Cube Mix Plus Test: Ein günstiges Windows-Tablet mit viel Leistung

Wie gut ist das Cube Mix Plus? In meinem Test schneidet es überraschend gut ab. Das liegt an dem günstigen Preis und flotten Intel Core m3 Prozessor. | Von Andrzej Tokarski am 30. September 2017

Cube Mix Plus Test

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Das Cube Mix Plus ist ein ziemlich spannendes Windows-Tablet aus China. Zu den Highlights gehören ein 10,6 Zoll großes FullHD-Display und ein Intel Core m3 Prozessor der siebten Generation. Dazu gibt es 4GB RAM und eine 128GB große SSD. Trotz der guten Ausstattung kostet es je nach Deal unter 300 Euro! Zum Vergleich: Ein Samsung Galaxy Book 10 mit sehr ähnlicher Hardware kostet über 600 Euro.

Wie gut ist das Cube Mix Plus im realen Einsatz? Das erfahrt ihr in diesem Test.

Mir haben die Leute von GearBest das Cube Mix Plus zugeschickt. Das ist ein Händler aus China, die auch nach Deutschland verkaufen. Das Cube Mix Plus kostet dort je nach Deal knapp unter 300 Euro (Link zum Angebot).

Design und Verarbeitung

Wie ihr euch bei dem Preis sicherlich denken könnt, ist die Verarbeitung nicht auf dem gleichen Niveau wie bei einem Surface Pro. Dennoch besteht die Rückseite größtenteils aus Metall. Es ist durchaus solide und stabil gebaut. Richtig hochwertig fühlt sich das Cube Mix Plus aber nicht an.

Der Übergang vom Metallgehäuse zum Kunststoffrahmen des Displays hätte schöner sein können. So ist die Verarbeitung mit einem typischen Billig-Tablet vergleichbar – es erinnert mich etwas an das TrekStor SurfTab duo W3.

Vorne hat das Tablet einen breiten, weißen Rahmen. Die Rückseite ist hingegen in grau gehalten. Es ist mit 9,6 Millimeter bei weitem nicht das dünnste Windows-Tablet. Leicht ist es auch nicht gerade – es wiegt rund 700 Gramm.

Kameras, Anschlüsse, Lautsprecher

Cube Mix Plus Anschlüsse

Auf der Rückseite ist eine Kamera mit einer Auflösung von 5 Megapixel untergebracht, die wie zu erwarten nicht die besten Ergebnisse liefert. Vorne sitzt über dem Display eine 2 Megapixel Frontkamera. Für Videochats über Skype ist die Qualität hier durchaus in Ordnung. Unter dem Bildschirm befindet sich außerdem ein Windows-Button.

An den Seiten gibt es eine ganze Reihe an Anschlüssen. So bekommen wir einen USB Typ C Port, aber auch einen microUSB 3.0 Anschluss. Im Lieferumfang ist ein Adapter auf einen normalgroßen USB 3.0 Port enthalten. Außerdem bekommen wir einen microSD-Kartenslot, einen 3,5 Millimeter Klinkenstecker und ein Netzteilanschluss.

Oben gibt es Lautstärkeregler und einen Einschaltknopf. Nicht ideal ist die Position der Lautsprecher. Es gibt zwar zwei, doch sind beide an der rechten Seite untergebracht. Richtiges Stereo-Feeling kommt dadurch nicht auf. Die Qualität der Lautsprecher ist noch akzeptable, aber bei weitem nicht so gut wie bei einem iPad.

Display: FullHD mit Stylus-Option

Cube Mix Plus Display

Das 10,6 Zoll große Display ist ziemlich gut umgesetzt. Wir bekommen hier ein IPS-Panel mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixel. Es ist nicht der hellste Bildschirm, aber wenn man nicht direkt in der Sonne sitzt, kann man damit draußen durchaus arbeiten. Die Blickwinkel sind gut und Farben werden ordentlich dargestellt.

Wie bei günstigen Tablets oft üblich, gibt es auch beim Cube Mix Plus einen etwa 1 Millimeter großen Abstand zwischen Touchscreen und IPS-Panel. Bedient man das Display nur mit den Fingern, ist das nicht schlimm. Falls ihr aber plant auf dem Touchscreen mit einem Stylus zu arbeiten, wird es vermutlich je nach Winkel nicht so aussehen, als würdet ihr ein Icon nicht richtig treffen. Optional bietet Cube einen Stift mit 1024 Druckstufen an.

Offenbar bekommen wir hier keine Art von Gorilla Glas. Stattdessen ist ab Werk eine Schutzfolie auf dem Panel angebracht, die aus Kunststoff besteht. Zieht ihr die ab, würden auf dem Display vermutlich schnell Kratzer entstehen.

Hardware und Performance

Cube Mix Plus Verarbeitung

Während die Verarbeitung auf ein preiswertes Tablet schließen lässt, was es ja auch ist, sieht das bei der internen Hardware anders aus. Für unter 300 Euro bekommen wir normalerweise einen schwachen Intel Atom x5 Prozessor. Im Cube Mix Plus steckt aber der deutlich leistungsstärkere Intel Core m3 der siebten Kaby Lake Generation!

Zusätzlich zu dem Core m3 gibt es 4GB RAM und eine 128GB große SSD. Wer etwas geschickt ist, kann das Tablet sogar öffnen und die SSD durch eine größere ersetzen. Im Internet gibt es dazu Anleitungen.

Durch den Core m3 ist das Cube Mix Plus deutlich leistungsstärker als andere Tablets dieser Preisklasse. Das macht sich auch im realen Einsatz bemerkbar. Im Edge und Chrome Browser kann man deutlich flotter und schneller zwischen Tabs wechseln oder YouTube schauen, als es mit einem Atom x5 Gerät möglich ist.

Ich habe mit dem Tablet all das gemacht, wozu ich auch mein Notebook benutze. So habe ich auf dem Cube Mix Plus auch Photoshop installiert und konnte damit ziemlich gut arbeiten. Wer viel mit sehr großen Dateien und vielen, komplexen Ebenen hantiert, könnte aber mehr Arbeitsspeicher gebrauchen.

Mit PowerDirector habe ich außerdem Videos geschnitten. Das funktioniert größtenteils ohne Probleme. In meinem Render-Test hat es gut 5 Minuten gebraucht, um ein 16 Minuten langes FullHD-Video mit aktiviertem QuickSync zu rendern. Zum Vergleich: Das teurere Acer Switch 3 (Test) mit dem Intel N4200 brauchte für das gleiche Video knapp unter 8 Minuten.

Cube Mix Plus Benchmarks

Die sehr solide Performance spiegelt sich auch in den Benchmarks wieder. In Geekbench 4 kommt das Mix Plus auf 3036 Punkte im Single-Core-Test und auf 5803 Punkte im Multi-Core-Test. Damit ist es deutlich stärker als ein Intel Atom x5 oder N4200.

Spiele auf dem Cube Mix Plus

Natürlich wird man mit dem Cube Mix Plus kein Spiele-Notebook ersetzen können. Ich habe auf dem Tablet aber Asphalt Xtreme und Modern Combat 5 aus dem Windows Store ausprobiert. Asphalt Xtreme lief auch bei den höchsten Einstellungen schön flüssig. Bei Modern Combat 5 musste ich hingegen das Anti Aliassing herunterschrauben, um es ruckelfrei spielen zu können.

Auch das neue Spiel Cuphead konnte ich auf dem Tablet sehr gut spielen. Vor allem zu dem Preis ist die Performance also ziemlich gut.

Einen Nachteil hat der flotte Prozessor aber. Wenn ihr viele Videos rendert oder Spiele spielt, wird die Rückseite ziemlich warm. Und zwar so warm, dass es auf Dauer unangenehm sein kann es in den Händen zu halten.

Cube Mix Plus mit Cuphead

Tastatur Dock

Wer möchte, kann für das Cube Mix Plus auch ein optionales Tastatur Dock dazu bestellen. Dieses habe ich jedoch nicht ausprobiert. Für deutschsprachige ist die Tastatur nicht ideal, da man sie nur mit einem US-Layout bekommen kann.

Natürlich kann man die Tastatur softwareseitig auf Deutsch stellen, es ist nämlich ganz normales Windows 10. Es müsste sich auch bei dem Dock dann alles da befinden, wo es auch bei einer deutschen Tastatur wäre. Wer nicht blind schreiben kann, kann sich mit entsprechenden Stickern aushelfen.

Andernfalls kann man natürlich jede beliebige Tastatur an das Mix Plus anschließen. Entweder per USB, oder aber per Bluetooth. Wie ihr in meinem Video sehen könnt, benutze ich es mit der Microsoft Universal Mobile Tastatur. Das funktioniert ohne Probleme.

Windows 10 auf Tablets

Auf dem Cube Mix Plus läuft ganz normales Windows 10. Das funktioniert genauso wie bei eurem Desktop PC oder Notebook. Allzu viel muss ich dazu also nicht sagen.

Speziell für Tablets gibt es den Tablet Modus. Aktiviert ihr diesen, ist es einfacher Windows 10 mit den Fingern zu bedienen. Das Start-Menü verwandelt sich in einen Start-Bildschirm. Außerdem werden Apps im Vollbild-Modus geöffnet. Per Gesten könnt ihr das Info-Center öffnen, zwei Apps nebeneinander öffnen oder eine App schließen.

Akkulaufzeit

Cube Mix Plus Akkulaufzeit

Wie bei fast allen Windows-Tablets, ist auch beim Mix Plus die Akkulaufzeit eine große Schwachstelle. Der Akku hat eine Kapazität von 4300mAh. In meinem Akku-Test hat das für eine Laufzeit von 5 Stunden und 50 Minuten gereicht. Bei meinem Akku-Test lasse ich ein HD-Video bei 50% Helligkeit und eingeschaltetem WLAN in einer Endlosschleife laufen.

Auch im realen Einsatz ist die Akkulaufzeit nicht sehr gut. Ein Beispiel: Laut meinem Akku-Tagebuch hielt der Akku einmal insgesamt 10 Stunden und 40 Minuten. In dieser Zeit habe ich das Mix Plus 6 Stunden und 10 Minuten aktiv genutzt. Bluetooth und WLAN waren eingeschaltet und die Displayhelligkeit variierte zwischen 50 und 100%. Die Hälfte der Zeit habe ich in Microsoft Word gearbeitet und in der anderen Hälfte YouTube im Browser geschaut.

Cube Mix Plus Test Fazit

Cube Mix Plus mit Windows 10

Also, was ist das Fazit meines Cube Mix Plus Tests? Während meines Tests hat mir das Tablet sehr gut gefallen. Wir bekommen hier zu dem Preis eine ausgezeichnete Performance mit einem guten Display. Die Verarbeitung ist in Ordnung, aber vergleichbar mit anderen Billig-Tablets.

Ich würde es nicht als eine Alternative zum Microsoft Surface Pro empfehlen, auch weil es mit 10,6 Zoll deutlich kleiner ist. Stattdessen halte ich es für eine sehr empfehlenswerte Alternative zu den preiswerten Tablets anderer Hersteller. Dazu gehören Geräte wie das Lenovo MIIX 320 oder die Windows-Tablets von TrekStor und Odys.

Das Cube Mix Plus kostet beispielsweise in etwa so viel wie ein Lenovo MIIX 320 mit einem Atom x5. Es ist aber deutlich leistungsstärker. Mit dem Cube Mix Plus kann man ordentlich in Photoshop arbeiten, flott Videos rendern und ohne Ruckler mehrere Programme offen haben. All das ist mit einem Atom x5 Tablet nur sehr begrenzt möglich.

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  • Frank

    Dazu muss man aber sagen dass GearBest, für mich jedenfalls, absolut unseriös arbeitet, bestellte und bezahlte (und bestätigte) Artikel nicht verschickt und erst nach sehr erbosten Emails meinerseits nach 2 Monaten zumindest mal fähig war das Geld zurück zu erstatten.
    Hier kann ich nur abraten zu bestellen, gute Preise hin oder her.