Die besten Android Tablets: Unsere Testsieger

Welches ist das beste Android Tablet? Es erscheinen ständig neue Modelle und es ist schwer einen Überblick zu behalten. Wir beschäftigen uns täglich mit den neusten Tablets, schauen sie uns weltweit auf allen großen Elektronikmessen an und testen sie ausführlich. In diesem Ratgeber stellen wir euch unsere Testsieger vor. Aktuell ist das Samsung Galaxy Tab A 10.1 unserer Meinung nach der Preis/Leistungssieger. Es bietet sehr gute Hardware und ist gleichzeitig vergleichsweise preiswert.

Letztes Update: Sommer 2017

Android Tablets: Unsere Sieger

Es gibt viele Android Tablets, die sehr interessant sind. Bevor wir uns unsere persönlichen Sieger genauer anschauen, hier eine schnelle Übersicht für die Eiligen unter uns:

Preis/Leistungssieger: Samsung Galaxy Tab A 10.1
Warum: Es bietet gute Hardware und ist trotzdem preiswert
Features: 10,1 Zoll FullHD-Display, OctaCore-CPU, 2GB RAM, 16GB Speicher
Besonderheiten: Android Marshmallow, FullHD-Display, solide Verarbeitung
Nachteile: Lautsprecher sitzen an nur einer Seite
UVP: 289 Euro

Design-Sieger: Samsung Galaxy Tab S3
Warum: Es sieht schick aus, ist hochwertig gebaut und bietet sehr gute Hardware
Features: 9,7 Zoll Display, OctaCore-CPU, 4GB RAM, 32GB Speicher
Besonderheiten: Wunderschönes Super AMOLED-Display, S-Pen inklusive
Nachteile: Teurer als Galaxy Tab A 10.1 – nicht jeder benötigt die zusätzlichen Features
UVP: 679 Euro

Schnäppchen-Sieger: Amazon Fire HD 8
Warum: Es ist sehr günstig und bietet zu dem Preis gute Hardware
Features: 8 Zoll Display, QuadCore CPU, 1,5GB RAM, 16GB bis 32GB Speicher
Besonderheiten: Gute Integration in Amazons Angebote wie Instant Video, lange Akkulaufzeit
Nachteile: Nur für Amazon Prime-Kunden richtig interessant
UVP: 109,99 Euro – 20 Euro Rabatt für Prime-Mitglieder

Samsung Galaxy Tab A 10.1: Warum Preis/Leistungssieger?

Samsung Galaxy Tab A 10.1 Test

Das Samsung Galaxy Tab A 10.1 ist nicht das beste Tablet da draußen, bietet zu einem angemessenen Preis aber sehr ordentliche Features. Dazu gehören vor allem das FullHD-Display, direkt Android 6.0 Marshmallow und eine solide Verarbeitung. Bei von mir ausprobierten Konkurrenten fehlt mindestens eine dieser Eigenschaften – zumindest für unter 200 Euro.

Samsung stellt schon lange Tablets her und innerhalb der letzten paar Jahre waren diese in der Regel recht gut. Beim Vorgänger, dem Galaxy Tab A 9.7, löste das Display zu niedrig auf, doch haben die Koreaner das jetzt mit einem FullHD-Panel behoben. Die einzige von mir richtig zu bemängelnde Schwachstelle des neuen Galaxy Tab A 10.1 sind die Lautsprecher.

Zwar ist die Qualität der Lautsprecher in Ordnung, doch sitzen die auf nur einer Seite, wenn man auf dem Gerät Filme, Serien oder andere Videos schauen möchte. Richtigen Stereo-Sound kann man so kaum genießen. Ist das schlimm? Eine Designschwäche ist es in meinen Augen auf jeden Fall, zu sehr stören tut es jedoch nicht.

Abgesehen davon hat das Galaxy Tab A 10.1 in meinem Test überzeugt. Die Performance ist sowohl bei Spielen, als auch in den Benchmarks teilweise besser als bei Konkurrenten, die 100 Euro mehr kosten. Gleichzeitig ist die Akkulaufzeit mit 10 Stunden und 45 Minuten sehr ordentlich. Auf diesen Wert kam ich, als ich ein HD-Video durchgehend bei 50% Helligkeit und aktiviertem WLAN wiedergab.

Schön ist auch das direkt vorinstallierte Android 6.0 Marshmallow, was noch immer nicht bei allen der Fall ist. Dem Vorgänger hat Samsung ebenfalls ein Update auf Marshmallow spendiert, die Wahrscheinlichkeit ist also groß, dass auch dieses zumindest ein Update auf die nächste Version von Android erhalten wird. Update: Tatsächlich wurde es bereits mit Android 7.0 Nougat gesichtet, ein Update ist aber noch nicht erschienen.

Auf Android 6.0 ist wie immer die eigene TouchWiz Oberfläche der Koreaner vorinstalliert. Früher wirkte die sehr überladen und sorgte für kein ganz so flüssiges Erlebnis, doch hat sich das mittlerweile stark gebessert. Tatsächlich hat mir TouchWiz auf dem Galaxy Tab A 10.1 sehr gefallen, auch dank Multitasking-Features wie dem MultiWindow-Modus, mit dem man zwei Apps nebeneinander öffnen kann.

Preis/Leistungssieger Alternative: Lenovo Tab3 7 Plus mit LTE

Wer für unter 200 Euro ein solides 7 Zoll großes Tablet sucht, kann sich das Lenovo Tab3 7 Plus (Test) anschauen. Dieses bietet ein 7 Zoll großes HD-Display, eine für den Preis gute Leistung und eine Akkulaufzeit von rund 9 Stunden. Besonders spannend: Für nur knapp über 150 Euro ist LTE direkt mit dabei und es gibt sogar eine Telefon-Funktion, dank derer ihr mit dem Tablet sogar ein Smartphone ersetzen könntet.

Samsung Galaxy Tab S3: Super Display, klasse Design

Samsung Galaxy Tab S3 Unboxing

Das Samsung Galaxy Tab S3 bietet einige Features, die besser sind als beim Galaxy Tab A 10.1, den Aufpreis aber nicht für jeden rechtfertigen. So ist das Design sehr schick, es ist schlank und hochwertig verarbeitet. Anstatt Kunststoff bekommen wir hier einen Metallrahmen mit einer Rückseite aus Glas. Richtig ausgezeichnet ist außerdem das Display – hierbei handelt es sich um ein wunderschönes Super AMOLED-Panel, das bessere Kontraste bietet und in der Sonne gut lesbar ist.

Wie gesagt, das große Highlight ist hier das 9,7 Zoll große Super AMOLED-Display. Es löst mit 2048 x 1536 Pixel auf und darauf kann man mit einem S-Pen Stylus schreiben. Dieser Stift ist standardmäßig dabei und ermöglicht es handschriftlich zu Schreiben oder präzise Zeichnungen anzufertigen.

Im Inneren sitzt ein Qualcomm Snapdragon 820 OctaCore-Prozessor, den wir schon von einigen Smartphones kennen. Damit gehört es zu den leistungsstärksten Android-Tablets da draußen. Dazu gibt es mit 4GB ordentlich Arbeitsspeicher und auch der interne Speicher ist mit 32GB schön groß.

Samsung liefert das Galaxy Tab S3 direkt mit Android 7.0 Nougat aus. Wegen dem Betriebssystem und der hohen Wahrscheinlichkeit lange Updates zu erhalten, ist es ebenfalls sehr spannend. Das Galaxy Tab S wurde von KitKat auf Lollipop auf Marshmallow geupdateted und auch das Galaxy Tab S2 bekam nach Lollipop Marshmallow und dann Nougat. Dementsprechend könnte auch das Galaxy Tab S3 lange Updates bekommen.

Auf Android sitzt eine eigene Oberfläche, die TouchWiz heißt. Früher war TouchWiz ziemlich überladen, doch hat sich das mittlerweile geändert. Tatsächlich hat sie mir in meinem Test gut gefallen. Nützlich sind Features wie MultiWindow, mit dem man zwei Apps nebeneinander öffnen kann. So ist es beispielsweise möglich YouTube zu schauen und nebenbei mit den Freunden zu chatten.

Zu den besonderen Highlights gehören neben dem hochwertigen Design ein Fingerabdruckleser und ein MicroSD-Kartenslot. Mit diesem kann man den Speicher beliebig erweitern. Der Fingerabdruckleser ist in den Homebutton integriert und ermöglicht es das Tablet per Fingerabdruck schnell zu entsperren.

Das Galaxy Tab S3 ist ein ausgesprochen gutes Tablet, das mir in meinem Test gut gefallen hat. Aber es ist auch deutlich teurer als unsere Preis/Leistungssieger. Wer aber bereit ist für eine hochwertigere Verarbeitung, ein schöneres Display und den S-Pen Stift einen Aufpreis zu zahlen, wird mit damit glücklich sein.

Design-Sieger Alternative: Huawei MediaPad M3 & ASUS ZenPad 3S 10

Huawei MediaPad M3 Tablet Test

Das Huawei MediaPad M3 ist eine richtig spannende Alternative zum Samsung Galaxy Tab S3, es ist mit einer Displaygröße von 8,4 Zoll aber deutlich kleiner. Hier besteht das Gehäuse komplett aus Aluminium, ist ebenfalls sehr hochwertig Verarbeitet und hat spannende Premium-Features wie einen Fingerabdruckleser. Eine Stylus-Option gibt es nicht, doch ist die Performance dem S3 sehr ähnlich. Mit einem Preis von knapp unter 300 Euro ist es gleichzeitig deutlich preiswerter.

Eine interessante Alternative ist auch das ASUS ZenPad 3S 10. Dieses ist wie das S3 9,7 Zoll groß und hat mit 2048 x 1536 Pixel die gleiche Auflösung, jedoch ist es kein Super AMOLED-Display. Zwar ist die Performance etwas schwächer, doch ist die Verarbeitung dank eines kompletten Metallgehäuses ebenfalls sehr hochwertig und es gibt sogar einen optionalen Stylus. Mit rund 350 Euro ist es deutlich günstiger.

Amazon Fire: Ein Schnäppchen, aber nicht für jeden!

Amazon Fire Test

Das Amazon Fire HD 8 gehört zu den günstigsten Tablets da draußen. Dennoch bekommt man zu diesem Preis durchaus solide Hardware geliefert – ich halte das Preis/Leistungsverhältnis für sehr gut. Auf dem Fire läuft Android, doch ist es nicht Google Android, sondern ein von Amazon stark angepasstes. Sie nennen es Fire OS.

Natürlich sind die Grundlagen die gleichen, es ist immer noch Android. Doch hat man beispielsweise keinen direkten Zugriff auf den Play Store oder andere Apps von Google. Stattdessen sind die eigenen Angebote von Amazon sehr stark integriert. Dazu gehört der App Store von Amazon, aber auch Instant Video und die Kindle E-Books.

Wer bei Amazon ein Prime-Abo hat und Angebote wie Instant Video regelmäßig nutzt, wird alle Vorteile des Fire genießen können – nämlich die starke Integration in diese Angebote. Doch wer mit Amazon nicht viel am Hut hat, wird den Play Store und die anderen Apps von Google vermissen. Deshalb empfehle ich das Fire hauptsächlich Prime-Kunden.

Auch wenn das Tablet so günstig ist, ist die Hardware nicht schlecht. So hat das 8 Zoll große Display eine HD-Auflösung mit 1280 x 800 Pixel, die Performance ist ziemlich gut und die Akkulaufzeit sehr lang. In meinem Test kam ich auf 15 Stunden.

Im Herzen sitzt ein 1,3GHz QuadCore-Prozessor von MediaTek, dem 1,5GB Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Der interne Speicher ist je nach Modell 16GB oder 32GB groß, kann aber auch über einen MicroSD-Kartenslot erweitert werden.

Viele Games kann man auf dem Fire HD 8 sehr gut spielen, die meisten Apps inklusive Instant Video laufen flüssig. Doch natürlich ist es kein richtiges HighEnd-Gaming-Tablet. Wer richtig Performance sucht, sollte etwas mehr Geld in die Hand nehmen.

Richtig gut ist natürlich auch nicht die Verarbeitung. Es gibt keinen Metallrahmen wie beim Galaxy Tab S3, sondern das Gehäuse besteht komplett aus Kunststoff. Aber auch hier muss man wieder auf den Preis schauen. Für das Geld ist die Verarbeitung in Ordnung.

Schnäppchen Alternative: Lenovo Tab3 7 Essential

Lenovo Tab3 7 Essential Test

Das Lenovo Tab3 7 Essential ist dem einfachen Amazon Fire sehr ähnlich. Auch hier bekommen wir ein 7 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 1024 x 600 Pixel, es gibt einen 1,3GHz QuadCore-Prozessor von MediaTek und je nach Modell 8GB oder 16GB Speicher. Die Verarbeitung ist in Ordnung, doch gibt es besseres – das ist bei dem günstigen Preis verständlich.

Vorinstalliert ist Android Lollipop inklusive die Apps und Angebote von Google, dazu gehören der PlayStore, Gmail und YouTube. Das Tablet ist deswegen vor allem dann interessant, wenn ihr ein preiswertes Android-Gerät sucht, das trotzdem eine solide Performance bietet und nicht mit der stark angepassten Oberfläche von Amazon erscheint.

Welche guten Android Tablets gibt es noch?

Es gibt noch einige weitere Tablets, die durchaus gut sind, aber auch ihre Schwächen haben und es deshalb nicht unter die Top 3 schaffen. Je nachdem was für ein Gerät ihr sucht, könnten sie dennoch interessant sein. Hier eine Liste weiterer guter Android Tablets mit ihren Vor- und Nachteilen:

Lenovo Yoga Tab 3 Plus
Lenovo Yoga Tab 3 Plus Test
Features: 10,1 Zoll Display, OctaCore-CPU, 3GB RAM, 32GB Speicher
Besonderheiten: Sehr großer 16h Akku, eingebauter Kickstand
Nachteile: Anfangs große Soundprobleme, mittlerweile wohl behoben

ASUS ZenPad 3 8.0

ASUS ZenPad 3 8.0 Test
Features: 8 Zoll Display, HexaCore-CPU, 2GB RAM, 16GB Speicher
Besonderheiten: Solide Performance, gutes Display, standardmäßig LTE
Nachteile: Kunststoffgehäuse und unwesentlich günstiger als das MediaPad M3

Samsung Galaxy Tab A 7.0

Samsung Galaxy Tab A 7.0 mit Lollipop
Features: 7 Zoll HD-Display, QuadCore-CPU, 1,5GB RAM, 8GB Speicher
Besonderheiten: Für den Preis gutes Display & Verarbeitung
Nachteile: Noch Lollipop, für den Preis wenig Speicher

Google Pixel C

Google Pixel C
Features: 10,1 Zoll 308ppi-Display, Tegra XI-CPU, 3GB RAM, 32-64GB Speicher
Besonderheiten: Wertiges Gehäuse, viel Leistung, optionale Tastatur
Nachteile: Meiner Meinung nach zu teuer
Preis: Ab 499 Euro bei Google direkt