Die besten Windows Tablets: Meine Empfehlungen

Welches ist das beste Windows Tablet? Auf diese Frage haben wir die Antwort. Wir beschäftigen uns täglich mit den neusten Tablets, besuchen alle großen Computermessen weltweit und testen die neusten Geräte. Unserer Meinung nach ist aktuell das Acer Switch Alpha 12 der Preis/Leistungssieger, das derzeit empfehlenswerteste Tablet mit Windows 10. Es bietet sehr gute Hardware und ist mit ab 799 Euro vergleichsweise sehr preiswert.

Windows Tablets: Unsere Sieger

Es gibt noch viele weitere empfehlenswerte Tablets mit Windows 10. Bevor wir uns unsere Favoriten im Detail anschauen, hier eine schneller Übersicht:

Preis/Leistungssieger: Acer Switch Alpha 12

Warum: Sehr gute Hardware zu einem günstigen Preis
Features: 12 Zoll Display, Intel Core i5 – i7, 4 – 8GB RAM, 128 – 512GB SSD
Besonderheiten: Dank Flüssigkeitskühlung ein Core i5 ohne laute Lüfter
Nachteile: Keine „Premium-Verarbeitung“, wird auf der Rückseite schnell warm
UVP: 799 Euro

Design-Sieger: Microsoft Surface Pro 4

Warum: Ausgeklügeltes Design, viele Hardware-Optionen
Features: 12 Zoll Display, Intel Core m3 bis i7, 4 – 16GB RAM, 128 – 512GB SSD
Besonderheiten: Exzellente Verarbeitung, insgesamt gut Umgesetzt
Nachteile: Vergleichsweise teuer
UVP: 999 Euro

Design-Alternative: Huawei MateBook

Warum: Ausgesprochen edles Design mit solider Hardware
Features: 12 Zoll Display, Intel Core m3 – m5, 4 – 8GB RAM, 128GB – 256GB SSD
Besonderheiten: Mit 6,9mm sehr dünnes, hochwertiges Design & Fingerabdruckleser
Nachteile: Aufgrund zu steiler Winkel weniger gut als Notebook-Ersatz geeignet
UVP: 879 Euro

Schnäppchen-Sieger: Odys Winpad 10

Warum: Gute Hardware für wenig Geld
Features: 10 Zoll HD-Display, Intel QuadCore-CPU, 2GB RAM, 32GB Speicher
Besonderheiten: Sehr preiswert
Nachteile: Kein FullHD-Display, etwas ältere Hardware
UVP: 229 Euro

Schnäppchen-Alternative: Lenovo MIIX 310

Warum: Solide Hardware zu einem günstigen Preis
Features: 10 Zoll HD-Display, Intel Atom x5 Z8350, 2 – 4GB RAM, 64GB Speicher
Besonderheiten: Mit 64GB Speicher & Tastatur sehr preiswert
Nachteile: Kein FullHD-Display, nicht sehr wertige Verarbeitung
UVP: 299 Euro

Acer Switch Alpha 12: Warum Preis/Leistungssieger?

Acer Switch Alpha 12 Test

Das Acer Switch Alpha 12 bietet ein ähnliches Design wie die Surface-Serie von Microsoft, ist aber deutlich günstiger. Auch hier gibt es auf der Rückseite einen Kickstand, das Tastatur Cover ist direkt inklusive und wer möchte kann einen Stylus dazu kaufen. Die günstigste Version des Switch Alpha 12 bietet sogar einen schnelleren Prozessor als das günstigste Modell des Surface Pro 4. Dank einer Flüssigkeitskühlung kommt es trotzdem ohne aktive Lüfter aus.

Schauen wir uns erstmal das Design genauer an. Der Rahmen besteht aus Kunststoff, doch die Rückseite ist aus Metall gefertigt. Das gleiche gilt für den Kickstand, der ebenso aus Metall besteht und wie ein „U“ geformt ist. Unten ist am Kickstand eine Gummierung angebracht, damit das Tablet fest auf dem Tisch steht. Praktisch: Dank der Gummierung kann man den Kickstand leicht ausfahren, ohne mit den Fingernägeln zwischen Stand und Tablet fummeln zu müssen.

Im Inneren sitzt bei dem günstigsten Modell ein Intel Core i5 Prozessor der aktuellen Skylake-Generation. Das ist super, denn viele andere 2-in-1 dieser Art werden mit einem schwächeren Core M ausgeliefert. Dank einer Flüssigkeitskühlung, die Acer LiquidLoop nennt, kann trotzdem auf aktive Lüfter verzichtet werden.

Natürlich muss die Hitze des Core i5 irgendwo hin, denn er ist deutlich leistungsstärker als ein Core M und produziert viel Wärme. Diese wird über das LiquidLoop-System an die Metallrückseite abgegeben. Deswegen wird die Rückseite schnell warm. Verbrennen wird man sich daran nicht, aber es wird wärmer als andere Windows Tablets. Die Performance ist merkbar besser als bei Core M Geräten.

Zur weiteren Ausstattung gehören 4GB RAM und eine 128GB große SSD. Wer möchte kann das Switch Alpha 12 auch mit einem Core i7, bis zu 8GB Arbeitsspeicher und einer bis zu 512GB großen SSD bekommen.

In meinem Test hat mir das Acer Switch Alpha 12 sehr gut gefallen. Die Verarbeitung ist zwar nicht so hochwertig wie bei einem deutlich teureren Microsoft Surface Pro 4 oder einem Huawei MateBook, doch wir bekommen direkt einen Intel Core i5. Das ist wichtig, wenn ihr auf Performance wert legt. In meinem Render-Test brauchte das Switch Alpha 12 rund 10 Minuten weniger um ein 22 Minuten langes FullHD-Video zu rendern als das teurere MateBook mit einem Core m3.

Für 799 Euro bekommen wir also eine etwas weniger wertige Verarbeitung als bei einigen Konkurrenten, für wenig Geld aber eine bessere Performance und einem dem Surface Pro 4 fast identischem Design mit Kickstand und Tastatur Cover. Darum ist das Switch Alpha 12 in meinen Augen ein Preis/Leistungssieger.

Microsoft Surface Pro 4: Unser Design-Sieger

Microsoft Surface Pro 4

Das Microsoft Surface Pro 4 ist ein Premium-Tablet mit einem Premium-Design und einem Premium-Preis. So ist das Einsteigermodell mit 899 Euro deutlich teurere als das Acer Switch Alpha 12, doch besteht das Gehäuse komplett aus Metall und es fühlt sich sehr hochwertig an. Insgesamt ist das Design sehr gut umgesetzt.

Auf der Rückseite des Surface Pro 4 sitzt ein Kickstand, durch den man das Tablet in beliebigen Winkeln aufstellen kann. Zusammen mit dem Type Cover, einer gut umgesetzten Tastatur, verwandelt man das Tablet in ein Notebook. Als Notebook-Ersatz eignet sich das Surface Pro 4 ziemlich gut.

Die günstigste Ausführung ist mit einem Intel Core m3, 4GB Arbeitsspeicher und einer 128GB großen SSD ausgestattet. Wer möchte kann jedoch einen Core i5 oder Core i7, sowie bis zu 16GB RAM und eine bis zu 512GB große SSD bekommen. Dafür wird jeweils ein stolzer Aufpreis fällig, doch wer mit aufwändigen Grafikprogrammen arbeitet, wird die 16GB RAM-Option zu Schätzen wissen.

Insgesamt ist das Surface Pro 4 ein rundum gut umgesetztes Windows-Tablet. Doch da es teurer als einige Konkurrenten ist, die teilweise direkt einen Core i5 bieten, kann es kein Preis/Leistungssieger sein. Vielmehr ist es unser Design-Sieger – eben aufgrund der hochwertigen Verarbeitung, doch dafür muss man auch einen Premium-Preis zahlen.

Huawei MateBook: Unsere Design-Alternative

Huawei MateBook Review

Das Huawei MateBook ist ähnlich hochwertig verarbeitet wie das Surface Pro 4, doch wirkt es noch etwas edler. Das liegt an dem lüfterlosen Design, dem wertigen Metallgehäuse und auch weil es mit 6,9mm für ein Windows-Tablet sehr dünn ist. Huawei bietet für das MateBook ebenfalls einen Stylus und auch eine Tastatur an, doch ist das Design hier anders umgesetzt als beim Surface Pro 4 oder Switch Alpha 12.

Dem MateBook liegt eine richtige Tastaturhülle bei, mit der man das Tablet komplett schützen kann. Schade ist jedoch, dass man die Tastatur hier nicht leicht anwinkeln kann. Ebenso bedauerlich ist, dass das Tablet nur in zwei sehr ähnlichen Winkeln aufstellbar ist. Flach nach unten kann man es nicht klappen. Deswegen halte ich das MateBook als reines Windows-Tablet für ausgezeichnet – eben ein Design-Sieger. Als richtiger Notebook-Ersatz ist es jedoch nur bedingt geeignet.

Odys Winpad 10 – Ein Schnäppchen

Odys Winpad 10

Das Odys Winpad 10 ist ein außerordentlich günstiges Windows-Tablet, bietet aber auch nicht mehr die aktuellste Hardware. Wir bekommen für aktuell 179 Euro ein 10,1 Zoll großes HD-Display, 2GB Arbeitsspeicher und einen 32GB großen internen Speicher. Im Inneren sitzt der schon etwas ältere Intel Atom Z3735F der BayTrail-Generation. Allzu große Performanceunterschiede zu einem Atom x5 Z8300 oder Z8350 gibt es jedoch nicht.

Bei dem Preis besteht das Gehäuse natürlich komplett aus Kunststoff. Machen wir uns nichts vor, für 179 Euro bekommen wir mit dem Odys Winpad 10 kein Premium-Tablet, das in der gleichen Liga wie ein Surface spielt. Doch wer nicht viel Geld ausgeben mag und ein solides Gerät mit Windows 10 sucht, ein „Netbook“-Ersatz, der dürfte mit dem Winpad 10 glücklich sein.

Ich habe es zwar bereits kurz ausprobieren können, getestet habe ich das Winpad 10 jedoch leider nicht. Die Schnäppchen-Empfehlung basiert in diesem Fall auf den Spezifikationen und den 4 von 5 Sternen in den über 150 Kundenrezensionen bei Amazon.

Spannend ist der Nachfolger, das Odys Prime Win 10, das jedoch noch nicht verfügbar ist. Sobald das der Fall ist, gibt es dazu einen ausführlichen Test.

Schnäppchen-Alternative: Lenovo MIIX 310

Lenovo MIIX 310

Das Lenovo MIIX 310 ist nicht so günstig wie das Odys, bietet aber aktuelle Hardware und direkt 64GB internen Speicher. Bei einem Android-Tablet sind 32GB mehr als ausreichend, unter Windows 10 ist das aber recht wenig. Auch deswegen ist das MIIX 310 spannend, aber auch wegen dem neuen Intel Atom x5 Z8350 QuadCore-Prozessor.

Zur weiteren Ausstattung gehören 2GB Arbeitsspeicher und ein 10,1 Zoll HD-Display mit 1280 x 800 Pixel. Für nicht ganz so lobenswert halte ich jedoch die Verarbeitung, denn das Gehäuse besteht komplett aus Kunststoff und fühlte sich zur Vorstellung des MIIX 310 auf dem Mobile World Congress für mich recht billig an. Aber gut, das ist es auch.

Spannend ist übrigens auch das Modell mit 4GB RAM, der zusätzliche Arbeitsspeicher macht sich vor allem bei etwas aufwändigeren Anwendungen positiv bemerkbar. Doch auch das MIIX 310 ist in meinen Augen eher eine Netbook-Alternative – ein Notebook-Ersatz sollte in meinen Augen mindestens mit einem Core m3 ausgestattet sein.