Chuwi Hi13 ausgepackt: Ein 13,5 Zoll Windows-Tablet für unter 250 Euro (Video)

Das Chuwi Hi13 ist ein 13,5 Zoll großes Windows-Tablet, das wie das Surface Book eine Auflösung von 3000 x 2000 Pixel hat. Ich starte meinen Test. | Von Andrzej Tokarski am 3. October 2017

Chuwi Hi13

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Das Chuwi Hi13 ist ein ziemlich spannendes Windows-Tablet aus China. Zu den Highlights gehören ein sehr niedriger Preis, ein hochauflösender 13,5 Zoll Touchscreen und ein Intel Celeron N3450 Prozessor. Bei dem Display soll es sich um das Panel des Microsoft Surface Book handeln. Der Apollo Lake Chipset ist zwar nicht so leistungsstark wie ein Core Prozessor, jedoch deutlich stärker als ein Atom x5. Ich starte meinen Test mit einem Unboxing-Video und meinen ersten Eindrücken.

Direkt in Deutschland bietet Chuwi das Hi13 wie üblich nicht an. Stattdessen muss es aus China importiert werden. Das geht ganz einfach über Shops wie GearBest, die mir auch das Testexemplar geschickt haben. Dort kostet das Chuwi Hi13 aktuell unter 250 Euro (Link zum Angebot).

Design und Verarbeitung

Die Verarbeitung des Chuwi Hi13 ist überraschend hochwertig. So besteht das Gehäuse komplett aus Aluminium. Auch die Übergänge zum Display sind deutlich hochwertiger gestaltet, als es bei anderen preiswerten Tablets aus China üblich ist. Obwohl es sehr günstig ist, hat man das Gefühl ein teures Tablet in den Händen zu halten.

Wie ihr euch bei einem 13,5 Zoll großen Gerät sicherlich denken könnt, gehört es nicht zu den leichtesten Tablet. Tatsächlich ist das Hi13 mit rund 1,1kg relativ schwer. Das ist bei der Größe aber zu erwarten. Dafür ist es mit 8 Millimeter vergleichsweise dünn.

Anschlüsse, Lautsprecher, Kameras

Sowohl auf der rechten, als auch auf der linkten Seite sind jeweils zwei Lautsprecher eingebaut. Insgesamt gibt es also vier Lautsprecher. Die Soundqualität ist tatsächlich ziemlich gut – besser, als ich erwartet habe und von anderen China-Tablets kenne.

Links gibt es eine ganze Reihe an Anschlüssen. Dazu gehören ein USB Typ C Port, ein MicroUSB Anschluss, ein MicroSD-Kartenslot und ein HDMI-Ausgang. Über den Typ C Anschluss wird es aufgeladen.

Die Frontkamera über dem Display bietet eine Auflösung von 2 Megapixel. Seitlich vom Bildschirm ist außerdem ein kapazitiver Windows-Button untergebracht. Auf der Rückseite sitzt eine 5-Megapixel Kamera.

Display: Wie das Surface Book

Das wichtigste Feature des Chuwi Hi13 ist das Display. Wie bereits erwähnt, ist dieses 13,5 Zoll groß und damit deutlich größer als die Bildschirme der meisten Konkurrenten. Auch die Auflösung ist mit 3000 x 2000 Pixel ungewöhnlich hoch.

Tatsächlich soll es sich hierbei um das gleiche Panel wie beim Microsoft Surface Book handeln. Das kann durchaus sein, denn das Display sieht sehr schick aus. Texte und Icons sehen sehr scharf aus, Farben werden schön wiedergegeben und die Blickwinkel sind super.

Anders als beim Surface Book, ist das Display aber nicht komplett laminiert. So gibt es einen etwa 0,5 Millimeter Abstand zwischen IPS-Panel und Touchscreen. Außerdem bekommen wir keine Art von Gorilla Glas. Stattdessen klebt auf dem Display ab Werk eine Schutzfolie.

Hardware und Performance

Chuwi Hi13 Design

Im Inneren sitzt ein Intel Celeron N3450 Chipset. Hierbei handelt es sich um einen 1,1GHz QuadCore-Prozessor der Apollo Lake Generation. Dieser Chip ist deutlich stärker als ein Atom x5, aber auch merkbar schwächer als ein Core m3. Das zeigt auch ein erster Geekbench 4 Benchmark. In diesem Test kommt das Hi13 auf rund 1400 und 4000 Punkte.

Zusätzlich zum N3450 gibt es 4GB Arbeitsspeicher und einen 64GB großen internen Speicher.

Die Performance des N3450 ist deutlich besser als die eines Atom x5. Letzteren finden wir in den meisten Windows-Tablets bekannterer Hersteller für unter 400 Euro. Vor allem für Office-Arbeiten und Surfen im Netz ist die Performance in der Regel ausreichend.

Auch einige Spiele kann man mit dem N3450 durchaus spielen. Doch da das Chuwi Hi13 eine so hohe Auflösung hat, wird die Performance hier nicht ganz so gut wie bei vergleichbaren Tablets mit schwächeren Displays sein.

Ich habe bisher Asphalt Xtreme und das neue Spiel Cuphead ausprobiert. Mit etwas heruntergeschraubten Grafikeinstellungen konnte ich Asphalt Xtreme flüssig spielen. Bei Cuphead ist die Bildwiederholungsrate aber zu niedrig, um es angenehm spielen zu können. Schön flüssig lief es erst, nachdem ich die Bildschirmauflösung auf 1920 x 1200 Pixel heruntersetzte.

Tastatur und Stylus

Chuwi bietet für das Hi13 sowohl ein Tastatur Dock, als auch einen Stift an. Den Stylus und die Tastatur konnte ich bisher jedoch nicht ausprobieren. Der Stift unterstützt 1024 Druckstufen, ist also nicht so präzise wie der neue Surface Pen. Dennoch – für viele müsste das ausreichen.

Das Tastatur Dock scheint anderen Reviews zufolge durchaus gut umgesetzt zu sein. Neben einer normalgroßen Tastatur bekommt man damit auch ein Touchpad. Bedenken müsst ihr natürlich, dass die Tastatur mit einem US-Layout ausgeliefert wird.

Chuwi Hi13 Unboxing

Vorläufiges Fazit

Das Chuwi Hi13 macht auf mich einen ziemlich guten ersten Eindruck. Hauptsächlich liegt das an der hochwertigen Verarbeitung und dem schicken, hochauflösenden Display. Für Office-Anwendungen und einfachere Spiele ist die Performance ebenfalls ausreichend.

Obwohl der N3450 ein sehr solider Prozessor ist, dürfte die Leistung auch aufgrund der hohen Auflösung nicht ideal für Photoshop und Co sein. Ich starte nun meinen Test und melde mich in wenigen Wochen zurück.

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  • MiniMax

    “Wie ihr euch bei einem 13,5 Zoll großen Gerät sicherlich denken könnt,
    gehört es nicht zu den leichtesten Tablet. Tatsächlich ist das Hi13 mit
    rund 1,1kg relativ schwer. Das ist bei der Größe aber zu erwarten.”

    Nein, eigentlich nicht: Ich habe jetzt (nachdem ich zuerst als großes Tablet auch ein CHUWI Hi13 gehabt habe) ein Huawei Matebook. Nun gut, das hat “nur” 12 Zoll. Aber vor allem wiegt es nur 640g. Auch das von der Größe her vergleichbare Samsung Galaxy Book Tablet 12″ wiegt nur 753g.
    Das Chuwi wiegt als Tablet, also ohne Tastatur, soviel wie die leichtesten Notebooks, die sowas schon eingebaut haben.
    Aber es kostet halt nur einen Bruchteil der leichteren Konkurrenz. (Und leider kriegt man für diesen Billigpreis auch nur eine relativ schnarchlahme CPU. Das merkt man leider selbst beim Surfen immer wieder.)