USB-C-Anschluss. Es ist USB 3.1 Gen 2, womit ihr auch ein externes Display anschließen könnt. Das ist ein großer Vorteil gegenüber dem normalen iPad 11, das sein Display nur spiegeln kann.

Lesen: Die besten Tablets mit 5G, 4G, LTE und SIM-Kartensteckplatz

Fazit: Apple macht es immer noch richtig

Zusammengefasst ist das iPad Air immer noch das hervorragende Tablet, das wir letztes Jahr so gelobt haben, auch wenn es außer der Performance kaum Upgrades gibt. Es ist nach wie vor der günstigste Weg, Apple Pencil Pro Unterstützung zu bekommen, ab 649 Euro und bietet euch ein laminiertes Display, das beim normalen iPad fehlt.

Apple iPad Air M4 11" und 13" mit Stift und Tastatur

Künstler und Gelegenheitsspieler werden die verbesserte Leistung und den größeren Arbeitsspeicher zu schätzen wissen. Aber wenn ihr das letztjährige iPad Air M3 habt, lohnt sich das Upgrade nicht. Wartet lieber noch ein oder zwei Generationen. Wenn euer iPad Air allerdings schon ein paar Jahre alt ist, werdet ihr den Unterschied merken.

Wie gesagt, das Air wird weniger attraktiv, wenn ihr den Speicher upgradet und Stift plus Tastatur dazukauft. In dem Fall ist das iPad Pro vielleicht sogar der bessere Deal, wenn ihr denn bereit seid, so viel für ein Tablet auszugeben. Schaut euch als nächstes unbedingt unseren Test vom M5 iPad Pro an. Damit bekommt ihr noch mehr Leistung und ein besseres, helleres OLED-Display.


8

Apple iPad Air M4
Test: Das neue iPad Air überzeugt zwar durch die starke M4-Leistung und die Unterstützung für den Apple Pencil Pro, hinkt aber bei der Akkulaufzeit deutlich hinterher und behält das alte 60-Hz-Display bei. Für Besitzer älterer Geräte ist es zwar ein tolles Upgrade gegenüber dem Standard-iPad, doch bietet das iPad Pro ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis, sobald du viel Zubehör oder zusätzlichen Speicher hinzufügst.
Positiv

✅Hervorragende Performance mit M4 Chip
✅Tolles Display
✅Sehr gute Lautsprecher
✅Guter Stylus und Tastatur
✅iPadOS 26 und langer Support

Negativ

❌Nur 60 Hz Bildwiederholrate
❌Schwache Akkulaufzeit
❌Zubehör ist zu teuer
❌Kaum Upgrades gegenüber dem iPad Air 2025


Click to comment

Beliebt