Acer Switch 3 Kurztest: Das beste Windows-Tablet der Mittelklasse?

Das Acer Aspire Switch 3 ist ein neues Windows-Tablet im "Surface-Design", das mit 499 Euro vergleichsweise günstig ist. Ich habe es genauer ausprobiert. | Von Andrzej Tokarski am 5. June 2017

Acer Aspire Switch 3

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Das Acer Aspire Switch 3 ist ein neues Windows-Tablet, das bereits Ende April für ab 499 Euro angekündigt wurde. Zu den Highlights gehören ein Design, das Microsofts Surface Pro Serie ähnelt, sowie Intels Apollo Lake Prozessoren. Dadurch kann das Switch 3 günstiger als viele Konkurrenten sein, bietet gleichzeitig aber mehr Performance als die meisten preiswerten Windows-Tablets.

Auf der Computex 2017 in Taipeh habe ich mir das Acer Aspire Switch 3 etwas genauer angeschaut. Ich finde das Tablet nicht nur wegen den Apollo Lake Chips spannend, sondern auch weil mir das Acer Switch Alpha 12 (Test) im letzten Jahr sehr gefallen hatte.

Update: Bei Notebooksbilliger kann man es bereits vorbestellen (Link zum Angebot).

Acer Switch 3 Design

Das Design des Aspire Switch 3 ähnelt sehr dem Switch 12 oder dem hochwertigeren Bruder, dem neuen Switch 5. In diesem Fall besteht das Gehäuse jedoch komplett aus Kunststoff. Es macht bei weitem nicht so einen hochwertigen Eindruck wie teurere Konkurrenten, aber ich denke das ist bei dem Preis zu erwarten. Schlecht ist die Verarbeitung dennoch nicht – es ist recht solide gebaut.

Ganz auf Metall verzichtet Acer allerdings nicht, so besteht der Kickstand aus Aluminium. Dieser hat eine U-Form und kann ausgeklappt werden, um das Tablet in diversen Winkeln aufzustellen. An Anschlüssen bekommen wir einen USB Typ C Port, einen großen USB 3.0 Anschluss und einen MicroSD-Kartenslot geboten. Unten gibt es einen magnetischen Anschluss für die Tastatur

Acer Aspire Switch 3 Kickstand

Tastatur und Stylus

Die Tastatur des Switch 3 wird über einen magnetischen Anschluss mit dem Tablet verbunden, ähnlich wie wir es vom Type Cover kennen. Tatsächlich funktioniert die Tastatur fast genauso wie bei Microsoft, ja auch das Design ist sehr ähnlich. So gibt es auch hier eine magnetische Leiste, mit der man sie leicht anwinkeln kann. Auf der Tastatur kann man durchaus gut schreiben, eine Hintergrundbeleuchtung gibt es jedoch nicht.

Wie beim Vorgänger bietet Acer auch hier optional einen aktiven Stylus an. Dieser unterstützt 1024 Druckstufen und kann natürlich mit Windows Ink benutzt werden. Zwar ist er nicht so präzise wie der neue Surface Pen, dürfte für handschriftliche Notizen und auch Zeichnungen den meisten aber völlig ausreichen.

Acer Switch 3 Hardware

Acer Aspire Switch 3 Design

Im Vergleich zum Switch 12 oder Switch 5 ist die Hardware des Acer Aspire Switch 3 nicht ganz so hochwertig. Zwar ist auch hier das Display 12 Zoll groß, jedoch bekommen wir „nur“ eine FullHD-Auflösung mit 1920 x 1200 Pixel geboten. Ich denke das ist bei dem Preis ausreichend.

Unter dem IPS-Panel sitzt je nach Modell ein Intel Celeron N3350 oder Intel Pentium N4200 Prozessor, die beide der Apollo Lake Generation angehören. Bei dem N3350 handelt es sich um einen DualCore-Chip, während der N4200 vier Kerne hat.

Beide Chips sind dem Intel Atom x5 Z8350 merkbar überlegen – diesen finden wir in vielen preiswerten Windows-Tablets, wie auch dem Lenovo MIIX 320. Auch der N3350 ist deutlich leistungsstärker. Wer ein paar Benchmarks sehen möchte, kann sich meinen Test vom Jumper EZBook 3 anschauen.

Darüber hinaus gibt es 4GB Arbeitsspeicher und einen 64GB großen internen Speicher. Eine LTE-Version ist offenbar nicht geplant.

Vorläufiges Fazit

Acer Aspire Switch 3 Gehäuse

Mein erster Eindruck vom Acer Aspire Switch 3 ist ziemlich gut. Es ist schön zu sehen, dass wir hier ein preiswertes Tablet im „Surface Design“ bekommen, wir uns aber nicht mit dem alten Z8350 herumschlagen müssen.

Ich denke mit dem Preis von 499 Euro kann man leben – weniger wäre natürlich immer schön. Durchaus spannend ist in Anbetracht dessen das Switch Alpha 12 des letzten Jahres mit einem höher auflösenden Display und einem Core i3. Gebraucht bekommt man dieses bei Amazon für nur knapp über 600 Euro (Link zum Angebot).

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  • macyo

    Kann man es über den USB Typ C Port laden? Und welchen Standard hat dieser?