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Testberichte

Chuwi SurBook Se Kurztest: Ist es eine perfekte Surface Go Kopie?

Das Chuwi SurBook Se ist ein 10,1 Zoll Windows-Tablet, das direkt gegen das Microsoft Surace Go antritt. Ich habe es auf der IFA in Berlin ausprobiert.

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Im Rahmen der IFA hat der chinesische Hersteller Chuwi neben einer Reihe an Android-Tablets auch das Chuwi SurBook Se vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein 10,1 Zoll großes Windows-Tablet, das direkt gegen das Microsoft Surface Go antritt. So gibt es auch hier einen eingebauten Kickstand, ein Tastatur Cover und einen optionalen Stylus. Doch ist das SurBook Se gut genug um es mit dem Premium-Tablet von Microsoft aufzunehmen? Das erfahrt ihr in diesem Kurztest.

Aktuell kann man das Chuwi SurBook Se übrigens noch nirgends vorbestellen und der Pressesprecher wollte mir auch keinen finalen Preis verraten. Der Vorgänger ist das Chuwi SurBook Mini (Testbericht) und dieses wurde je nach Angebot für rund 250 Euro verkauft. Ich schätze, dass die Neuauflage ähnlich günstig sein wird. Damit tritt es übrigens auch gegen das Lenovo IdeaPad D330 an.

Design und Verarbeitung

Chuwi SurBook Se Kickstand

Das Design des Chuwi SurBook Se ähnelt sehr dem Vorgänger. Oder aber der Microsoft Surface-Serie, denn schon der Vorgänger war vom Design her eine sehr ähnliche Kopie. Wie damals besteht auch hier das Gehäuse hauptsächlich aus Aluminium. Auf der Rückseite gibt es einen Klappständer, der ebenfalls aus Metall besteht. Unter dem Kickstand gab es bei dem Prototyp auf der IFA eine Kunststoffabdeckung. Bei der finalen Version dürfte es jedoch ebenfalls Metall sein.

Tatsächlich fühlt sich die Verarbeitung relativ hochwertig an. Obwohl es so günstig ist macht es einen stabilen Eindruck. Das gilt auch für den Kickstand.

Interessant finde ich bei Chuwi immer wieder, wie sie versuchen die eleganten Lüfterschlitze des Surface Pro oben und an den Seiten zu kopieren. Doch dieses Tablet benötigt keine aktiven Lüfter und hat auch gar keine, es ist also reine Zierde. Eben, um die Kopie noch „echter“ wirken zu lassen.

Chuwi SurBook Se mit MicroSD Slot

Oben gibt es einen Einschaltknopf und die Lautstärkeregler. An der rechten Seite gibt es zwei normalgroße USB Ports, sowie einen USB C Anschluss. Außerdem gibt es einen Kopfhöreranschluss, zwei Kameras und einen MicroSD-Kartenslot. Dieser sitzt, genau wie bei Microsoft, unter dem Klappständer.

Unten gibt es außerdem einen magnetischen Anschluss für ein Tastatur Cover, das sie jedoch auf der IFA noch nicht hatten. Ich schätze, es wird ähnlich wie das des Vorgängers sein. Das war nicht außerordentlich gut, aber durchaus brauchbar. Hier ist mein Video davon:

Beim Design ist mir nur ein negativer Punkt aufgefallen. Die Rahmen um das Display sind ziemlich groß. Dadurch ist das Tablet größer, als es mit einem 10,1 Zoll Display sein müsste.

Display und Hardware

Chuwi SurBook Se

Das Display des Chuwi SurBook Se ist 10,1 Zoll groß und hat ein Seitenverhältnis von 16:10. In diesem Punkt unterscheidet es sich vom Surface Go, das ein 10 Zoll Display mit 3:2 Format hat. Das Chuwi SurBook Mini hatte ein 10,8 Zoll Display mit einem Seitenverhältnis von 3:2, der Vorgänger ist also etwas größer.

Abgesehen davon erschien mir das Display als vergleichsweise gut. So hat es eine FullHD-Auflösung von 1920 x 1200 Pixel, was in meinen Augen bei einem 10 Zoll Gerät hochauflösend genug ist. Sitzt man normal vor dem Bildschirm, sehen Texte und Icons scharf aus.

Wer möchte, wird auf dem Touchscreen auch mit einem aktiven Stift schreiben können. Den Stylus hatten sie auf der IFA jedoch nicht. Mich hatte der Stift des Vorgängers ziemlich enttäuscht und ich hoffe, dass Chuwi diesmal einen besseren baut.

Im SurBook Se sitzt nun ein Intel Celeron N4100 Quad-Core Prozessor der neuen Gemini Lake Generation. Dazu gibt es 4GB RAM und ein 64GB großer Flash-Speicher. Damit dürfte die Performance insbesondere für Office-Arbeiten gut genug sein. Ein perfektes Spiele-Tablet für Games wie Fortnite ist es aber nicht.

In diesem Punkt gibt es eine kleine Verbesserung zum Vorgänger, in dem ein N3450 steckt. Der neue N4100 ist in etwa so leistungsstark wie ein N4200, den wir von Tablets wie dem TrekStor Primetab T13B (Test) und Acer Switch 3 (Test) kennen. Allzu große Unterschiede wird man real jedoch nicht merken.

Vorläufiges Fazit

Chuwi SurBook Se Design

So richtig kann ich das Chuwi SurBook Se noch nicht bewerten, da ich weder den finalen Preis kenne, noch es ausführlich getestet habe. Die Verarbeitung macht einen soliden Eindruck, die Performance müsste für einfache Anwendungen schnell genug sein und auch das Display ist in Ordnung. Ganz so gut wie beim Chuwi SurBook Mini erschien mir das Display aber nicht. Letzteres hat ein richtig gutes Display, das nicht nur sehr hell, sondern auch angenehm groß ist.

Vermutlich wird das SurBook Se, abgesehen vom eigenen Vorgänger, aber keine starken Konkurrenten haben. Klar, es gibt das Microsoft Surface Go, doch ist das mit ab 449 Euro deutlich teurer als es das SurBook Se je sein wird. Dafür ist das Surface Go aber auch hochwertiger und schneller.

Spannender ist da das Lenovo IdeaPad D330 als mögliche Alternative, das allerdings beim günstigsten Preis von 299 Euro nur eine HD-Auflösung besitzt. Dafür gibt es bei Lenovo genauso wie bei Microsoft die in Deutschland üblichen Garantien und Gewährleistungen. Bei Chuwi bekommt ihr die nicht.


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