Teclast Master T10 Unboxing: Mein erster Eindruck vom 180 Euro Tablet

Das Teclast Master T10 ist ein spannendes Tablet mit vielen Premium-Features für nur 180 Euro. Ich starte meinen Test mit meinen ersten Eindrücken. | Von Andrzej Tokarski am 16. November 2017

Teclast Master T10

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Das Teclast Master T10 ist ein ziemlich spannendes Android-Tablet. Anders als die meisten China-Tablets, bewegt es sich nicht im Einstiegssegment, sondern ist ein oberes Mittelklasse-Tablet. So gehören zu den Highlights ein hochauflösendes Display, ein flotter HexaCore-Prozessor und Premium-Features wie ein Fingerabdruckleser. Ich beginne meinen Test mit einem Unboxing-Video und meinen ersten Eindrücken.

Ich habe das Teclast Master T10 von GearBest für meinen Test bekommen. Das ist ein Shop aus China, die Tablets auch nach Deutschland verschicken. Dort kostet es mit dem Gutscheincode GBTPC03 aktuell nur rund 180 Euro (Link zum Angebot).

Design und Verarbeitung

Das Design des Teclast Master T10 ist überraschend hochwertig. So besteht das Gehäuse komplett aus Aluminium und es ist mit nur 8 Millimetern nicht sonderlich dick. Nur oben gibt es eine kleine Abdeckung aus Kunststoff, hinter der sich die Antennen befinden. Dort ist auch eine 8-Megapixel Kamera untergebracht. Die Frontkamera bietet eine Auflösung von 13 Megapixel.

Oben gibt es einen microUSB-Anschluss. Richtig, auf USB Typ C verzichtet Teclast leider. Daneben gibt es immerhin einen HDMI-Ausgang. An den Seiten gibt es außerdem einen microSD-Kartenslot und zwei Lautsprecher, die vergleichsweise gut sind.

Teclast Master mit Fingerabdruckleser

Richtig spannend finde ich, dass auf der Rückseite ein Fingerabdruckleser platziert ist. Dadurch kann man das Tablet per Fingerabdruck schnell entsperren. Schnell ist hier relativ. Der Fingerabdrucksensor ist nicht so schnell wie bei aktuellen Smartphones. Es dauert etwa 2 Sekunden, bis das Tablet entsperrt ist.

Ähnlich wie bei dem Huawei MediaPad M3 Lite 10 (Test), unterstützt der Fingerabdruckleser auch Gesten. Tippt man zwei Mal darauf, werden beispielsweise die letzten Apps angezeigt.

Display: Ich bin überrascht

Das große Highlight des Teclast Master T10 ist das Display. Wie der Name erahnen lässt, ist dieses 10,1 Zoll groß. Das Display hat zwei Besonderheiten. So ist es vollständig laminiert und es bietet eine Auflösung von sehr hohen 2560 x 1600 Pixel. Viele Tablets bietet zu dem Preis noch nicht einmal ein FullHD-Display.

Bei preiswerten Tablets gibt es oft einen Abstand zwischen IPS-Panel und Touchscreen. Ja sogar beim 2017er iPad (Test) ist das so. Doch da das Display hier komplett laminiert ist, liegen Touchscreen und IPS-Panel direkt aufeinander. Dadurch reflektiert der Bildschirm nicht so leicht.

Auch die anderen Eigenschaften sind meinem ersten Eindruck nach ziemlich gut. Es ist ausreichend hell und gibt Farben schön wieder. Auf dem Touchscreen klebt ab Werk eine Schutzfolie.

Hardware und Performance

Teclast Master T10 Unboxing

Im Teclast Master T10 werkelt ein MediaTek MTK8176 HexaCore-Prozessor. Vier der Kerne laufen mit 1,7GHz und die anderen zwei mit 2,1GHz. Dazu gibt es 4GB RAM und 64GB Speicher. Klingt spannend? Ist es auch. Genau diese Hardware bekommen wir nämlich mit dem ASUS ZenPad 3S 10 (Test) und Xiaomi Mi Pad 3 (Test). Beide haben in meinen Tests ziemlich gut abgeschnitten.

Dank des HexaCore-Prozessors spielt das Tablet in der oberen Mittelklasse. Es gibt nur wenige Tablets, die deutlich schneller sind – dann aber auch deutlich mehr kosten.

Ich muss die Performance noch weiter testen. Doch habe ich bisher Asphalt 8 Airborne und Modern Combat 5 ausprobiert. Beide Spiele laufen sehr gut und flüssig. In den Benchmarks schneidet es ebenfalls gut ab. So werden rund 80.000 Punkte in AnTuTu, sowie rund 1500 und 3500 Punkte in Geekbench 4 erreicht.

Android Nougat und Software

Teclast liefert das Master T10 mit Android 7.0 Nougat aus. Das ist noch in Ordnung, da es bisher keinen Konkurrenten mit Oreo gibt. Ich gehe jedoch nicht davon aus, dass es jemals ein großes Versionsupdate geben wird. Schon viele bekannte Hersteller tun sich damit schwer – leider.

Anders als beim günstigeren Teclast P10 ist die Oberfläche angepasst. So gibt es keine App-Übersicht mehr. Stattdessen landen alle Apps direkt auf dem Homescreen. Außerdem sind einige Apps vorinstalliert, doch hält sich das in Grenzen. Tatsächlich belegt das System ab Werk nur 500MB.

Neben den Gesten für den Fingerabdruckleser unterstützt das Tablet noch einige weitere Funktionen, die es nicht immer gibt. So kann man einen Lesemodus einschalten, mit dem das Display auf Schwarz/Weiß gestellt wird. Außerdem kann man Blautöne herausfiltern lassen und einen Energiesparmodus aktivieren.

Sämtliche Grundfunktionen von Android sind natürlich vorhanden. Dazu zählt auch der Multi-Window-Modus, mit dem man zwei Apps direkt nebeneinander öffnen kann.

Vorläufiges Fazit

Kann ich das Teclast Master T10 empfehlen? Dafür muss ich es noch weiter testen. Mein erster Eindruck ist aber positiv. Für vergleichsweise wenig Geld bekommen wir eine gute Verarbeitung, ein hochauflösendes Display, einen flotten Prozessor und viel Speicher. Außerdem gibt es einen Fingerabdruckleser.

Zwei direkte Konkurrenten sind das ASUS ZenPad 3S 10 und Lenovo Yoga Tab 3 Plus (Test). Diese kosten aber rund 100 Euro mehr. Beim Preis ist hauptsächlich das sehr gute Amazon Fire HD 10 (Test) ein direkter Konkurrent. Ich finde das Tablet super, jedoch ist die Auflösung niedriger, die Performance nicht ganz so gut und es hat nur ein Kunststoffgehäuse.

Bei China-Tablets wie dem Teclast Master T10 bekommt man für den Preis oft ziemlich viel geboten. So ja auch hier. Ihr müsst aber bedenken, dass Support und Garantie nicht im gleichen Umfang wie in Deutschland angeboten werden. Dafür kann man eben viel Geld sparen.

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