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Google Pixel Slate vorgestellt: Alle Daten, Infos & Preise

Das Google Pixel Slate ist ein neues Tablet mit Chrome OS, Stift und Tastatur. Preise starten bei 599 USD – doch ob es je nach Deutschland kommt?

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Google Pixel Slate

Wie erwartet hat Google soeben neben zwei neuen Smartphones auch ihr erstes Chrome OS Tablet vorgestellt. Das Google Pixel Slate ist ein 12 Zoll großes Tablet mit optionalem Tastatur Cover, das direkt mit dem Apple iPad Pro und Microsoft Surface Pro konkurriert. Es ist also ein „Pro“ Tablet, mit dem man auch produktiv arbeiten kann. Gleichzeitig laufen auf dem Gerät aber auch Android Apps. Es scheint, als würde Google so langsam Android Tablets mit Chrome OS Tablets ersetzen wollen.

Da das Pixel Slate eine direkte Konkurrenz zu den iPad Pros und Surface Pros ist, ist es auch preislich so aufgestellt. In den USA startet die günstigste Version bei 599 US Dollar. Wer möchte, kann sogar bis zu 1599 US Dollar ausgeben. Wohlgemerkt ohne Zubehör. Das offizielle Pixel Slate Tastatur Cover kostet 199 US Dollar extra. Auch der Pixelbook Pen muss für 99 US Dollar dazugekauft werden.

Wie bei den Preisen zu erwarten, besteht das Pixel Slate komplett aus Aluminium. Mit 7mm ist es für ein Gerät dieser Art sogar relativ dünn. Schön ist, dass es an den Seiten gleich zwei USB C Ports gibt, an die man auch externe 4K-Monitore anschließen kann. Ziemlich schade finde ich aber, dass es weder einen microSD-Kartenslot, noch einen 3,5mm Kopfhöreranschluss gibt. Richtig, man muss Typ C oder Bluetooth Headsets verwenden.

Schön finde ich hingegen, dass in den Einschaltknopf ein Fingerabdrucksensor eingebaut ist. Somit kann man das Tablet wenigstens schön schnell entsperren. Ganz unten gibt es außerdem einen PIN-Anschluss für das optionale Tastatur Cover.

Vorne und hinten sitzen außerdem jeweils eine Kamera mit einer Auflösung von 8 Megapixel.

Google Pixel Slate: Die Spezifikationen

Google Pixel Slate Tablet

Das Google Pixel Slate ist ein 12,3 Zoll großes Tablet mit einem Seitenverhältnis von 3:2. Die Auflösung des Displays kann man sich sehr einfach merken, denn es sind 3000 x 2000 Pixel. Es hat also eine schön hohe Pixeldichte. Wie Apple, hat auch Google sich einen eigenen Namen für den Bildschirm ausgedacht. Es sein ein „Molecular Display“, das insbesondere energiesparender als traditionelle IPS Displays sein soll.

Wie mit anderen Pro-Tablets, kann man auch auf diesem mit einem optionalen Stift arbeiten. Das Pixel Slate funktioniert mit dem Pixelbook Pen des letzten Jahres.

In dem teuren Tablet sitzt die gleiche Hardware, die wir von Windows-Tablets oder Notebooks kennen. In der günstigsten Version sitzt ein Intel Celeron 3965Y Dual-Core Chip. Man wird es aber auch mit einem Intel Core m3, Core i5 und sogar Core i7 der achten Generation bekommen können. Das sind dann Quad-Core Prozessoren.

Zur weiteren Ausstattung gehören je nach Modell 4GB, 8GB oder 16GB RAM, sowie 32GB, 64GB, 128GB oder 256GB Speicher. Eine Option mit LTE gibt es nicht. Die teuerste Version mit dem Core i7, 16GB RAM und dem 256GB Speicher kostet stolze 1599 US Dollar.

Tastatur Cover

Spannend, wenn auch teuer, ist das offizielle Tastatur Cover für das Google Pixel Slate. Dieses kostet 199 US Dollar und muss separat erworben werden. Wie bei Microsoft und Apple wird die Tastatur über einen magnetischen Anschluss mit dem Tablet verbunden. Schön ist, dass die Tastatur Hülle zusammengeklappt sowohl das Display, als auch die Rückseite schützt.

Etwas ungewohnt ist hingegen, dass Google sich für runde Tasten entschieden hat. Die Tastatur ist zwar normal groß und hat eine Hintergrundbeleuchtung, doch die Tasten sind rund. Tatsächlich soll man laut Google dadurch fehlerfreier schreiben können. Mal sehen, ob das in der Realität wirklich so ist.

Unter der Tastatur sitzt ein Touchpad.

Pixel Slate mit Chrome OS

Google Pixel Slate mit Stift

Das Google Pixel Slate ist nicht das erste Tablet mit Chrome OS. Tatsächlich ist Google bereits seit weit über einem Jahr dabei Chrome OS für Tablets zu optimieren. Die ersten Chromebooks mit Touchscreens waren Convertibles, bis im Sommer dann das Acer Chromebook Tab 10 (Test) und HP Chromebook x2 erschienen.

Ich habe das Acer Chromebook Tab 10 im Sommer ausführlich getestet und damals lief Chrome OS schon ziemlich gut auf dem Tablet. Perfekt war es aber noch nicht. Seitdem hat Google ordentlich an dem Betriebssystem gefeilt und tatsächlich ist es jetzt noch besser für Touchscreens optimiert. Im Vergleich zum Sommer wurden beispielsweise neue Gesten hinzugefügt.

Dass Chrome OS ein gutes Desktopbetriebssystem ist, wissen wir schon länger. Wie in Windows oder macOS kann man Programme in Fenstern öffnen und beliebig herumschieben. Benutzt man das OS auf einem Tablet, kann man wie unter Android, iOS oder Windows aber auch zwei Apps im Vollbild direkt nebeneinander öffnen.

Chrome OS als Tablet-Betriebssystem finde ich auf jeden Fall sehr spannend. Denn es läuft wie Windows mit und ohne Tastatur super. Anders als bei Windows werden aber auch Android Apps unterstützt. Die sind sowieso schon für Touchscreens und oft auch Tablets optimiert. Und es gibt deutlich mehr Android Apps als für Touchscreens optimierte Windows Apps.

Im Vergleich zu Android hat es den Vorteil, dass es auch für produktive Arbeiten von Haus aus optimiert ist. Multitasking funktioniert super und wir bekommen vor allem mit Chrome einen vollwertigen Desktop-Browser. Inklusive allen Erweiterungen und Features, die wir von Chrome für Windows oder macOS kennen.

Ganz perfekt scheint Chrome OS für Tablets noch nicht zu sein. Aber Google ist offenbar fleißig dabei es immer besser zu optimieren.

Google Pixel Slate in Deutschland

Aktuell wissen wir noch nicht, ob das Google Pixel Slate nach Deutschland kommt. In den USA soll es noch in diesem Jahr erscheinen. Allzu große Hoffnungen mache ich mir da jedoch nicht. Leider erscheinen viele Chrome OS Geräte nicht in Deutschland. Das Acer Chromebook Tab 10 ist eine der wenigen Ausnahmen.


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