Windows 7 billiger auf Netbooks auch mit mehr als 3 Anwendungen

Als der Netbook-Boom anfing hat sich Microsoft ziemlich geärgert, dass Windows Vista auf einem Netbook ziemlich nutzlos ist. Also wurde das alte XP wieder rausgekramt und für 15 US Dollar verkauft, da es auf den kleinen Netbooks super läuft und beliebter ist als Windows Vista. Einige Linux Distributionen haben seitdem versucht irgendwie auf dem Netbook Markt Fuß zu fassen, wirklich geschafft hat es aber weder Xandros noch eine andere Distribution.

Microsoft hat das Potenzial erkannt, das in den kleinen mini Notebooks steckt, und entwickelt mit Windows 7 ein Betriebssystem, das auch mit älterer Hardware sicher und stabil laufen soll. Windows 7 soll zukünftig auf allen Netbooks laufen, das will zumindest Microsoft, und wird deshalb eine „Windows 7 Starter Edition“ für Netbooks anbieten, die günstiger als das volle Windows 7 sein wird.

Anfangs war die Rede von einigen Einschränkungen, die Windows 7 Starter Nutzer haben werden. Die wohl schlimmste sollte sein, dass man nur 3 Anwendungen gleichzeitig laufen lassen können sollte. Dies wurde von Microsoft nun widerrufen, berichtet Engadget. Auch auf den Netbooks wird man unter Windows 7 also mehr als 3 Anwendungen gleichzeitig benutzen können.

Windows 7 soll in der Starter Version auch weniger anpassbar sein, die Rede ist unter anderem von einem nicht konfigurierbaren Desktop Hintergrund. Ob diese Einschränkung nun wirklich bestehen bleibt oder andere Features Windows 7 Starter von der Home Version abgrenzen werden, ist noch unbekannt. Zu hoffen ist, dass auch in der Starter Version Multitouch möglich oder für wenig Geld aufrüstbar ist. Vermutlich wird man für um die 50 US Dollar die Windows Starter Version zu einer vollen aufrüste können.

Recht logisch klingende Gerüchte machen derzeit die Runden durch das WWW, dass die Starter Version von Windows 7 nur zusammen mit Netbooks zu kaufen sein soll. Ähnliche Hardware Einschränkungen gibt es derzeit auch mit Windows XP (wird nur mit niedriger Prozessor Leistung usw. verkauft).

So soll die billigere Starter Version nur zusammen mit Systemen erhältlich sein, die eine Single Core CPU mit 2GHz oder schlechter besitzen, die CPU einen Stromverbrauch von 15W oder weniger hat, das Display nicht größer als 10,2 Zoll ist, nicht mehr als 1GB RAM verbaut ist und die Festplatte nicht größer als 250GB (HDD) oder 64GB (SSD) ist. Bei der Grafikkarte soll es wohl keine Einschränkungen geben, also sind auch DirectX10 fähige Chips erlaubt.

Besonders erfreulich für uns Touchscreen Fans ist, dass die Windows 7 Starter Version nicht auf resistive Touchscreen beschränkt ist. Vielleicht sehen wir bald das erste Convertible Netbook oder Nettablet, das ein wirklicher Ersatz für Papier und Stift in der Uni sein kann?

Von den ersten Tests und bekannten Features von Windows 7 her, scheint Microsoft endlich mal wieder ein ordentliches Betriebssystem entwickelt zu haben. Vielleicht eins, dass sogar besser als das von Apple ist? Ende Sommer/Anfang Herbst werden wir uns selbst überzeugen können.

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May 22, 2009 11:49 pm

2 Comments


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  • Berni

    Naja…das mit Single Core <2GHz wird so nicht haltbar sein…wenn dann die Dual-Core Atoms da sind

  • http://netvertible-news.de Andrzej

    An irgendeinem Punkt muss Microsoft sagen “STOPP ab hier verkaufen wir die billige Version nicht mehr”, denn Microsoft will mit Windows 7 sicherlich einiges an Geld verdienen und nicht nur 15$ pro Gerät.

    Nur auf die Bildschirmgröße kann Microsoft den Preis nicht festlegen, da sonst die Subnotebooks auch darunter fallen, die bringen auch einiges an Geld, sind ja recht teuer.

    Mal sehen wie Microsoft das ende Sommer geregelt hat…