iPad Pro: Erwartet Apple schwache Verkaufszahlen?

Apple erwartet scheinbar, dass das iPad Pro nicht so erfolgreich wie bisherige iPads wird. Es sollen überraschend wenige Exemplare in Auftrag gegeben worden sein. | Von Andrzej Tokarski am 28. October 2015

iPad Pro

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Als Apple im September das iPad Pro vorstellte, waren die Medienberichte zu dem neuen HighEnd-Tablet trotz des Startpreises von 799 US Dollar größtenteils sehr positiv. Doch wie viele werden sich ein solch teures Tablet tatsächlich kaufen? Diese Frage stellt sich scheinbar auch Apple. Wie die DigiTimes berichtet, lässt Apple ungewöhnlich wenige Exemplare des iPad Pro herstellen. Mit einem allzu großen Erfolg wird offenbar nicht gerechnet.

Die DigiTimes beruft sich wie üblich auf eine Quelle aus der Lieferkette. Laut der nicht näher spezifizierten Quelle hat Apple bis zum Ende des Jahres unter 2,5 Millionen iPad Pros bestellt – obwohl das Weihnachtsgeschäft kurz bevor steht. Die Bestellungen für Anfang 2016 seien sogar noch niedriger.

Tatsächlich ist es recht wahrscheinlich, dass das iPad Pro nicht so erfolgreich wie das iPad Air oder iPad Mini wird. Die Zielgruppe ist deutlich kleiner. Wer mit einem Tablet nur Videos schauen, etwas im Web surfen oder Games spielen möchte, wird vermutlich nicht 799 US Dollar oder gar mehr in die Hand nehmen.

Ich gehe davon aus, dass das iPad Pro auch bei Unternehmen und professionellen Anwendern kein allzu großer Hit wird – nur in bestimmten Feldern, dazu könnten Fotografen zählen. Für diese Berufsgruppe scheint das iPad Pro sehr gut geeignet zu sein.

Lesetipp: Die 5 besten Alternativen zum iPad Pro (mit Stylus!)

Doch auch Fotografen werden sich gut überlegen müssen, ob das iPad Pro die richtige Plattform für ihre Arbeit ist. Immerhin werden mit dem Apple Pencil Stylus und der Smart Tastatur über 1000 US Dollar fällig. Für das gleiche Geld bekommt man ein ordentliches Notebook mit einem Wacom Grafiktablet – oder das Surface Pro 4 mit Stylus und Type Cover. Zu bedenken ist, dass iOS 9 ein vollwertiges Desktop-Betriebssystem wie Windows 10 oder Mac OS noch nicht ersetzen kann.

Wie dem auch sei, ich bin trotzdem gespannt auf das iPad Pro. Die Verkaufszahlen für Tablets schauen gerade allgemein nicht so rosig aus, so wurden im letzten Quartal nur 9,88 Millionen iPads verkauft. Letztes Jahr waren es im gleichen Zeitraum gut 2,5 Millionen mehr. Mit dem Rückgang an Verkäufen hat nicht nur Apple zu kämpfen, sondern fast jeder Hersteller – auch deshalb sind sie mit dem iPad Pro sicherlich etwas vorsichtiger.

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