Testberichte
Honor Pad 10 Test: Neuer Preis-Leistungs-Testsieger?
Das Honor Pad 10 verspricht Mittelklasse-Leistung inklusive Stift und Tastatur für rund 300 Euro – Unser Test verrät euch, ob das klappen kann.
Mit dem Honor Pad 10 ist ein neues Mittelklasse-Tablet erschienen, das für derzeit 300 Euro ein großes Display, Tastatur-Cover und Stift bietet. Wir haben damit viel Netflix und YouTube geschaut, Fortnite gespielt, mit dem Zubehör gearbeitet und es mit dem Xiaomi Redmi Pad Pro verglichen. Das war nämlich einer unserer Preis/Leistungssieger des letzten Jahres.
In vielen Punkten hat uns das Pad 10 begeistert, aber in einigen Tests ist es auch durchgefallen. Reicht es aber für unseren Preis-Leistungs-Testsieger und die Ablösung des Redmi Pad Pro? Der Reihe nach, wir beginnen mit der Verarbeitung.
Design & Verarbeitung
Das Honor Pad 10 setzt auf ein Aluminium-Unibody-Gehäuse und wiegt 525 Gramm. Es ist in Cyan oder Grau erhältlich. Das Gehäuse wirkt hochwertig und überzeugt von der Haptik, die Tasten sitzen fest, nichts knarzt und die Kamerainsel ist gut integriert. Für ein 300-Euro-Tablet ist die Verarbeitung wirklich gut.

Display
Wir bekommen einen 12,1 Zoll großen IPS-LCD mit einer Auflösung von 2560 × 1600 Pixeln im 16:10 Format. Die Bildwiederholrate liegt bei bis zu 120 Hz, was wir auch nochmal nachgemessen haben und stimmt.

Die Helligkeit erreicht laut Hersteller 500 Nits. Im Alltagstest überzeugte das Display mit guten Blickwinkeln, wirklich guter Helligkeit und schöner Schärfe. Verglichen mit dem Redmi Pad Pro zum Beispiel ist das Display deutlich heller und auch die Farben sind etwas balancierter.
Der einstellbare Circadian-Night-Modus sorgt abends für angenehme Farben und ist tatsächlich spürbar entlastend für die Augen.
Lautsprecher
Honor verbaut sechs Lautsprecher, drei pro Seite. Dem Klang fehlt ein wenig Bass, aber insgesamt klingen sie wirklich solide und angenehm. Die Stereo-Wirkung ist stark, selbst aus größerer Entfernung. Für Filme, Serien und YouTube ist das Tablet daher sehr gut geeignet.
Lesen: Lenovo Tab Plus Test: Wirklich der Audio-König unter den Tablets?
Leistung
Im Inneren des Pad 10 steckt ein Snapdragon 7 Gen 3 Chip. Verschiedene Ausstattungsoptionen gibt es leider nicht. Das Tablet kommt immer mit festen 8 GB RAM und 256 GB Speicherplatz. Im Geekbench 6 Benchmarktest liegt die Single-Core-Leistung leicht über dem Durchschnitt vergleichbarer Tablets.

Zum Beispiel ist die GPU Performance des Honor Pad 10 im Vergleich zum Redmi Pad Pro deutlich besser, während die Single-Core- und Multi-Core Tests sehr ähnliche Ergebnisse zeigen.
Für alltägliche Aufgaben wie Surfen, Office oder YouTube aber auch die meisten Spiele ist das absolut ausreichend. Multitasking mit Split-Screen oder im Multi-Window-Modus lief im Test jederzeit flüssig, auch beim parallelen Nutzen mehrerer Apps.

Im 3DMark Wild Life Extreme Benchmark Test schneidet das Pad 10 eigentlich sehr gut ab und schlägt sogar das Samsung Galaxy Tab S10 FE um einige Punkte. Seinen Vorgänger, das Honor Pad 9, lässt es weit zurück und setzt sich auch gegen das Redmi Pad Pro stark durch.
Gaming
In der Praxis läuft Fortnite auf epischen Einstellungen mit 40 bis 55 FPS, ohne Einbrüche. Voraussetzung ist allerdings, den Gaming-Modus im Honor-Gaming-Hub zu aktivieren. Dann blieb die Performance überwiegend konstant. Wir haben beim Testen direkt einen epischen Sieg errungen. Das muss doch etwas heißen, oder?

PUBG lief ebenfalls flüssig, machte Spaß, und auch Wild Rift lief ohne Probleme. Selbst Once Human konnten wir mit mittleren Grafikeinstellungen sehr sauber spielen.
Ja, es ist vielleicht kein High-End-Gaming-Tablet, aber für die meisten Android-Spiele liefert es wirklich eine solide Leistung.
Software
Ab Werk kommt Android 15 mit MagicOS 9. Honor verspricht zwei Android-Updates und vier Jahre Sicherheitsupdates. Das ist für ein 300-Euro-Tablet absolut in Ordnung, auch wenn es nicht mit dem Update-Versprechen von Samsung oder Apple mithalten kann.
Die Benutzeroberfläche ist aufgeräumt, Funktionen wie Magic-Portal machen in Kombination mit einem Honor Smartphone richtig Sinn. Damit lässt sich per Drag & Drop einfach zwischen Handy und Tablet arbeiten.

Neben einigen AI-Features wie der automatischen Untertitel-Generierung bei allen angezeigten Inhalten oder Schreibassistenz bietet die Galerie eine AI-Videoerstellung an, die automatisch aus ausgewählten Clips kurze Videos erstellt und mit Musik hinterlegt.
Da ist aber noch mehr. Die Galerie bietet nämlich für Videobearbeitung eine eingebaute Anwendung an, die vom Funktionsumfang Premiere Rush oder Instagram Edits auf jeden Fall das Wasser reichen kann und mit Handy-Videos und Fotos sehr gut klar kommt.
Akku
Verbaut ist ein Akku mit 10100 mAh. Dieser kann mit bis zu 35W per USB-C recht schnell aufgeladen werden. 35W sind nicht sehr viel, aber bei diesem Akkuvolumen in Ordnung.
Dennoch fragen wir uns, warum nicht ein noch größerer Akku verbaut wurde, denn so ein großer heller LCD frisst ordentlich am Akku.
In unserem Akkutest kam das Honor Pad 10 bei Wiedergabe eines HD-Youtube Videos bei maximaler Helligkeit auf 6,5 Stunden.

Ein eher schwaches Ergebnis, aber im Vergleich zum Vorgänger immer noch eine Steigerung. Das Honor Pad 9 kam nämlich nur auf 5 Stunden.
In der Praxis ist der Bildschirm meist nicht auf maximaler Helligkeit und hält deutlich länger. Beim Testen hatten wir nicht das Gefühl, dass er dauernd aufgeladen werden musste.
Entsperren
Ein Fingerabdrucksensor fehlt, stattdessen gibt es Face Unlock über die Frontkamera. Bei Tageslicht funktioniert das sehr gut, im Dunkeln gibt es kleine Schwächen.
Insgesamt reicht das für den Alltag, aber ein Fingerabdrucksensor stattdessen würde es nicht nur deutlich sicherer machen, sondern auch für die Größe besser sein, finden wir.
Konnektivität
Das Honor Pad 10 hat einen USB-C-2.0-Anschluss, auf einen Klinkenanschluss wurde verzichtet. Gerade für ein Streaming-Tablet ist das eigentlich schade. Auch ein microSD-Slot fehlt. Das heißt: Wer mehr Speicher braucht, muss auf Cloud-Lösungen ausweichen oder immer externe Festplatten anschließen.
Hier wäre auf jeden Fall noch Luft nach oben. Außerdem gibt es das Tablet nur als WLAN-Version. Es ist keine 5G- oder LTE-Variante erhältlich.
Stift
Im Lieferumfang ist der Honor Choice Pencil enthalten. Ein recht leichter Plastikstift, der per USB-C geladen wird und sich via Bluetooth per Knopfdruck koppelt. Das funktioniert auch sehr verlässlich.
Die angegebene Latenz von unter 2 ms können wir im Test nicht bestätigen. Es gibt eine spürbare Verzögerung, besonders in Notizen-Apps wie Noteshelf 3.

Außerdem funktionieren die Button-Funktionen nicht in jeder App. In Nebo funktionierte das Schreiben besser, auch das Umschalten auf den Radierer durch doppeltes Drücken war möglich.
Insgesamt wirkt der Stift nicht hochwertig, der Knopf ist wackelig und die Spitze sitzt locker, aber für gelegentliche Notizen reicht er aus. Vielschreibern empfehlen wir eher Alternativen wie das Samsung Galaxy Tab S6 Lite oder Galaxy Tab S10 FE.
Tastatur
Anders ist das bei der mitgelieferten Tastatur, dem Smart Bluetooth Keyboard. Es muss auch separat geladen werden und verbindet sich über Bluetooth. Während der Einrichtung hatten wir Probleme bei der Kopplung. Nach erfolgreicher Verbindung funktionierte es aber flüssig und ohne wahrnehmbare Latenz.

Die Tastatur ist angenehm zum Tippen und gut verarbeitet. Dass sie im Bundle enthalten ist, macht sie zu einem echten Pluspunkt. Allerdings ist es unpraktisch, dass sowohl Tablet, Tastatur als auch Stift separat geladen werden müssen. Moderne Lösungen mit Kontakten wären hier wirklich besser.
Lesen: Die besten Tablets mit Tastatur im Test
Kamera
Vorne und hinten sitzt jeweils eine 8-Megapixel-Kamera (f/2.0). Die Bildqualität ist bei gutem Licht in Ordnung, bei wenig Licht deutlich verrauscht. Die Frontkamera sitzt auf der langen Seite, was ideal für Videocalls ist. Für Schnappschüsse oder das Abfotografieren von Dokumenten reicht die Kameraqualität aber völlig aus.

Wer mehr erwartet, wird enttäuscht. Aber zu diesem Preis sollte man keine hohen Ansprüche an eine gute Kamera haben.
Fazit
Für rund 300 Euro liefert Honor mit dem Pad 10 ein starkes Gesamtpaket: großes helles 120-Hz-Display, guter Prozessor, solide Lautsprecher und das Zubehör ist inklusive. Die Verarbeitung ist für diese Preisklasse auch mehr als in Ordnung.
Ein paar Abzüge bekommt es aber bei der Kameraqualität, der Akkulaufzeit und den fehlenden Konnektivitäts-Optionen – wie kein microSD-Slot, nur USB 2.0, kein Kopfhörerausgang. Es gibt auch keine 5G-Variante.

Als Arbeits- und Entertainment-Tablet ist das Honor Pad 10 aber eine klare Allrounder-Empfehlung im Budget-Segment. Wir empfehlen es vor allem, um Netflix und YouTube zu schauen oder zum Surfen und für Office Anwendungen.
Wer einen richtig guten Stift möchte, greift aber besser zum Samsung Galaxy Tab S6 Lite 2024 oder zum Galaxy Tab S10 FE. Und wer ein Gaming-Tablet möchte, besser zum Xiaomi Pad 7 oder für 50 Euro mehr zum iPad 11. Das hat eine deutlich bessere Leistung.

helles 120Hz Display
solide Mittelklasse Leistung
günstiges Gesamtpaket
kurze Akkulaufzeit
billiger Stift
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