Apple: Preiserhöhung für iPads & iPhones aufgrund Urheberabgabe

Der US-Hersteller Apple hat die Preise für alle iPhones und alle iPads leicht angehoben. Grund dafür ist eine Urheberabgabe auf Tablets und Smartphones. | Von Andrzej Tokarski am 3. January 2016

iPad Pro von Apple

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Apple hat in Deutschland die Preise für alle iPads und alle iPhones leicht angehoben. Der Grund dafür ist eine neue Urheberabgabe für Smartphones und Tablets, welche die Verwertungsgesellschaften mit dem Digitalverband Bitkom ausgehandelt haben. Für Tablets müssen Hersteller und Importeure eine Abgabe von 8,75 Euro pro Stück zahlen und pro Handy 6,25 Euro. Mitglieder von Bitkom zahlen 5 Euro für Smartphones und 7 Euro für Tablets.

Um in etwa diese Beträge wurden alle iPads und iPhones zu Beginn des Jahres teurer. So kostet ein 32GB iPad Pro beispielsweise anstatt 899 Euro nun 907,33 Euro. Einen allzu großen Preisanstieg gibt es also nicht. Doch bisher ist Apple der einzige Hersteller, der die Urheberabgabe direkt an die Kunden weitergibt.

Bitkom und die Verwertungsgesellschaften haben sich nach zähen Verhandlungen auf die Urheberabgabe geeinigt. Ursprünglich wurden pro Mobiltelefon 36 Euro und pro Tablet 15 Euro verlangt. Die Verträge gelten rückwirkend bis zum Jahr 2008 für Smartphones und bis 2012 für Tablets, jedoch gibt es hierfür Abschläge.

Solche Pauschalabgaben gibt es auch für Computer, MP3-Player, Kopierer, Drucker, USB-Sticks und CD-Rohlinge. Laut der Pressemitteilung von Bitkom sind die urheberrechtlichen Abgaben dazu da das legale Kopieren von urheberrechtlich geschützten Inhalten wie Musik, Film, Foto oder Text für den privaten Gebrauch abzugelten. Die Abgaben werden an Verwertungsgesellschaften wie die VGL, VG Wort und die Gema ausgeschüttet.

Was haltet ihr davon, dass Apple die Urheberabgabe direkt an die Kunden weitergibt? Apple wird sicherlich nicht der einzige Hersteller sein, der das tut. Doch ich vermute, dass die meisten die Abgabe erst in die Preise von neuen Produkten mit einfließen lassen.

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