Microsoft Surface Pro: Nachfrage niedriger als erwartet?

Die Nachfrage an der Microsoft Surface Serie ist möglicherweise niedriger als erwartet. Das ist von Quellen aus der Lieferkette in Taiwan zu hören. | Von Andrzej Tokarski am 5. July 2017

Microsoft Surface Pro

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Das neue Microsoft Surface Pro gehört zu den besten Windows-Tablets da draußen. Das liegt an dem exzellenten Design und der guten Umsetzung des Surface Pen Stifts. Doch die Surface Serie verkauft sich anscheinend nicht mehr so gut, wie noch vor einem Jahr. So hat die Surface Sparte bei Microsoft laut eigenen Angaben im ersten Quartal 2017 gut 26% weniger Einnahmen erzielt. Nun berichtet auch Pegatron, dass die Bestellungen unter den Erwartungen liegen.

Pegatron ist ein in Taiwan sitzender Auftragshersteller von Elektronikartikeln, die unter anderem Einzelteile für die Surface Serie produzieren. Laut den Quellen der Branchenzeitung DigiTimes sind die Bestellungen von Microsoft nicht so hoch wie ursprünglich erhofft. Offiziell veröffentlichte Zahlen liegen nicht vor.

Das bedeutet natürlich nicht, dass das neue Surface Pro oder der Surface Laptop schlecht sind. Stattdessen hat sich innerhalb der letzten ein bis zwei Jahre im 2-in-1 Markt einiges getan. Mittlerweile haben fast alle Hersteller einschließlich ASUS, HP, Acer, Lenovo, Medion und Dell teils zum Verwechseln ähnliche Tablets im Angebot. In den meisten Fällen sind die Konkurrenten preiswerter als das Surface Pro.

Das Ziel der Surface-Serie

Microsoft hat sich zwar nicht zu dem Bericht der DigiTimes öffentlich geäußert, doch vermutlich sehen sie die sinkende Nachfrage als nicht allzu schlimm an. Tatsächlich hat Microsoft CMO Chris Capossela erst im Dezember in einem Interview verraten, dass sie sich über Surface-Klone freuen. Auf diesen läuft natürlich Windows 10. Genau das sei nämlich einer der Ziele – sie wollen den Windows-Markt insgesamt vergrößern.

„Wir finden, es ist teilweise unsere Aufgabe (mit neuen Geräte-Kategorien) anzuführen und mit Apple zu konkurrieren, aber auch einen größeren Markt für unsere OEM-Partner zu schaffen“, so Capossela im Dezember 2016 im Windows Weekly Podcast.

Das neue Microsoft Surface Pro hat sich im Vergleich zum Surface Pro 4 nur minimal verändert. So ist das Design etwas schlanker geworden, im Inneren sitzt nun Intels Kaby Lake Prozessor-Generation und die Akkulaufzeit wurde verlängert. Auch der Stylus ist mit 4096 Druckstufen nun deutlich präziser.

Gleichzeitig wurde das neue Surface Pro genau genommen aber auch teurer. So muss der Surface Stift nun für 109,99 Euro separat dazu erworben werden. Bei den Vorgängern war dieser immer inklusive. Das neue Surface Pro startet bei 949 Euro (Link zum Angebot).

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Via: Neowin