Zu teuer: 9,7 Zoll iPad Pro kostet in Deutschland fast 700 Euro

Apple hat soeben ein 9,7 Zoll großes iPad Pro vorgestellt - den Nachfolger des iPad Air 2. Doch mit einem Preis von fast 700 Euro ist das Tablet teurer als erwartet. | Von Andrzej Tokarski am 21. March 2016

iPad Pro 10 und 12

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Haben wir es erwartet? Ja haben wir. Auf einem Presseevent in Cupertino hat der US-Hersteller Apple soeben ein 9,7 Zoll großes iPad Pro vorgestellt. Dabei handelt es sich um den Nachfolger des iPad Air 2, das zwar weiterhin verkauft, aber nicht mit einem Air 3 fortgesetzt wird. Das kleinere iPad Pro bekommt die gleichen Funktionen des großen Bruders und einen ähnlich hohen Preis.

In Deutschland ist das neuste Tablet von Apple ab dem 24. März vorbestellbar. Der Preis für die günstigste Version mit 32GB Speicher, ohne LTE, ohne Tastatur Dock und ohne Stylus liegt bei 689 Euro. Damit kostet es deutlich mehr als die vorherigen Flaggschiff-iPads von Apple. So wurde das iPad Air 2 im Oktober 2014 für 200 Euro weniger vorgestellt!

Apple hat dem 9,7 Zoll großen iPad Pro Hardware und Funktionen spendiert, die wir von dem größeren Modell kennen. Dazu gehört der flotte A9X Prozessor, vier an den Ecken angebrachte Lautsprecher für einen besseren Sound, eine 12 Megapixel Kamera auf der Rückseite und ein aufgepepptes Display.

iPad Pro 10 mit SplitScreen

Zwar bietet das 9,7 Zoll große Display die gleiche „Retina-Auflösung“ des iPad Air 2 mit 2048 x 1536 Pixel, doch ist es laut Apple mit 500nit gut 25 Prozent heller als der Vorgänger und reflektiert bis zu 40 Prozent weniger Licht. Dadurch spiegelt das Display nicht so sehr draußen in der Sonne. Spannend ist außerdem, dass die Farbtemperatur sich dem Umgebungslicht anpasst.

Wie beim 12,9 Zoll großen iPad Pro, kann man auch auf der kleineren Version nun mit einem Stylus schreiben. Den sogenannten Apple Pencil muss man für 109 Euro extra dazu kaufen. Nicht standardmäßig dabei ist auch das Tastatur Cover, das Smart Keyboard heißt und für das 9,7 Zoll Display angepasst wurde. Hier liegt der Preis bei 169 Euro.

iPad Pro 10 mit Smart Keyboard

Ab dem 24. März kann das 9,7 Zoll große iPad Pro für ab 689 Euro vorbestellt werden. Das ist der Preis für die Version mit 32GB Speicher. Wer 128GB benötigt, muss 869 Euro auf den Tisch legen. Für 256GB werden satte 1049 Euro fällig. Wer das Tablet mit LTE haben möchte, muss jeweils draufzahlen – die teuerste Variante kostet somit 1199 Euro!

Das 9,7 Zoll iPad Pro scheint wirklich ein nettes Tablet zu sein, doch halte ich die Preise für viel zu hoch. Natürlich bietet Apple uns hier ein besseres Display, einen schnelleren Prozessor und eine höher auflösende Kamera. Doch rechtfertigt das einen Aufpreis von 200 Euro im Vergleich zum iPad Air 2 im Oktober 2014? In meinen Augen nicht.

iPad Pro 10 mit Apple Pencil

iPad Pro 10

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  • http://twitter.com/MariusRomanus mariusromanus

    In den USA liegt z.B. der Preis für das 128GB 9.7″-Pro mit LTE bei 879$. In Deutschland liegt der Preis mit 1020€ deutlich höher. Das ist beim iPad Air 2 nicht der Fall. Da haben sie wie alle größeren Elektronikhersteller nur $ mit € ausgetauscht (was an sich schon immer unverschämt war). Merkwürdig.

    • http://tabletblog.de Andrzej Tokarski

      Den Unterschied zwischen US Dollar und Euro gibt es bei den meisten Herstellern seit gut einem Jahr, der Grund dürfte der schwache Euro sein. Ein Microsoft Surface Pro 4 kostet in den USA 899 Dollar und bei uns 999 Euro – das ist jeweils die unverbindliche Preisempfehlung.

      Beim Surface Pro 3 lagen die Preise noch anfangs bei 799 Dollar und 799 Euro. Im Mai 2015 wurden es dann plötzlich 849 Euro, die US-Preise blieben jedoch gleich: http://www.tabletblog.de/2015/05/microsoft-surface-pro-3-preiserhohung/

      Interessant ist auch, was Samsung macht. Sie bringen seit 2015 die günstigsten Modelle ihre Tablet-Serien einfach nicht in Deutschland auf den Markt. Das Galaxy Tab A 8.0 und das Galaxy Tab S2 8.0 WLAN sind hier nie erschienen. Bei den günstigsten Ausführungen ist die Gewinnmarge kleiner als bei den teureren, denn LTE oder doppelt so viel Speicher kostet den Herstellern nur ein paar Euro mehr. Nicht aber die oft verlangten 100 Euro Aufpreis.

      Die Tablets von ASUS sind im Vergleich zu früher ebenfalls teurer… bei den meisten Herstellern sehen wir das seit gut einem Jahr. Leider.

  • Spaceskull

    Meiner Meinung viel zu hoch! Und das bei einen Rückgang des Tabletmarktes.