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Samsung Galaxy Tab A 7.0 (2016): Mein erster Eindruck + Unboxing-Video

Der Vorgänger des Samsung Galaxy Tab A 7.0 (2016) hat in meinem Test enttäuscht, doch mein erster Eindruck des neuen 7 Zoll Android-Tablets ist positiv. | Von Andrzej Tokarski am 17. March 2016

Samsung Galaxy Tab A 7.0 ausgepackt

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Seit dieser Woche ist das Samsung Galaxy Tab A 7.0 (2016) in Deutschland verfügbar. Bei mir ist das 7 Zoll große Android-Tablet gestern eingetroffen und wir können unseren Test mit meinen ersten Eindrücken und einem Unboxing-Video beginnen.

Das Galaxy Tab A 7.0 ist deutlich günstiger als das Galaxy Tab A 9.7, das vor einem Jahr mit einer sehr niedrigen Auflösung für 299 Euro erschienen ist. Bei dem 7 Zoll Modell ist die Auflösung nun deutlich höher und die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 169 Euro. Zu diesem Preis ist es bereits bei Notebooksbilliger und Cyberport auf Lager. Bei Amazon direkt ist der Preis bereits auf aktuell 156,32 Euro gefallen (Link zum Angebot), doch dort ist es noch nicht lieferbar.

Gegen Ende März ist scheinbar auch ein LTE-Modell für 219 Euro geplant (Link zum Angebot).

In den Bestsellern diverser Händler sind die günstigen Tablets von Samsung immer sehr weit oben vertreten – obwohl sie in Tests oft nicht die besten Noten bekommen. So geschah es letztes Jahr auch mit dem Galaxy Tab A 9.7, das in meinem Test aufgrund der niedrigen Auflösung nicht sehr gut abschnitt. Doch mein erster Eindruck vom Galaxy Tab A 7.0 ist deutlich besser als bei der letzten Generation.

Design und Verarbeitung

Das Design des Galaxy Tab A 7.0 ist sehr typisch für Samsung. Es sieht genauso aus wie alle Tablets des Herstellers – seit dem ersten Galaxy Tab von 2010. Oben ist das Logo angebracht und unter dem Display sitzen die drei typischen Buttons für „Home“, „Zurück“ und „Multitasking“.

Bei dem Preis besteht das Gehäuse natürlich komplett aus Kunststoff, doch habe ich mich über die gute Verarbeitung gewundert. Es fühlt sich nicht so „billig“ an wie einige Konkurrenten, die ich kürzlich in der Hand hatte. Es scheint solide gebaut zu sein und macht einen guten Eindruck, das liegt auch an der gemusterten Rückseite. Dadurch sieht man dort keine Fingerabdrücke.

Natürlich kann man das Kunststoffgehäuse nicht mit einem iPad vergleichen, auch das Galaxy Tab S2 fühlt sich deutlich besser an. Doch habe ich bei diesem Preis weniger erwartet, ich bin positiv überrascht.
Samsung Galaxy Tab A 7.0

Display

Einige Neuerungen gibt es bei dem Display. Während die erste Generation der Galaxy Tab A Serie noch mit einem Seitenverhältnis von 4:3 erschien, ist das Galaxy Tab A 7.0 wieder im 16:10 Format gehalten. Wir wissen nicht, ob das nur bei dem 7 Zoll Gerät der Fall ist, oder ob Samsung wie früher grundsätzlich wieder auf 16:10 setzt.

Schön ist, dass das 7 Zoll große IPS-Display eine HD-Auflösung mit 1280 x 800 Pixel besitzt. Von der Konkurrenz kennen wir das bei diesem Preis schon lange, ja selbst Samsung hat bereits vor Jahren preiswerte Tablets mit dieser Auflösung herausgebracht. Doch im letzten Jahr spendierten sie dem Galaxy Tab A 9.7 trotz des großen Displays und einem Preis von 300 Euro unglaublich niedrige 1024 x 768 Pixel.

Die restlichen Eigenschaften des Panels sind für 169 Euro in Ordnung, aber auch nicht besonders gut. Es scheint meinem ersten Eindruck nach ausreichend hell zu sein, doch wenn man mit dem Blickwinkel vom Zentrum abrückt, fällt die Helligkeit schnell ab.

Hardware

Im Herzen des Tablets steckt ein 1,3GHz QuadCore-Prozessor, dem ein 1,5GB großer Arbeitsspeicher zur Seite steht. Etwas bedauerlich ist, dass der interne Speicher nur eine Kapazität von 8GB bietet – von denen nur 4,3GB frei sind. Das ist nicht viel, bei über 100 Euro erwarte ich mindestens 16GB. Doch es gibt immerhin einen MicroSD-Kartenslot.

Zur weiteren Ausstattung gehören zwei Kameras, die mit 5 und 2 Megapixel auflösen. Es wird WLAN unterstützt, Bluetooth und sogar GPS. Andere Features wie NFC oder gar einen Fingerabdruckleser gibt es nicht.

Die Hardware des Galaxy Tab A 7.0 reicht für die meisten Anwendungen und auch viele Spiele aus. Es dürfte jedem klar sein, dass es zu diesem Preis kein Gaming-Tablet ist, auf dem die neusten Action-Shooter mit den höchsten Grafikeinstellungen laufen. Aber Angry Birds und andere, einfache Spiele laufen ohne Probleme.

Samsung Galaxy Tab A 7.0 Rückseite

Android 5.1 und TouchWiz

Zwar ist Android 6.0 Marshmallow schon seit einer Weile verfügbar, doch ist noch Android 5.1.1 Lollipop vorinstalliert. Ob es jemals ein Update geben wird, wissen wir nicht – bisher hat noch keines von Samsung Marshmallow bekommen.

Natürlich wäre es schön, wenn auf dem Galaxy Tab bereits Android 6.0 laufen würde, doch allzu schlimm ist das nicht. Bei Lollipop handelt es sich um ein gutes und stabiles Betriebssystem. Gut ist außerdem, dass die TouchWiz-Oberfläche nicht mehr so überladen ist, wie sie es noch vor einigen Jahren war.

Tatsächlich sind auf dem Galaxy Tab A 7.0 recht wenig Apps vorinstalliert, das ist super. Es gibt die Angebote von Google und einige Apps von Samsung, darunter ein Kalender, Videoplayer und ähnliches. Doch unnötig überladen ist das Tablet nicht. Schön ist auch, dass Flipboard nicht in den Homescreen integriert ist.

Samsung Galaxy Tab A 7.0 Display

Vorläufiges Fazit

Ich muss sagen, dass mein erster Eindruck vom Galaxy Tab A 7.0 besser ist, als ich es vorher erwartet hatte. Doch leidet es an der gleichen schwäche wie fast alle günstigen Tablets von Samsung: Es ist recht teuer. Immerhin bekommt man für nur 50 Euro ein Amazon Fire und für 199 Euro ein deutlich besseres NVIDIA Shield Tablet K1.

Das Galaxy Tab A 7.0 hat durchaus das Potenzial sich dazwischen zu positionieren. Doch dafür sollte der Preis meiner Meinung nach noch etwas fallen…. 129 Euro wären gut. Wie wir Samsung kennen, dürfte das nicht allzu lange dauern.


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