Teclast P10 Ersteindruck: Gute Performance für unter 100 Euro? (Video)

Wie gut ist das Teclast P10 - ein Android Tablet für unter 100 Euro? Ich starte meinen Test mit einem Unboxing-Video und meinen ersten Eindrücken. | Von Andrzej Tokarski am 11. November 2017

Teclast P10

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Bei mir ist soeben das Teclast P10 eingetroffen. Dabei handelt es sich um ein sehr preiswertes 10 Zoll Tablet aus China. Zu den besonderen Features gehören eine FullHD-Auflösung, Android 7.1.2 Nougat und eine vergleichsweise gute Performance. Wie üblich starte ich meinen Test mit einem Unboxing-Video und meinen ersten Eindrücken.

In Deutschland direkt wird das Teclast P10 nicht angeboten. Stattdessen muss man es über Shops wie GearBest aus China bestellen. Die haben mir auch das Testexemplar zugeschickt. Mit dem Gutscheincode „P10GB“ kostet es nur 94,47 Euro (Link zum Angebot).

Design & Verarbeitung

Überraschend ist, dass das Gehäuse komplett aus Aluminium besteht. Nur zwischen Display und Rahmen gibt es eine kleine Leiste aus Kunststoff. Durch das Metallgehäuse fühlt sich das Teclast P10 überraschend hochwertig an – super, dass das für so wenig Geld geht.

Mit 9,9 Millimetern ist das Tablet allerdings vergleichsweise dick. Leicht ist es auch nicht, doch ist das Gewicht mit 524 Gram noch in Ordnung.

Anschlüsse, Kameras, Lautsprecher

Teclast P10 Design

Wie bei so preiswerten Tablets üblich, verfügt das Teclast P10 über keinen USB Typ C Anschluss. Stattdessen wird es über einen normalen microUSB Port aufgeladen. Etwas seltsam ist, dass es noch einen weiteren Netzteilanschluss gibt – ein entsprechendes Netzteil ist im Lieferumfang jedoch nicht enthalten. Wichtig ist aber: Es kann per microUSB aufgeladen werden.

Zur optionalen Speichererweiterung gibt es einen Kartenslot für microSD-Speicherkarten. Ein normaler 3,5 Millimeter Klinkenanschluss ist ebenfalls vorhanden.

Auf der Rückseite sitzt eine Hauptkamera mit einer Auflösung von 5 Megapixel. Die Frontkamera bietet eine 2-Megapixel Auflösung.

Teclast hat dem P10 zwei Lautsprecher an den beiden Seiten spendiert. Wie ihr euch bei dem Preis denken könnt, bieten sie nicht den besten Sound. Aber ich würde sagen, dass sie noch nutzbar sind.

Display & Hardware

Das Teclast P10 hat ein 10,1 Zoll großes IPS-Display, das eine FullHD-Auflösung mit 1920 x 1200 Pixel bietet. Im Vergleich zur Konkurrenz ist das super. Selbst teurere Tablets wie das Huawei MediaPad T3 10 (Test) haben nämlich nur ein HD-Display.

Schade ist, dass es zwischen dem IPS-Panel und Touchscreen wieder einen kleinen Abstand gibt. Bei preiswerten Geräten ist das sehr häufig so – ja sogar beim 2017er iPad. Dennoch ist das nicht ideal, denn Displays spiegeln so schneller. Außerdem ist mir aufgefallen, dass man auf dem Bildschirm schnell Fingerabdrücke sieht.

Unter der Haube werkelt ein Rockchip RK3368. Zwar ist das ein unbekannterer Prozessor, doch ist es immerhin ein Octa-Core Chip. Die acht Kerne takten mit bis zu 1,5GHz. Dazu gibt es 2GB RAM und einen 32GB großen internen Speicher.

Benchmarks & Spiele

Wie ihr euch bei einem Preis von unter 100 Euro denken könnt, ist das Teclast P10 kein spezielles Spiele-Tablet. Doch tatsächlich ist die Performance des RK3368 gar nicht mal schlecht. In Geekbench 4 liegten die Benchmarkergebnisse mit rund 550 und 1800 knapp unter denen eines Snapdragon 425. Bei AnTuTu liegt das P10 jedoch mit über 42.000 Punkte vorn.

Tatsächlich konnte ich auf dem Tablet überraschend flüssig Modern Combat 5 spielen. Die Grafik ist weit nach unten geschraubt, doch Konkurrenten mit dem Snapdragon 425 wie auch das Samsung Galaxy Tab A 8.0 (Test) schaffen das nicht.

Zur weiteren Ausstattung gehören WLAN 802.11 a/b/g/n/ac und Bluetooth 4.0

Android 7.1 Nougat Software

Teclast P10 Unboxing

Auf dem Teclast P10 läuft Android 7.1 Nougat, also eine recht aktuelle Version. Es handelt sich hierbei um ganz normales Google Android – inklusive Play Store und den Apps von Google. Schön ist, dass die Oberfläche fast nicht angepasst ist. Bis auf einigen Standard-Apps ist es ziemlich reines Android. Deswegen habe ich auch nicht mehr zur Software zu sagen. Es ist… Android, ohne störende Oberfläche.

Vorläufiges Fazit

Bedenkt man den Preis, bietet das Teclast P10 eine überraschend hochwertige Verarbeitung. Auch das FullHD-Display ist meinem ersten Eindruck nach durchaus gut umgesetzt. Außerdem ist die Performance für die meisten Anwendungen ausreichend – aber es ist kein High-End Spiele-Tablet.

Soweit ich bisher sehen konnte, ist das Teclast P10 ein solides Tablet. Vor allem zu dem Preis von unter 100 Euro. Ich muss es jedoch weiter testen, bevor ich mir ein finales Urteil bilde.

Teclast P10 Kamera

Welche möglichen Alternativen gibt es? Wenn ihr ein Tablet mit LTE sucht, könnt ihr euch das Onda V10 4G (Test) anschauen. Dieses kann ich aber nur empfehlen, wenn ihr unbedingt LTE braucht und nicht mehr als 100 Euro ausgeben möchtet.

Um das in meinen Augen nächstbeste Android-Tablet eines bekannteren Herstellers zu bekommen, müsst ihr rund 80 Euro mehr ausgeben. Dann bekommt ihr das neue Amazon Fire HD 10 (Test).

Ihr müsst natürlich bedenken, dass der Versand aus China etwas Zeit in Anspruch nimmt – anders als bei Amazon ist es nicht am nächsten Tag da. Ich warte in der Regel um die zwei Wochen auf solche Geräte. Bei GearBest ist zwar auch von Garantien die Regel, doch im Zweifel würde ich davon ausgehen, dass ihr keinen so umfangreichen Support wie in Deutschland bekommt. Dafür ist es eben richtig günstig.

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