Lenovo MIIX 520 ausgepackt: So gut ist mein erster Eindruck

Das Lenovo MIIX 520 gehört zu den ersten Windows-Tablets mit einem Intel Core i5-8250U Prozessor. Ich starte meinen Test mit einem Unboxing-Video. | Von Andrzej Tokarski am 24. January 2018

Lenovo MIIX 520

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Das Lenovo MIIX 520 ist ein 12 Zoll großes Tablet mit einem „Surface Design“, das bereits auf der IFA in Berlin vorgestellt wurde. Es ist der Nachfolger des MIIX 510. Tatsächlich ist das MIIX 520 das erste Windows-Tablet, das mit einem Intel Core i5 oder Core i7 Prozessor der achten Generation erscheint. Das sind nun Quad-Core Prozessoren. Weitere sind zwar Angekündigt, aber noch nicht verfügbar. Ich habe das Tablet mit Tastatur Dock und Stylus nun und starte meinen Test mit einem Unboxing-Video und meinen ersten Eindrücken.

Es gibt verschiedene Ausführungen vom Lenovo MIIX 520. In der günstigsten steckt ein Intel Core i3 Prozessor der siebten Generation für 879 Euro (Link zum Angebot). Deutlich spannender ist aber das Modell mit einem Intel Core i5-8250U der 8. Generation, das rund 1050 Euro kostet (Link zum Angebot). In allen erhältlichen Konkurrenten wie dem Surface Pro steckt noch ein älterer Prozessor.

Design und Verarbeitung

Das Grunddesign des Lenovo MIIX 520 ähnelt dem Microsoft Surface Pro. Es gibt einen eingebauten Kickstand, ein sehr ähnliches Tastatur Cover und einen aktiven Stylus. Schön ist, dass das Gehäuse komplett aus Aluminium besteht. Dadurch fühlt es sich sehr hochwertig an. Die Scharniere für den Kickstand stammen aus der Yoga-Serie und machen einen stabilen Eindruck. Tatsächlich ist das Scharnier sehr flüssig und der Klappständer lässt sich weit ausfahren.

Wie gesagt, die Verarbeitung ist ziemlich hochwertig. Doch das Design ist nicht ganz so elegant wie beim Surface Pro. Es ist wenige Millimeter dicker, das ist nicht schlimm und merkt man nur im direkten Vergleich. Die Lüfter oben sind aber deutlich sichtbar und nicht so elegant versteckt wie beim Surface Pro. Beide Tablets müssen aktiv gekühlt werden.

Lenovo MIIX 520 mit Klappstand

An der linken Seite gibt es einen USB Typ C 3.0 Anschluss, sowie einen normalgroßen USB 3.0 Port. Dort sitzt auch der Anschluss fürs Netzteil und es gibt einen Lautsprecher. Auf der anderen Seite sitzt ein weiterer Lautsprecher, sowie der Einschaltknopf und die Lautstärkeregler. Darunter gibt es einen Fingerabdruckleser, mit dem man das Tablet zusammen mit Windows Hello schnell entsperren kann.

Hinten gibt es eine 8-Megapixel Kamera und einen MicroSD-Kartenslot, der unter dem Kickstand sitzt. Vorne gibt es über dem Display eine 5-Megapixel Kamera.

Tastatur Cover und Touchpad

Ganz unten gibt es einen magnetischen PIN-Anschluss für das Tastatur Cover. Die Tastatur ähnelt dem Type Cover von Microsoft, besteht aber hauptsächlich aus Kunststoff. Auf der Tastatur konnte ich bisher sehr gut schreiben. Schön ist, dass sie eine Hintergrundbeleuchtung bietet und dank einer magnetischen Leiste leicht angewinkelt werden kann.

Unter der Tastatur sitzt ein Touchpad. Das funktioniert zwar wie gewohnt, könnte aber größer sein.

Display und Stylus

Das Display des Lenovo MIIX 520 ist 12,2 Zoll groß und hat ein Seitenverhältnis von 16:10. Es handelt sich hierbei um ein IPS-Panel mit soliden Blickwinkeln. Schön ist, dass das Display komplett laminiert ist, es gibt also keinen Abstand zwischen Touchscreen und IPS-Panel. In dieser Preisklasse ist das in der Regel immer so. Die Helligkeit ist in Ordnung, doch gibt es merkbar hellere Displays.

Mit 1920 x 1200 Pixel ist die Auflösung deutlich niedriger als beim Surface Pro. Es ist also ein FullHD-Display. Ich halte die Auflösung bei 12,2 Zoll für hoch genug. Doch, wie gesagt, das Surface Pro bietet eine höhere Pixeldichte.

Auf dem Touchscreen kann man nicht nur mit den Fingern arbeiten, sondern auch mit einem aktiven Stylus. Der Stift ist im Lieferumfang enthalten und heißt Lenovo Active Pen 2. Richtig schön ist, dass der Wacom-Stift 4096 Druckstufen unterstützt. Damit ist der Stylus so präzise wie der neue Surface Pen von Microsoft oder der neuste S-Pen von Samsung. Viele Stifte preiswerter Tablets unterstützen nur 1024 Druckstufen.

Hardware und Performance

Lenovo MIIX 520 mit Metallgehäuse

Von der Konkurrenz unterscheidet sich das Lenovo MIIX 520 hauptsächlich durch die interne Hardware. Im Inneren sitzt nämlich der neue Intel Core i5-8250U der achten Generation. Wer möchte kann das Tablet auch mit einem Core i7 bekommen. Das günstigste Modell mit dem Core i3 ist hingegen weniger interessant, da es noch ein Dual-Core Chip der siebten Generation ist. Die neuen sind nun Quad-Core Prozessoren und merkbar leistungsstärker.

Wie gesagt, das Lenovo MIIX 520 ist bisher das erste Windows-Tablet, das mit einem Chip der achten Generation auf dem Markt ist. Es gibt weitere, die Angekündigt sind und ich bin mir sicher, dass auch Microsoft in diesem Jahr eine Neuauflage des Surface Pro herausbringt. Doch bisher ist das MIIX 520 das einzige.

Zur weiteren Ausstattung gehören je nach Modell 4GB, 8GB oder 16GB Arbeitsspeicher, sowie eine 128GB, 256GB oder gar 1TB große SSD. Optional kann man das Tablet außerdem mit integriertem LTE bekommen.

Ich habe das MIIX 520 mit einem Core i5-8250U, 8GB RAM und einer 256GB SSD. Meinem ersten Eindruck nach ist die Performance richtig gut. Ich habe bereits einige Benchmarks wie Geekbench 4 laufen lassen. Die Ergebnisse sind mit rund 4000 und 13000 Punkten richtig gut – ähnlich wie beim Xiaomi Mi Notebook Pro mit sehr ähnlicher Hardware. Vor allem der Multi-Core Test fällt deutlich stärker aus als bei einem Core i5 der siebten Generation.

Weitere Performance-Tests folgen in meinem finalen Testbericht.

Windows 10 und Software

Auf dem Lenovo MIIX 520 läuft ganz normales Windows 10. Es sind einige Apps von Lenovo vorinstalliert, sowie eine Testversion von McAfee. Die würde ich direkt runterschmeißen. Nützlich ist hingegen die Wacom-App, mit der man den Stift selbst konfigurieren kann. Das scheint das gleiche Programm zu sein, das es auch für die Wacom Grafiktablets gibt.

Wie gesagt, sonst ist es ganz normales Windows 10. Wenn ihr das Tablet ohne Tastatur benutzt, würde ich in den Tablet-Modus wechseln. Dann lässt sich Windows einfacher mit den Fingern bedienen.

Vorläufiges Fazit

Lenovo MIIX 520 Unboxing

Mein erster Eindruck ist soweit ziemlich gut. Das Lenovo MIIX 520 bietet flotte Hardware, eine hochwertige Verarbeitung und einen sehr gut umgesetzten Stylus. Negativ ist hingegen, dass die Lüfter nicht so elegant versteckt sind wie beim Surface Pro. Außerdem könnte das Touchpad ein gutes Stück größer sein. Auch die Auflösung des Displays ist nicht so hoch wie bei Microsoft, doch halte ich FullHD für ausreichend.

Preislich ist das Lenovo MIIX 520 sehr gut aufgestellt. Wie gesagt, die günstigste Version mit einem Core i3 für 879 Euro halte ich für weniger spannend. Richtig interessant finde ich aber das Modell mit einem Intel Core i5-8250U, 8GB RAM und einer 256GB SSD. Dieses Modell kostet aktuell 1049 Euro. Klar, billig sind knapp über 1000 Euro nicht. Es ist aber deutlich günstiger als das Surface Pro.

Das Surface Pro kostet mit einem Core i5 der älteren siebten Generation, 8GB RAM und einer 256GB stolze 1299 Euro. Und zwar ohne Zubehör. Mit Stift und Tastatur zahlt ihr rund 1500 Euro – beides ist beim MIIX 520 inklusive. Verglichen damit ist der Konkurrent von Lenovo also günstig und bietet sogar einen aktuelleren Prozessor. Dafür ist das Design nicht ganz so elegant.

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