Amazon Fire: Mein erster Eindruck vom 60 Euro Tablet (Video)

Das Amazon Fire ist jetzt für nur 59,99 Euro verfügbar. Wie gut kann ein so günstiges Tablet sein? Einen ersten Eindruck liefere ich in einem Unboxing-Video. | Von Andrzej Tokarski am 1. October 2015

Amazon Fire Test

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Vor ein paar Wochen hat Amazon mit dem Fire ein außergewöhnlich günstiges Tablet vorgestellt, das nur 59,99 Euro kostet (Link zum Angebot). Damit ist es deutlich billiger als die Geräte anderer großer Hersteller und auch deutlich günstiger als die bisherigen Tablets von Amazon. Ich habe mein Exemplar gestern Abend bekommen und kann euch nun meine ersten Eindrücke und ein Unboxing-Video liefern.

Design & Verarbeitung

Das Design des Amazon Fire Tablets ist recht einfach gehalten. So haben wir vorne eine Glasfront mit einem schwarzen Rahmen um das Display herum und auf der Rückseite schwarzes Kunststoff. Andere Farben werden nicht angeboten. Das Kunststoffgehäuse fühlt sich nicht sehr wertig an, sondern recht billig. Aber gut, das ist es ja auch. Dennoch scheint die Verarbeitung solide zu sein. Es erweckt nicht den Eindruck, als würde es sofort auseinanderfallen.

Mit 10,6mm ist das Fire recht dick, auch das ist bei dem Preis zu erwarten. Dennoch fällt einem das direkt auf, denn so ziemlich jedes Smartphone ist mittlerweile deutlich dünner. An der rechten Seite ist ein MicroSD-Kartenslot untergebracht, in den Speicherkarten mit einer Kapazität von bis zu 128GB passen. Außerdem sitzt auf der Rückseite eine Kamera mit einer Auflösung von 2 Megapixel, vorne eine VGA-Kamera.

Display

Von dem Display bin ich durchaus positiv überrascht. Dieses ist 7 Zoll groß und bietet eine Auflösung von 1024×600 Pixel. Viel ist das nicht, doch ist die Pixeldichte dennoch höher als bei einem 10 Zoll Gerät mit HD-Auflösung und deutlich höher als beim Samsung Galaxy Tab A (Test). Texte werden durchaus scharf dargestellt, wenn natürlich auch nicht so scharf wie bei höher auflösenden 7 Zoll Konkurrenten.

Etwas schade ist, dass bei einem dunklen Bild an den Rändern Lichthöfe zu erkennen sind, die dann richtig sichtbar werden, wenn man in einem dunklen Raum sitzt. Auch die Helligkeit ist nicht die beste. Draußen in der Sonne wird man sich schwer Filme anschauen können, dafür hat man dann einen kleinen Spiegel bei sich. Man kann es also auch positiv sehen 😉

Ziemlich gut sind übrigens die Blickwinkel. Wer also mit einigen Freunden einen Film schauen möchte, muss nicht allzu dicht nebeneinander sitzen – doch ein 7 Zoll Display ist dafür vermutlich sowieso zu klein.

Hardware & Performance

Im Amazon Fire steckt ein 1,3GHz QuadCore-Prozessor, dabei dürfte es sich um einen Chipset von MediaTek handeln. Dazu gibt es einen 1GB großen Arbeitsspeicher, sowie einen 8GB großen – oder kleinen internen Speicher. Über einen MicroSD-Kartenslot kann dieser wie bereits erwähnt erweitert werden.

Da ich das Tablet noch nicht sehr lange habe, kann ich momentan nicht viel zur Performance sagen. Soweit ich sehen konnte, läuft vieles durchaus flüssig. Wenn man ein E-Book liest oder einen Film aus Instant Video schaut, gibt es keine Probleme. Ins Stocken kam das Fire jedoch, als ich viele Apps nacheinander geöffnet hatte. Auch die neusten Spiele werden vermutlich nicht allzu gut laufen, doch das werde ich die Tage noch testen.

Amazon Fire Gehäuse

Software: Fire OS

Zwar ist Android Lollipop vorinstalliert, doch allzu viel erkennt man davon nicht wieder. Wie üblich hat Amazon die Oberfläche sehr stark angepasst. Dazu gehört, dass die eigenen Angebote wie die Kindle-App, Instant Video oder auch Audible sehr stark in die Oberfläche integriert sind. Außerdem sind keine Apps von Google vorinstalliert, dazu gehört sowohl Gmail, als auch der Play Store. Apps kann man stattdessen aus dem eigenen Store von Amazon herunterladen.

Vorläufiges Fazit

Insgesamt macht das Fire Tablet auf mich einen soliden Eindruck. Klar, es gibt einige Punkte, die nicht so optimal ist. Dazu gehört das dicke Plastikgehäuse, die niedrige Displayauflösung und auch die stark angepasste Oberfläche. Weil aber nur 60 Euro fällig werden, halte ich das Preis/Leistungsverhältnis für ziemlich gut.

Mich stört übrigens die Integration der Amazon-Dienste nicht so sehr, wie ich gedacht hätte. Ich schaue sowieso gerne mal einen Film oder eine Serie über Instant Video. Die Google-Apps habe ich interessanterweise nicht vermisst – das Fire ist für mich ein reines Amazon-Tablet. Wer kein Prime-Kunde ist, fährt in meinen Augen mit einem klassischen „Google Android Gerät“ besser. Eine Alternative wäre beispielsweise das ASUS ZenPad C 7.0 (Test).

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